Die Geburt eines Welpenwurfs ist ein aufregendes und wunderschönes Ereignis, aber auch ein Prozess, der einige Herausforderungen mit sich bringen kann. Für Hundehalter ist es wichtig, sich über die normale Dauer einer Hundegeburt zu informieren und die Anzeichen einer normalen und einer komplizierten Geburt zu erkennen. In diesem Artikel werden wir die verschiedenen Phasen der Hundegeburt, die normale Dauer und die Anzeichen für Komplikationen erläutern.
Wie lange sollte eine Hundegeburt dauern?
Die Dauer einer Hundegeburt variiert stark von Hund zu Hund und von Wurf zu Wurf. Im Allgemeinen kann die gesamte Geburt, von den ersten Wehen bis zur Geburt des letzten Welpen, zwischen 6 und 18 Stunden dauern. Allerdings kann die Dauer der Geburt auch deutlich länger oder kürzer sein, ohne dass dies unbedingt ein Grund zur Sorge ist.
Die Geburt lässt sich in drei Phasen einteilen:
Phase 1: Vorwehen
Die Vorwehenphase ist die längste Phase der Geburt und kann bis zu 24 Stunden dauern. In dieser Phase beginnt die Hündin, regelmäßige Wehen zu haben. Die Wehen werden zunächst schwach und unregelmäßig, werden aber mit der Zeit stärker und häufiger. Die Hündin kann unruhig, ängstlich oder unaufmerksam sein. Sie kann auch anfangen, zu hecheln, zu sabbern oder sich zu übergeben. In dieser Phase kann es auch zu einem leichten Ausfluss aus der Vulva kommen.
Phase 2: Austreibung der Welpen
Die zweite Phase der Geburt beginnt, wenn die Hündin beginnt, die Welpen auszutreiben. Diese Phase kann zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden dauern. Die Hündin wird starke Wehen haben und die Welpen werden in regelmäßigen Abständen geboren. In der Regel wird ein Welpe nach dem anderen geboren, aber es ist auch möglich, dass mehrere Welpen gleichzeitig geboren werden.
Phase 3: Nachgeburt
Die dritte Phase der Geburt beginnt, wenn alle Welpen geboren sind. In dieser Phase wird die Hündin die Nachgeburt, also die Plazenta, ausstoßen. Die Nachgeburten sollten in der Regel innerhalb von 30 Minuten nach der Geburt jedes Welpen ausgeschieden werden. Es ist wichtig, dass die Hündin alle Nachgeburten frisst, da dies ihr hilft, sich zu erholen und die Milchproduktion anzuregen.
Hilfsmittel bei der Geburt beim Hund
Es ist wichtig, dass Sie als Hundehalter vorbereitet sind, wenn Ihre Hündin Welpen bekommt. Hier sind einige Hilfsmittel, die Ihnen bei der Geburt helfen können:
- Wurfkiste: Eine Wurfkiste ist ein sicherer und komfortabler Ort für die Hündin, um ihre Welpen zu gebären. Die Wurfkiste sollte groß genug sein, damit die Hündin sich bequem bewegen kann und die Welpen genügend Platz zum Schlafen und Saugen haben.
- Handtücher: Saubere Handtücher werden benötigt, um die neu geborenen Welpen zu trocknen und warm zu halten. Die Handtücher sollten warm sein, aber nicht zu heiß.
- Wärmeflasche: Wenn die Welpen kurzzeitig von der Mutterhündin getrennt werden müssen, ist es wichtig, dass sie warm bleiben. Eine mit Wasser gefüllte und mit Handtüchern umwickelte Wärmeflasche kann helfen, die Welpen warm zu halten.
- Schere: Eine Nagelschere wird benötigt, um die Nabelschnur der Welpen durchzuschneiden, falls die Hündin dies nicht selbst tut.
- Jodlösung: Jodlösung kann verwendet werden, um die Nabelschnur der Welpen zu desinfizieren.
Anzeichen einer Geburt beim Hund
Es ist wichtig, dass Sie als Hundehalter die Anzeichen einer bevorstehenden Geburt erkennen. So können Sie sich rechtzeitig auf die Geburt vorbereiten und im Notfall schnell handeln.
Änderung des Verhaltens
- Verändertes Fressverhalten: Die Hündin wird möglicherweise weniger Appetit haben und ihr Futter nicht mehr so gerne fressen.
- Häufigeres Wasserlassen und Kotabsatz: Die Hündin wird möglicherweise häufiger Wasserlassen und Kot absetzen.
- Nähe zum Menschen suchen: Die Hündin wird möglicherweise mehr Zeit in Ihrer Nähe verbringen und sich mehr an Sie kuscheln.
- Ausfluss aus der Scheide: Es kann zu einem leichten Ausfluss aus der Scheide kommen. Die Hündin wird möglicherweise vermehrt an ihrer Scheide lecken.
Anzeichen kurz vor der Geburt
- Unruhe: Die Hündin wird möglicherweise unruhig und nervös. Sie wird möglicherweise in der Wurfkiste scharren oder sich unaufmerksam verhalten.
