Goldfische sind beliebte Haustiere, die in vielen Gärten in Teichen leben. Wenn die Umgebungsbedingungen stimmen, fühlen sich Goldfische wohl und sorgen bald für Nachwuchs. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Fortpflanzung von Goldfischen im Teich, vom Laichverhalten bis zur Pflege der Jungfische.

- Die idealen Wasserbedingungen für die Goldfisch Fortpflanzung
- Weitere Faktoren, die die Fortpflanzung von Goldfischen beeinflussen
- Laichverhalten und Fortpflanzungszeit von Goldfischen
- Junge Goldfische im Gartenteich
- Warum sind die jungen Goldfische schwarz?
- Wie färben sich Baby-Goldfische?
- Ausgewachsene Goldfische verfärben sich
- Zimmerbrunnen als Alternative zum Teich mit Goldfischen
- Tabelle: Laichzeiten verschiedener Fischarten
Die idealen Wasserbedingungen für die Goldfisch Fortpflanzung
Goldfische sind zwar anpassungsfähig, aber um sich im Teich wohlzufühlen und zu vermehren, sollten die Wasserwerte optimal sein. Hier sind die wichtigsten Faktoren:
PH-Wert:
Das Teichwasser sollte neutral bis leicht alkalisch, aber nicht sauer sein. Ein pH-Wert von 7 bis 8 ist ideal.
Härte:
Der Teich sollte eine mittlere Gesamt- und Karbonathärte aufweisen. Idealerweise liegt die GH (Gesamthärte) zwischen 12 und 18°dH und die KH (Karbonathärte) zwischen 10 und 14°dH.
Nitrit und Ammonium:
Der Nitrit- und Ammoniumgehalt im Teichwasser sollte gering sein. Idealerweise liegt der Wert jeweils unter 0,1 mg/Liter.
Diese Wasserwerte stellen sich in einem gut eingespielten Teichbiotop meist von selbst ein. Wenn Sie sich nicht sicher sind, können Sie die Wasserwerte mithilfe eines Testsets überprüfen.
Weitere Faktoren, die die Fortpflanzung von Goldfischen beeinflussen
Neben den Wasserwerten spielen auch andere Faktoren eine Rolle für die Fortpflanzung von Goldfischen:
Wassertemperatur:
Im Sommer sollte die Wassertemperatur im Teich zwischen 18 und 24°C liegen. Im Winterhalbjahr sollte die Temperatur zwischen 6 und 14°C liegen. Eine tiefere Temperatur kann zu einer Kältestarre führen. Der Teich sollte tief genug sein, um nicht vollständig zuzufrieren.
Schwimmraum und Verstecke:
Goldfische brauchen ausreichend Schwimmraum und Versteckmöglichkeiten. Teichpflanzen bieten ideale Rückzugsorte.
Beschattung:
Eine teilweise Beschattung der Wasserfläche durch Ufer- oder Schwimmpflanzen ist wichtig, um eine Überhitzung des Teichwassers an heißen Sommertagen zu verhindern.
Futter:
Goldfische brauchen ein artgerechtes und abwechslungsreiches Futter. Im Zoofachhandel gibt es speziell für Goldfische Trockenfutter in Flockenform, als Pellets und als Granulat. Zusätzlich sollten Sie Ihren Goldfischen ab und zu Lebendfutter wie Wasserflöhe, Bachflohkrebse, Insektenlarven oder Tubifex anbieten.

Besatzdichte:
Die richtige Besatzdichte ist entscheidend für eine erfolgreiche Nachzucht. Pro ausgewachsenem Goldfisch sollten mindestens 500 Liter Wasser zur Verfügung stehen. Für eine Gruppe von 6 bis 7 Goldfischen, die sich vermehren soll, sind das mehr als 3m³ Teichvolumen.
Laichverhalten und Fortpflanzungszeit von Goldfischen
Wenn die Wassertemperatur im Frühjahr oder Frühsommer auf 15°C und höher steigt, beginnen die Goldfisch-Männchen die Weibchen zu umwerben.
Die Männchen stupsen die Weibchen an, um ihre Laichbereitschaft zu stimulieren. Während der Fortpflanzungszeit sind die Geschlechter leicht zu unterscheiden: Die Männchen haben einen Laichausschlag in Form von Knötchen auf den Kiemendeckeln und den Brustflossen, die Weibchen sind korpulenter.
Goldfische sind Haftlaicher. Das Paar schwimmt durch einen Bestand von Wasserpflanzen hindurch. Dabei streift das Weibchen die Eier an Wasserpflanzen ab, die an den Blättern hängen bleiben und sofort vom Männchen befruchtet werden.
Das Weibchen kann in der Fortpflanzungszeit bis zu zehnmal ablaichen, aber nicht alle Jungfische werden überleben.
