Babykleidung im sommer: tipps für heiße tage ☀️👶

Die Geburt deines Babys im Sommer ist ein wunderschönes Ereignis, aber es bringt auch neue Herausforderungen mit sich, besonders wenn es um die richtige Kleidung geht. Denn während du dich vielleicht in Shorts und T-Shirt wohlfühlst, braucht dein Neugeborenes etwas mehr Schutz vor der Sonne und der Hitze. In diesem Artikel erfährst du alles, was du über die richtige Kleidung für dein Baby im Sommer wissen musst, um es vor Überhitzung und Kälte zu schützen.

Inhaltsverzeichnis

Baby anziehen im Sommer: Die wichtigsten Tipps

Die richtige Kleidung für dein Baby im Sommer ist entscheidend, um es vor Überhitzung und Kälte zu schützen. Hier sind die wichtigsten Punkte, die du beachten solltest:

Neugeborene brauchen eine schützende Hülle

Gerade in den ersten Lebensmonaten brauchen Babys besonderen Schutz, vor allem im Sommer. Ein Neugeborenes ist eine Temperatur von etwa 37 Grad im Bauch der Mama gewöhnt. Nach der Geburt braucht es daher besonders viel Wärme, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Der kleine Körper kühlt schnell aus und sollte von einer schützenden Hülle umgeben sein.

Neugeborene lernen in den ersten Monaten ihres Lebens, ihre Körpertemperatur zu regulieren, was gerade im Sommer eine Herausforderung sein kann. Da sich Körperfunktionen wie Zittern oder Gänsehaut erst noch entwickeln müssen, ist es umso wichtiger, dass du dein Kind auch bei hohen Außentemperaturen warm genug hältst.

Die Faustregel „Immer eine Schicht mehr als du selbst trägst“ gilt zwar generell beim Thema Baby anziehen, aber im Hochsommer muss dein Baby nicht unbedingt zwei Lagen übereinander tragen. Dennoch sollten Ärmchen und Beinchen bedeckt sein, wenn ihr euch im Freien aufhaltet.

Unser Tipp: Höre auf dein Bauchgefühl! Du bist die Mama und erkennst die Signale deines Babys am besten. Aber gerade in puncto Temperaturempfinden lohnt es sich, die eigene Wahrnehmung kurz zu hinterfragen und nicht 1:1 aufs Baby zu übertragen.

Beispielsweise schwitzt du beim anstrengenden Spaziergang mit dem Kinderwagen bei 35 Grad Außentemperatur? Bedenke, dass dein schlafendes Baby sich nicht bewegt und im Schatten liegt. Oder der kühle Luftzug aus der Klimaanlage fühlt sich für dich super an, weil deine Hormonumstellung nach der Geburt heftige Hitzewallungen verursacht? Denk‘ dran, dass dein Baby jetzt eine Mütze braucht.

Naturfasern statt Polyester

Wenn es um die Wahl des Materials für Babykleidung im Sommer geht, sind Naturfasern wie Baumwolle, Wolle und Leinen die beste Wahl. Sie sind atmungsaktiv, saugfähig und angenehm auf der Haut. Kunstfasern wie Polyester hingegen können zu Hautreizungen führen und bewirken, dass dein Baby schneller schwitzt.

  • Wolle-Seide: Hochwertig, aber preisintensiv. Ein Mix aus Wolle und Seide ist ideal für die Regulierung der Körpertemperatur. Wolle-Seide ist atmungsaktiv, temperaturausgleichend und schützt mit einem natürlichen LSF von ca. 30 vor UV-Strahlen. Allerdings ist Babykleidung aus Wolle-Seide-Mix auch ziemlich teuer und darf nur kalt im Wollwaschgang gewaschen werden.
  • Baumwolle: Pflegeleicht und kühlend. Reine Baumwolle ist eine gute Alternative zu Wolle-Seide. Sie wirkt kühlend und fühlt sich angenehm auf der Haut an. Baumwolle ist super pflegeleicht, schützt allerdings nur bedingt vor der Sonne (LSF 10-15). Luftiger Baumwoll-Musselin ist besonders gut geeignet für Babykleidung im Sommer.
  • Leinen: Luftig und robust. Leinen ist ebenfalls ein tolles Sommer-Material für Babys. Es ist atmungsaktiv, kühlend und fühlt sich angenehm auf der Haut an.
  • Polyester: Bitte nur im Badeanzug. Kunstfasern wie Polyester sollten im Sommer bei Babykleidung vermieden werden. Sie sind nicht atmungsaktiv und können zu Hautreizungen führen. Allerdings werden sie in UV-Schutzkleidung verwendet, da sie einen besseren Schutz vor der Sonne bieten. Wenn dein Baby alt genug für die ersten Plansch-Versuche im Pool oder am Strand ist, ist spezielle UV-Badekleidung und ein passendes Hütchen also die richtige Wahl.