- Erhöhte Atemfrequenz: Die Hündin wird möglicherweise schneller atmen und hecheln.
- Sinkende Körpertemperatur: Die Körpertemperatur der Hündin sinkt in der Regel um etwa einen Grad Celsius in den 36 Stunden vor der Geburt. Sie können die Körpertemperatur Ihrer Hündin mit einem digitalen Thermometer messen.
In welchem Abstand kommen die Welpen
Die Zeit zwischen den Geburten der einzelnen Welpen kann stark variieren. In der Regel werden die Welpen im Abstand von 30 Minuten bis 2 Stunden geboren. Es ist aber auch möglich, dass mehrere Welpen innerhalb kurzer Zeit geboren werden.
Komplikationen bei der Geburt
Obwohl die meisten Hundegeburten ohne Komplikationen verlaufen, können manchmal Probleme auftreten. Einige häufige Komplikationen bei der Geburt sind:
- Wehenstarke: Wenn die Hündin zu starke Wehen hat, kann dies dazu führen, dass der Welpe zu schnell geboren wird. Dies kann zu Verletzungen des Welpen führen.
- Wehenarmut: Wenn die Hündin zu schwache Wehen hat, kann dies dazu führen, dass der Welpe nicht geboren werden kann. Dies kann zu Sauerstoffmangel beim Welpen führen.
- Steckengebliebener Welpe: Wenn der Welpe zu groß ist oder falsch liegt, kann er stecken bleiben. Dies kann zu Verletzungen des Welpen oder der Hündin führen.
- Nachgeburtsverhaltung: Wenn die Hündin die Nachgeburt nicht ausstößt, kann dies zu einer Infektion führen.
Was tun bei Komplikationen?
Wenn Sie vermuten, dass bei der Geburt Ihrer Hündin Komplikationen auftreten, sollten Sie sofort einen Tierarzt kontaktieren. Es ist wichtig, dass Sie die Notrufnummer Ihres Tierarztes griffbereit haben. Der Tierarzt sollte immer über den erwarteten Termin für die Geburt informiert sein, damit er schnell vor Ort sein kann. Für den Transport der Hündin in die Tierarztpraxis sollte ein Auto zur Verfügung stehen.
Wie kann ich die Geburt meiner Hündin vorbereiten?
Um die Geburt Ihrer Hündin so reibungslos wie möglich zu gestalten, sollten Sie Folgendes tun:
- Wählen Sie eine sichere und komfortable Wurfkiste für Ihre Hündin. Die Wurfkiste sollte groß genug sein, damit die Hündin sich bequem bewegen kann und die Welpen genügend Platz zum Schlafen und Saugen haben.
- Stellen Sie sicher, dass Sie alle notwendigen Hilfsmittel haben. Dazu gehören Handtücher, eine Wärmeflasche, eine Schere, Jodlösung und eine Wurfkiste.
- Informieren Sie Ihren Tierarzt über den erwarteten Termin für die Geburt. So kann der Tierarzt schnell vor Ort sein, falls Komplikationen auftreten.
- Stellen Sie sicher, dass Sie ein Auto zur Verfügung haben, um Ihre Hündin im Notfall zum Tierarzt zu transportieren.
Was ist, wenn meine Hündin zu lange weht?
Wenn Ihre Hündin länger als 18 Stunden weht, ohne dass ein Welpe geboren wird, sollten Sie sofort einen Tierarzt kontaktieren. Es könnte sein, dass die Hündin Hilfe benötigt, um die Welpen zu gebären.
Wie kann ich die Welpen nach der Geburt versorgen?
Nachdem die Welpen geboren sind, sollten Sie Folgendes tun:
- Trocknen Sie die Welpen mit einem warmen Handtuch.
- Stellen Sie sicher, dass die Welpen an der Zitze der Mutterhündin saugen.
- Überprüfen Sie, ob alle Welpen atmen und gesund aussehen.
- Überwachen Sie die Mutterhündin und die Welpen in den nächsten Tagen.
Was ist, wenn meine Hündin die Nachgeburten nicht frisst?
Wenn die Hündin die Nachgeburten nicht frisst, sollten Sie sie entfernen. Dies kann helfen, Infektionen zu verhindern.
Zusammenfassung
Die Geburt eines Welpenwurfs ist ein natürlicher Prozess, der jedoch einige Herausforderungen mit sich bringen kann. Als Hundehalter ist es wichtig, sich über die normale Dauer einer Hundegeburt zu informieren und die Anzeichen einer normalen und einer komplizierten Geburt zu erkennen. Wenn Sie vermuten, dass bei der Geburt Ihrer Hündin Komplikationen auftreten, sollten Sie sofort einen Tierarzt kontaktieren. Mit der richtigen Vorbereitung und Unterstützung können Sie dazu beitragen, dass die Geburt Ihrer Hündin so sicher und reibungslos wie möglich verläuft.
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