Erich fried: was es ist - liebesgedicht & akzeptanz

Erich Fried, ein österreichischer Lyriker und engagierter Humanist, hinterließ ein umfangreiches Werk, das von politischer Lyrik bis hin zu Liebesgedichten reichte. Eine seiner bekanntesten Zeilen, es ist, was es ist, sagt die liebe, stammt aus dem Gedicht was es ist und findet sich auch in Mias Popsong was es ist wieder. Dieses Gedicht, veröffentlicht 1983, bietet eine tiefgründige Auseinandersetzung mit der Liebe und ihrer Rolle im Angesicht von Vernunft, Angst und Zweifel.

Inhaltsverzeichnis

Die Botschaft des Gedichts: Liebe als Akzeptanz

In was es ist stellt Fried die Liebe als einen Gegenpol zu Vernunft, Berechnung, Angst und Einsicht dar. Diese Stimmen, die im Gedicht zu Wort kommen, betrachten die Liebe als etwas Negatives, als Unglück, Schmerz und aussichtslos. Doch die Liebe selbst, die in jeder Strophe mit es ist, was es ist, sagt die liebe wiederholt wird, bleibt standhaft und akzeptiert die Situation, wie sie ist.

Frieds Gedicht fordert den Leser indirekt auf, die Liebe trotz ihrer Schwierigkeiten zuzulassen. Es geht nicht darum, die Liebe zu idealisieren oder zu romantisieren, sondern sie in ihrer ganzen Komplexität anzunehmen. Die Liebe ist nicht blind, sie sieht die Herausforderungen, den Schmerz und die Unsicherheiten, aber sie akzeptiert sie und findet darin ihre eigene Kraft.

Formale Analyse des Gedichts

Das Gedicht was es ist besteht aus drei Strophen mit jeweils acht Versen. Es gibt keine Reime und das Metrum ist unregelmäßig. Die Sprache ist modern und repetitiv, mit einer sich durchgehend wiederholenden Anapher es ist…, sagt…, die das Gedicht strukturiert. Die Epipher es ist, was es ist/sagt die liebe in jeder Strophe verstärkt die Position der Liebe als Akzeptanz.

Der Titel was es ist ist gleichzeitig ein Zitat der Position der Liebe und unterstreicht deren finale Meinung. Die eher sachliche Herangehensweise an die Frage nach dem es, die verschiedene Perspektiven einbezieht, erzeugt keine eindeutige Stimmung. Nur in der wiederholten Position der Liebe schwingt ein wenig Trotz mit, da sie im Gegensatz zu den Warnungen der anderen steht.

Liebeslyrik: Eine lange Tradition

Die Thematik der Liebe in der Lyrik hat eine lange Tradition, die bis in die Antike zurückreicht. Schon in der Bibel, im Kamasutra und in der Antike wurden Liebesgedichte geschrieben. Im Mittelalter erlangte der Minnesang große Bedeutung, bei dem sich junge Adlige in Gesangswettbewerben um die Gunst der edlen frouwen bewarben.

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Im Laufe der Geschichte entwickelte sich die Liebeslyrik weiter und fand Ausdruck in verschiedenen Formen, von Hymnen an die Geliebte bis hin zu Gedichten über Schmerz und Verzweiflung. Die Romantik brachte eine neue Intensität in die Liebeslyrik, die sich in der Trauer um einen Verlust oder in der Todessehnsucht äußerte.

Versmaße in der Liebeslyrik

Die Liebeslyrik verwendet verschiedene Versmaße, wobei jede Epoche ihre eigenen Vorlieben hatte. Die Zweite Schlesische Schule (1650–1700) bevorzugte den Jambus, während die Romantik oft das Ständchen oder Trauergedichte in Form von Balladen hervorbrachte.

Auch Volkslieder, die oft auf ältere Texte zurückgehen, tragen zum Reichtum der Liebeslyrik bei. Viele Gedichte und Lieder spiegeln die Bandbreite menschlicher Emotionen wider, von Freude und Glück über Schmerz und Trauer bis hin zu Sehnsucht und Verzweiflung.

Erich Fried: Ein Leben für die Liebe und den Frieden

Erich Fried war nicht nur ein bedeutender Lyriker, sondern auch ein engagierter Friedenskämpfer und Antifaschist. Seine Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus prägten sein Leben und sein Werk. Trotz seiner friedlichen Überzeugungen pflegte er eine freundschaftliche Beziehung zu dem radikalen Neonazi Michael Kühnen, den er in der Radio Bremen-Talkshow 3 nach 9 verteidigte.

Frieds Engagement für den Dialog und das Verständnis für Menschen unterschiedlicher politischer Überzeugungen spiegelt seine tiefe Menschlichkeit wider. Er glaubte an die Kraft der Liebe, die in der Lage ist, Brücken zu bauen und Mauern zu überwinden.

Was ist die Kernaussage des Gedichts was es ist ?

Die Kernaussage des Gedichts ist, dass die Liebe die Situation, wie sie ist, akzeptiert, während Vernunft, Angst und andere Stimmen sie als etwas Negatives betrachten. Das Gedicht fordert den Leser auf, die Liebe in ihrer Komplexität anzunehmen, auch mit ihren Herausforderungen und Schwierigkeiten.

Welche Rolle spielt die Sprache in Frieds Gedicht?

Die Sprache des Gedichts ist modern und repetitiv. Die wiederholende Anapher und Epipher strukturieren das Gedicht und verstärken die Position der Liebe als Akzeptanz. Die eher sachliche Herangehensweise an die Frage nach dem es erzeugt keine eindeutige Stimmung, sondern lässt den Leser selbst interpretieren.

Wie lässt sich Erich Frieds Gedicht in den Kontext der Liebeslyrik einordnen?

Erich Frieds Gedicht was es ist ist ein Beispiel für moderne Liebeslyrik, die die Liebe nicht idealisiert, sondern in ihrer Komplexität zeigt. Es steht in der Tradition der Liebeslyrik, die sich seit der Antike mit der Liebe und ihren verschiedenen Facetten auseinandersetzt.

Wie wirkt sich Erich Frieds politisches Engagement auf seine Lyrik aus?

Erich Frieds politisches Engagement spiegelt sich in seinen Gedichten in Form von Friedensappellen und Kritik an totalitären Regimen wider. Seine Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus prägten sein Leben und sein Werk. Trotz seiner friedlichen Überzeugungen glaubte er an den Dialog und das Verständnis für Menschen unterschiedlicher politischer Überzeugungen.

Zusammenfassung

Erich Frieds Gedicht was es ist ist ein tiefgründiges und bewegendes Werk, das die Liebe in ihrer ganzen Komplexität betrachtet. Es fordert den Leser auf, die Liebe zuzulassen, auch mit ihren Schwierigkeiten und Herausforderungen. Frieds Gedicht steht in der Tradition der Liebeslyrik, die sich seit Jahrhunderten mit der Liebe und ihren verschiedenen Facetten auseinandersetzt. Sein politisches Engagement spiegelt sich in seinen Gedichten in Form von Friedensappellen und Kritik an totalitären Regimen wider. Frieds Werk ist ein Beweis für die Kraft der Liebe, die in der Lage ist, Brücken zu bauen und Mauern zu überwinden.

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