Clever kombinieren

Auch bei Temperaturen über 30 Grad eignet sich lange, luftige und weite Kleidung, unter der die empfindliche Babyhaut gut atmen kann und in der sie am besten vor UV-Strahlen geschützt ist.

Hier sind einige Kombinationsmöglichkeiten für Babykleidung im Sommer:

  • Langarm-Body + lange, dünne Hose (am besten mit weichem Bund)
  • Träger-Body + langer dünner Strampler (bei starker Hitze den Body weglassen)
  • Langarm-Body + langer ärmelloser Sommer-Overall
  • Träger-Body + luftiges dünnes Oberteil mit langen Ärmeln + dünne Hose

An sehr heißen Tagen ist ein Body mit amerikanischem Ausschnitt / mit überlappender Schulterpartie eventuell besser als ein doppellagiger Wickelbody.

Die richtige Kopfbedeckung fürs Baby im Sommer

Dein Baby verliert über Kopf und Füße am schnellsten Wärme. Daher sind dünne Söckchen für Neugeborene stets angebracht. Oder alternativ ein dünner Strampler mit Füßen.

Was du beim Thema Mützen für Sommer-Babys beachten solltest:

  • Dünnes Mützchen für Neugeborene: Eine dünne Sommermütze aus Baumwolle schützt das Köpfchen vor Wärmeverlust, Sonne und Wind. Bei extremer Hitze, wenn dein Baby schon ein paar Wochen alt ist und gut vor Sonne und Wind geschützt im Kinderwagen liegt, kannst Du die Mütze aber testweise ruhig mal weglassen.
  • Sonnenhut im Buggy & auf der Krabbeldecke: Sobald dein Baby im Buggy sitzt oder wenn du es in der Babytrage trägst, braucht es einen Sonnenhut, denn dann sind Kopf und Gesicht möglicherweise der Sonne ausgesetzt. Und auch, wenn dein Baby mobil wird und durch den Garten krabbelt, schützt ein Hütchen besser als eine Mütze. Der ideale Sonnenhut sollte bestenfalls eine breite Krempe und einen langen Nackenschutz haben, um die empfindliche Kopfhaut, Nacken und Gesicht durch Krempe vor der Sonne abzuschirmen. Bei starker Sonneneinstrahlung (z.B. Am Strand) ist ein Sonnenhut aus speziellem UV-Schutz-Material (z.B. Polyester-Microfaser) die beste Wahl.

Eine normale Baseballkappe ist auch für ältere Babys nicht empfehlenswert, weil sie die Ohren nicht vor der Sonne schützt.

Baby anziehen im Sommer – im Kinderwagen

Im Kinderwagen braucht dein Baby an sehr heißen Tagen zusätzlich zu seinem Sommer-Outfit (Langarm-Body, lange dünne Hose, dünne Mütze, Söckchen) normalerweise keine Extra-Decke. Wichtiger ist, einem Hitzestau vorzubeugen:

  • Öffne die Netzfenster im Verdeck, damit die Luft gut zirkulieren kann.
  • Decke das Verdeck niemals zum Schutz vor der Sonne mit einer Decke ab. Darunter wird es zu heiß! Nutze stattdessen ein Sonnensegel oder ein dünnes, dunkles Mulltuch als Sonnenschutz.
  • Entferne die Abdeckung an der Babywanne, wenn es sehr heiß ist.
  • Wenn dein Baby im Kinderwagen zum Schlafen eine Decke braucht, nimm im Sommer ein leichtes Modell, z.B. Aus dünnem Baumwollfleece.

Baby im Sommer anziehen – im Tragetuch oder in der Babytrage

Beim Anziehen für die Trage gestaltet es sich etwas anders: Einerseits ist dein Baby sehr nah an deinem Körper und wird dadurch natürlich zusätzlich gewärmt. Die Babytrage wirkt wie ein zusätzliches Kleidungsstück. Andererseits kannst du es in der Trage nicht so gut vor der Sonne schützen wie im Kinderwagen.

Trägst du dein Baby im Sommer in der Trage, kannst du deinem Schatz einen kurzen Body anziehen (wenn die Arme unter dem Tragetuch bleiben, ansonsten langärmelig), dazu eine lange, leichte Hose. Achte darauf, dass die Hose wirklich lang genug ist, da sich die Hose mit angezogenen Beinchen in der Trage oft ein Stückchen nach oben zieht. Lange Söckchen und / oder eine Portion Baby-Sonnencreme an den Waden sind also Pflicht, ein guter Sonnenhut ebenfalls – auch, wenn dein Baby erst einige Wochen alt ist.

Ist der Kopf ausreichend durch das Tragetuch geschützt, kannst du die Mütze eventuell weglassen. Nimm aber immer eine mit, falls du dein Baby zum Füttern oder Wickeln mal herausnehmen musst!

Tipp: Eine Mullwindel oder ein dünnes Handtuch zwischen deinem und Babys Körper verhindert, dass seine Kleidung feucht wird, wenn du schwitzt.

