„Geburt der Drachenfrau“ ist die 2Folge der erfolgreichen deutschen Fernsehfilmreihe „Der Usedom-Krimi“, die im November 2023 im Ersten ausgestrahlt wurde. Der Film, produziert von der Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft mbH im Auftrag von ARD Degeto und dem NDR, erzählt eine fesselnde Geschichte, die Themen wie Rache, Flucht und Tod auf dramatische Weise miteinander verwebt.
Handlung: Rache, Flucht und ein tragischer Tod
Der Film beginnt mit einer Gruppe von Flüchtlingen aus Afghanistan und Syrien, die von einer Schleusergruppe in einem Kleintransporter Richtung Westen gefahren werden. Ein Kind in der Gruppe klagt über starke Bauchschmerzen, doch die Reise wird ungeachtet dessen fortgesetzt. Am nächsten Morgen ist das Mädchen tot. Die junge Lara Scherer findet das Kind und seinen Vater auf der Landstraße und alarmiert die Polizei.
Kommissar Rainer Witt nimmt die Ermittlungen auf, doch der Vater, Ahmad Bashmani, schweigt über die Todesumstände und die Schlepper. Das Kind ist an einer Blutvergiftung gestorben, rechtzeitige ärztliche Hilfe hätte es retten können.
Lara, die bei einem Fotoshooting auf einem Schießstand eine Luger Parabellum an sich genommen hat, sinnt auf Rache an Ivo Klose. Klose hatte vor Jahren Laras Hund verstümmelt, was bei ihr tiefe Narben hinterlassen hat. Gleichzeitig hegt sie Gefühle für Fabienne Leppin, Kloses junge Komplizin, der Laras Narben egal sind.
Klose, der sich den Magen verdorben hat, befindet sich in seinem Unterschlupf im Wald. Als Lara ihn schließlich findet, ihn mit gezogener Waffe zur Rede stellt und er vor ihr davon robbt, fällt er in eine seiner Fallgruben und stirbt. Er hatte sich durch den Verzehr eines Dachses mit Milzbrand infiziert.
Lara erzählt Karin, dass sie die Waffe bei einem gewissen Kuchar entwendet hat und dass dieser einen Transporter gefahren hat, den Lara gesehen hat, bevor sie Bashmani und das tote Kind fand. Karin fährt zu Kuchars Boot und verfolgt diesen, als er mit einem Motorrad davonfährt. Sie beobachtet, wie Kuchar am Hafen von zwei anderen Männern Geld für seine Schleppertätigkeit erhält. Als er sich umdreht, wird er von hinten erschossen und in einen Kühltransporter geschleift. Karin kann die Männer in dem Kühltransporter einsperren und fährt davon. Sie versucht noch, die Polizei zu informieren, kommt aber von der Straße ab und überschlägt sich mehrfach in ihrem Wagen.
Die Bedeutung des Titels
Der Titel des Films „Geburt der Drachenfrau“ bezieht sich auf die Tätowierung, die sich Lara in Vorbereitung ihres Rachefeldzugs großflächig auf den Rücken stechen lässt. Die Drachenfrau symbolisiert Laras Entschlossenheit, ihre Rache zu vollziehen, und ihre Bereitschaft, sich für ihre Vergangenheit zu rächen. Die Tätowierung ist ein Ausdruck ihres inneren Kampfes und ihrer Transformation.
Drehorte und Produktionsdetails
„Geburt der Drachenfrau“ wurde vom 20. November 2022 bis zum 2März 2023 an verschiedenen Orten gedreht, darunter die Ostseeinsel Usedom, Brandenburg und Berlin. Die malerische Kulisse der Insel Usedom, mit ihren Stränden, Wäldern und kleinen Dörfern, bildet den perfekten Hintergrund für die düstere Geschichte des Films.
Kritik und Rezeption
„Geburt der Drachenfrau“ wurde von Kritikern unterschiedlich bewertet. Tilmann P. Gangloff bewertete die Trilogie „Friedhof der Welpen / Geburt der Drachenfrau / Schlepper“ mit vier von sechs Sternen. Oliver Armknecht hingegen bewertete den Film in seiner Besprechung auf film-rezensionen.de als eher enttäuschend und gab ihm insgesamt 3 von 10 Punkten. Die Redaktion der TV Spielfilm hingegen gibt dem Film einen Daumen nach oben und schreibt: „Packend, emotional, komplex, mit aktuellen Bezügen.“ Es handele sich hierbei um eine Mischung aus Rachegeschichte und Flüchtlingsdrama anstelle eines handfesten Krimis, die mitten ins Herz träfe.
Die Erstausstrahlung des Films am 1November 2023 verfolgten in Deutschland insgesamt 5,18 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 19,6 Prozent für Das Erste entsprach. Diese Zahlen zeigen, dass der Film bei einem breiten Publikum Anklang gefunden hat.
Häufig gestellte Fragen
Wo wurde Geburt der Drachenfrau gedreht?
„Geburt der Drachenfrau“ wurde auf der Ostseeinsel Usedom, in Brandenburg und Berlin gedreht.
Was ist mit Ellen Norgaards Sohn passiert?
Ellen Norgaards Sohn Jesper wird aus der Obhut seiner Tagesmutter entführt. Kommissar Rainer Witt und Ex-Staatsanwältin Karin Lossow setzen alles in Bewegung, um das Kind zu finden. Die Entführerin ist Patrizia, Ellens Mutter, die vor mehr als 30 Jahren spurlos verschwand. Karin und Patrizia waren in Jugendjahren enge Freundinnen. Im Zuge der Ermittlungen wird klar, dass Ellens Mutter erst kürzlich in der Psychiatrie war.