Junge Goldfische im Gartenteich
Bereits nach wenigen Tagen schlüpfen die Fischlarven und bleiben fast regungslos an den Pflanzen hängen. Sie ernähren sich in den ersten Tagen von den Reserven in ihrem Dottersack. Sobald der Dottersack aufgezehrt ist, beginnen sie zwischen den Pflanzen der Flachwasserzone nach Zooplankton und anderen Kleintieren zu suchen. Sie können in dieser Zeit mit Staubfutter unterstützt werden.
Die winzigen Jungfische brauchen eine Zone mit dichtem Pflanzenwuchs, in der sie sich vor Laichräubern verstecken können. Die Eltern haben nach dem Ablaichen keine Beziehung zu ihrem Nachwuchs und fressen auch die Jungfische.
Warum sind die jungen Goldfische schwarz?
Alle jungen Goldfische sind in den ersten Lebensmonaten schwarz. Der Farbton ist meist dunkel messingfarben, seltener graugrün bis dunkelgrau. Die Farbe der Stammform der Goldfische, die Silberkarausche, ist dunkelgrau.
Wann die Goldfische ihre leuchtend rot-goldene Farbe entwickeln, hängt von der Wassertemperatur ab. In einem unbeheizten Teich kann das bis zu 2 Jahre nach dem Schlüpfen dauern. Die anfangs genannten Wassertemperaturen für Goldfische sollten jedoch nicht überschritten werden.
Nicht alle Goldfische werden sich umfärben. Viele behalten die schlichte Färbung der Jungfische ein Leben lang.
Wie färben sich Baby-Goldfische?
In den ersten Tagen nach dem Schlüpfen sind die Fischlarven fast durchsichtig. Nach einiger Zeit entwickeln sich die dunklen Farbpigmente in den oberen Hautschichten. Bei vielen Jungfischen vollzieht sich dann im Laufe einiger Monate ein erster Farbwechsel von Messingfarben zu Dunkelgrau oder fast Schwarz. Das dient ihnen zur Tarnung vor Fressfeinden. Schließlich verdrängen rötliche und goldene Farbpigmente nach und nach die dunkle Färbung.
Ausgewachsene Goldfische verfärben sich
Auch bei ausgewachsenen Goldfischen kann sich die Körperfärbung noch ändern. Das kann an der Änderung bestimmter Milieufaktoren wie der Wassertemperatur liegen, aber auch ein Hinweis auf eine Krankheit sein.
Andere Zuchtformen des Goldfisches wie zum Beispiel die Shubunkin haben von Beginn die endgültige Färbung in Schwarz, Weiß und Rot-Gold.
Zimmerbrunnen als Alternative zum Teich mit Goldfischen
Wasser und Fische haben eine beruhigende Ausstrahlung. Für den Gartenbesitzer ist der Gartenteich ein Ort der Entspannung, für den Stadtbewohner kann ein Zimmerbrunnen im Wohnzimmer oder ein Aquarium mit Fischen diese Wirkung erzielen.
Wie lange dauert es, bis die Goldfische schlüpfen?
Goldfisch-Eier schlüpfen in der Regel nach 3 bis 7 Tagen.
Wie verhalten sich Fische, wenn sie laichen?
Männliche Goldfische umwerben die Weibchen, indem sie sie anstupsen und um sie herumschwimmen. Die Weibchen legen ihre Eier an Wasserpflanzen ab, die sofort vom Männchen befruchtet werden.
Wohin mit jungen Goldfischen?
Wenn Sie zu viele Goldfische haben, können Sie sie bei Zoohändlern oder Teichbesitzern abgeben. Goldfische dürfen nicht in der Natur ausgesetzt werden, da sie die heimische Fauna stören.
Wie entsorgt man tote Goldfische?
Tote Goldfische sollten nicht die Toilette hinuntergespült werden. Sie können im Kompost entsorgt werden, sollten aber untergehoben und nicht einfach obenauf gelegt werden. Alternativ können Sie den Goldfisch in Papier oder Folie eingewickelt in den Restmüll geben.
Tabelle: Laichzeiten verschiedener Fischarten
| Fischart | Laichzeit |
|---|---|
| Karpfen | Mai bis Juni |
| Schleie | Mai bis Juli |
| Rotfeder | Mai bis Juni |
| Zander | April bis Juni |
| Flußbarsch | Mai bis Juli |
| Hecht | April bis Juni |
| Regenbogenforelle | April bis Juni |
Die Laichzeit kann je nach Region und Wassertemperatur variieren.
Goldfische sind eine Bereicherung für jeden Garten. Mit diesem Leitfaden können Sie die Fortpflanzung Ihrer Goldfische im Teich optimal unterstützen und sich an den süßen Jungfischen erfreuen. Denken Sie daran, die Bedürfnisse Ihrer Goldfische zu respektieren und die Umwelt zu schützen, indem Sie sie nicht in der Natur aussetzen.
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