Baby nachts anziehen im Sommer

Du fragst dich, wie du dein Baby im Sommer nachts anziehen solltest – wenn sich nach einem heißen Tag die Raumtemperatur auch nachts nicht abkühlt? Wichtig ist, dass dein Baby möglichst nicht schwitzt. Wenn der Schweiß auf der Haut abkühlt, kann es sich erkälten. Außerdem besteht in einem zu warmen Schlafsack die Gefahr, dass dein Baby überhitzt.

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Die Raumtemperatur liegt auch – trotz Stoßlüften – nachts noch bei über 24 Grad? Dann ziehst du deinem Baby am besten nur einen dünnen Body an und darüber einen ungefütterten Sommerschlafsack (z.B. Aus leichtem Baumwoll-Musselin oder Bambusfaser-Gewebe) mit einem Tog-Wert von 0,

Wenn es sich nachts doch stärker abkühlt, ersetzt du den Body einfach durch einen Schlafanzug.

Hier eine Tabelle, die dir einen Überblick über die richtige Schlafkleidung je nach Raumtemperatur gibt:

ZimmertemperaturSchlafkleidung
unter 16 °CSchlafsack (3,5 tog) + Schlafanzug + langärmeliger Body + Socken + Mützchen + Fäustlinge
16 °C - 17 °CSchlafsack (2,5 tog) + Schlafanzug + langärmeliger Body + Söckchen
18 °C - 19 °CSchlafsack (1 tog) + Schlafanzug + langärmeliger Body
20 °C - 21 °CSchlafsack (1 tog) + Schlafanzug + kurzärmeliger Body

Wie kann ich mein Baby im Sommer pucken, ohne dass ihm zu heiß wird?

Du kannst dein Baby im Sommer auch pucken. Je nach Hitze genügt ein Kurzarm-Body oder auch einfach nur die Windel unter einem dünnen Pucktuch, um Überhitzung zu vermeiden. Verwende im Sommer keinesfalls einen gefütterten Pucksack.

Baby anziehen im Sommer: Weitere Tipps

  • Prüfe immer wieder im Nacken deines Babys, ob er warm und trocken ist. Ist er sehr warm und feucht, ist es in der Regel zu warm für es, ist er kalt, sollte es eine Schicht mehr Kleidung sein.
  • Auch die Haut gibt Auskunft über die richtige Körpertemperatur: Ist sie rot gefleckt, ist es zu warm, ist sie marmoriert, blass oder sogar leicht bläulich, ist es zu kalt.
  • Bei wechselhaftem Wetter ist der Zwiebel-Look super. So kannst Du auch mal etwas ausziehen, wenn Du merkst, dass es doch zu warm ist. Oder wenn es windiger wird, ziehst Du deinem Schatz schnell wieder eine Schicht mehr an.
  • Nimm Wechselkleidung für dein Baby mit: Wenn du z.B. Beim Stillen stark schwitzt und der Body deines Babys nass wird, solltest du es schnell umziehen.
  • Die stärkste Hitze und Sonneneinstrahlung in der Mittagszeit (zwischen 12 und 15 Uhr) solltest du mit deinem Baby am besten zuhause bzw. Drinnen verbringen.

Wie kann ich feststellen, ob mein Baby zu warm oder zu kalt ist?

Die beste Methode, um die Temperatur deines Babys zu überprüfen, ist, seinen Nacken zu fühlen. Ist er warm und trocken, ist die Temperatur optimal. Ist er schweißnass, ist es zu warm. Fühlst du ihn kalt, sollte dein Baby eine Schicht mehr Kleidung tragen.

Kann ich meinem Baby im Sommer Sonnencreme auftragen?

Ja, du kannst deinem Baby Sonnencreme auftragen, aber achte darauf, dass sie speziell für Babys geeignet ist und einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 30 hat. Trage die Sonnencreme nicht auf die Augen und den Mund deines Babys auf.

Sollte ich mein Baby im Sommer vor der Sonne schützen?

Ja, unbedingt! Die Haut von Babys ist sehr empfindlich und kann schnell Sonnenbrand bekommen. Vermeide es, dein Baby in der prallen Sonne zu exponieren, insbesondere in der Mittagszeit zwischen 12 und 15 Uhr. Halte dein Baby im Schatten, verwende Sonnenschirme oder Sonnensegel und kleide es mit UV-Schutzkleidung ein.

Kann ich mein Baby im Sommer im Kinderwagen schlafen lassen?

Ja, aber achte darauf, dass der Kinderwagen im Schatten steht und gut belüftet ist. Öffne die Netzfenster im Verdeck und verwende ein Sonnensegel oder ein Mulltuch als Sonnenschutz. Vermeide es, dein Baby im Kinderwagen in der prallen Sonne schlafen zu lassen.

Die Geburt deines Babys im Sommer ist ein wundervolles Erlebnis. Mit den richtigen Tipps und der richtigen Kleidung kannst du sicherstellen, dass dein kleiner Schatz die warmen Tage genießen kann, ohne zu überhitzen oder zu frieren.

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