Wird der Usedom Krimi 2024 fortgesetzt?
Ja, zwei neue Kapitel der erfolgreichen Serie „Der Usedom-Krimi“ von ARD Degeto und NDR stehen in den Startlöchern. Die Dreharbeiten für die Episoden „Am Scheideweg“ und „Emma“ (beides sind noch Arbeitstitel) fanden bis zum 1April an verschiedenen malerischen Schauplätzen wie Wolgast, Usedom - Swinoujscie (aka Swinemünde), Ahlbeck und Kamminke sowie in und um Berlin statt. Die Drehbücher stammen von Astrid Ströher und Dinah Marte Golch, während Matthias Tiefenbacher in beiden Fällen die Regie führt.
Wann werden die neuen Folgen des Usedom Krimis ausgestrahlt?
Die ARD hat bisher keine exakten Sendetermine bekanntgegeben und sich auf ein etwas vages „im Herbst dieses Jahres“ beschränkt. Die beiden neuen Folgen werden im linearen Programm des Ersten und in der ARD-Mediathek zu sehen sein.
Worum drehen sich die Folgen 23 und 24 des Usedom Krimis?
In Folge 23 beobachtet Karin Lossow einen Mann namens Karol Zielinski, den sie für den Mörder ihrer Tochter Julia hält. Entschlossen zieht sie eine Schrotflinte aus ihrem Rucksack, zielt und betätigt den Abzug. Der Mann stürzt zu Boden. Doch plötzlich steht Zielinski hinter ihr und überrascht sie mit einem unerwarteten Angebot - die Rückkehr ihrer Tochter Julia. Ein Albtraum, der den schmerzlichen Verlust der Ex-Staatsanwältin bis heute unverarbeitet lässt.
Parallel dazu ermittelt Kommissar Rainer Witt, unterstützt von Holm Brendel und Dorit Martens, den Tod eines Unbekannten an der Seebrücke. Ohne äußere Anzeichen von Gewalt und ohne persönliche Dokumente oder Smartphone hinterlässt der Tote auf der Bank Rätsel. Staatsanwältin Katharina Stozek schlägt vor, alle Hotels und Pensionen auf Usedom zu kontaktieren, um die Identität des Mannes zu klären - war er möglicherweise ein Urlaubsgast?
In Folge 24 unterhält sich Karin Lossow mit Gerda Kolping, einer sportlichen Frau, die jeden Morgen in einem Neoprenanzug in die kalten Ostseewellen springt. Zunächst wirkt alles normal, bis Gerda plötzlich Schwierigkeiten hat, sich über Wasser zu halten. Karin setzt den Notruf ab, schafft es jedoch nicht, Gerda aus dem eiskalten Wasser zu ziehen. Die tragische Szene wird von Gerdas 14-jähriger Tochter Emma miterlebt, die aufgrund von Mobbing in der Schule den Schulbus verpasst hat und ihre Mutter eigentlich um eine Fahrt bitten wollte. Stattdessen beobachtet sie am Strand die verzweifelten Versuche der Sanitäter, Gerda zu reanimieren. Leider kommt jede Hilfe für Gerda Kolping zu spät.
Kommissar Rainer Witt, Holm Brendel und Dorit Martens leiten die Ermittlungen im Todesfall Kolping ein, nachdem in Gerdas Auto Drohbriefe gefunden wurden. Markus Kolping, Gerdas Ehemann, wird von der Polizei über den Tod seiner Frau informiert und zeigt Anzeichen von Schock und Kreislaufproblemen. Gerda hatte ihn aufgrund von Long Covid nicht über die Drohbriefe informiert, um ihn zu schonen.
Die Besetzung von „Der Usedom-Krimi“ 2024
In den Hauptrollen der beiden neuen Folgen werden folgende Schauspieler zu sehen sein:
- Katrin Sass als Karin Lossow
- Wiktor Loga als Karol Zielinski
- Till Firit als Kommissar Rainer Witt
- Rainer Sellien als Holm Brendel
- Jana Julia Roth als Dorit Martens
- Milena Dreissig als Staatsanwältin Katharina Stozek
- Blazej Wojcik als Dr. Maurycy Wójcik
- Rikke Lylloff als Ellen Norgaard
- Katharina Spiering als Gerda Kolping
- Cloé Albertine Heinrich als Emma Kolping
- Jan-Peter Kampwirth als Markus Kolping
Neben diesen Hauptdarstellern werden auch einige bekannte Gesichter in Nebenrollen zu sehen sein, darunter:
- Elsa Krieger als Merle
- Katarzyna Maciag als Kobylinska
- Marion Kracht als Patrizia Norgaard
- Peter Schneider als Stefan Thiel
- Nikolay Sidorenko als Adam Gerdes
- Maja Beckmann als Emilia Gerdes-Zielinski
- Bernd Moss als Peter Tenno
- Matti Schmidt-Schaller als Timo Lang
- Anna König als Iris Bach
- Ben Braun als Rupert Bach
„Geburt der Drachenfrau“ ist ein spannender und vielschichtiger Film, der die Zuschauer mit seinen komplexen Charakteren, seiner düsteren Atmosphäre und seinen aktuellen Themen fesselt. Der Film zeigt, wie die Vergangenheit die Gegenwart prägt und wie Rache und Vergebung ineinandergreifen. „Geburt der Drachenfrau“ ist ein Film, der zum Nachdenken anregt und lange im Gedächtnis bleibt.
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