Die Geburt von Welpen ist ein wunderschönes Ereignis, aber auch eine große Herausforderung für die Hündin. Um die Mutter und ihre Welpen gesund und munter durch die ersten Wochen zu bringen, ist eine ausgewogene Ernährung unerlässlich. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über das Futter für Hündin nach der Geburt, von der Wahl des richtigen Futters bis hin zu wichtigen Tipps für die Fütterung.

- Die richtige Ernährung für eine säugende Hündin
- Trocken- oder Feuchtfutter?
- Häufige Fehler bei der Fütterung von säugenden Hündinnen
- Kann ich das Futter für meine säugende Hündin auch selbst zubereiten?
- Hintergrundwissen: Die Trächtigkeit bei der Hündin
- Die Säugezeit: Eine besondere Herausforderung
- Wichtige Tipps für die Fütterung von säugenden Hündinnen:
- Häufig gestellte Fragen
- Wie viel Futter braucht meine säugende Hündin?
- Was kann ich tun, wenn meine Hündin nicht genug Milch produziert?
- Was kann ich tun, wenn meine Hündin an Verstopfung leidet?
- Kann ich meiner Hündin auch Trockenfutter geben, wenn sie säugt?
- Welche Symptome deuten auf eine Milchvergiftung bei der Hündin hin?
Die richtige Ernährung für eine säugende Hündin
Eine säugende Hündin benötigt deutlich mehr Energie und Nährstoffe als eine nicht trächtige Hündin. Sie muss nicht nur ihren eigenen Körper erhalten, sondern auch die Welpen mit Milch versorgen. Daher ist es wichtig, dass sie ein hochwertiges Welpenfutter erhält, das speziell auf die Bedürfnisse von säugenden Hündinnen abgestimmt ist.
Welche Kriterien muss ein Futter für säugende Hündinnen erfüllen?
Ein gutes Hundefutter für säugende Hündinnen sollte folgende Kriterien erfüllen:
- Gut schmecken : Die Hündin muss das Futter gerne fressen, um ausreichend Energie und Nährstoffe aufnehmen zu können.
- Sehr energie- und eiweißreich sein : Die Hündin benötigt viel Energie, um die Milchproduktion zu gewährleisten und ihren eigenen Körper zu erhalten. Eiweiß ist wichtig für den Aufbau und die Reparatur von Geweben.
- Vitaminreich sein : Vitamine sind essentiell für die Gesundheit der Hündin und ihrer Welpen. Sie unterstützen die Milchproduktion, das Immunsystem und das Wachstum der Welpen.
- Hochverdaulich sein : Die Hündin muss die Nährstoffe aus dem Futter optimal aufnehmen können. Ein hochverdauliches Futter ist leichter zu verdauen und sorgt für eine bessere Nährstoffverwertung.
In Zahlen ausgedrückt:
Ein gutes Futter für säugende Hündinnen sollte folgende Nährstoffgehalte aufweisen:
| Nährstoff | Mindestgehalt |
|---|---|
| Rohprotein | > 25% in der Trockensubstanz |
| Tierisches Eiweiß | > 50% des gesamten Eiweißgehalts |
| Kohlenhydrate | > 20% der Energie |
| Fett | > 10% |
| Energiegehalt | > 1,7 MegaJoule je 100 g Trockensubstanz (bzw. 410 kcal/100g TS), bei großen Rassen noch höher |
Die Vitamin- und Mineralstoffgehalte eines hochwertigen Alleinfutters für Welpen reichen in der Regel aus, um auch den Bedarf der säugenden Hündin zu decken. Deshalb sollten Sie einem solchen Futter keine weiteren Vitamin-Mineralstoff-Ergänzungen zugeben!
Trocken- oder Feuchtfutter?
Sowohl Trockenfutter als auch Feuchtfutter können für säugende Hündinnen geeignet sein. Beide Futterarten haben ihre Vor- und Nachteile:
Feuchtfutter:
- Hoher Eiweißgehalt : Feuchtfutter hat in der Regel einen höheren Eiweißgehalt als Trockenfutter.
- Große Mengen erforderlich : Große Hündinnen mit vielen Welpen müssen große Mengen Feuchtfutter aufnehmen, um ihren Energiebedarf zu decken.
- Mögliche Unterversorgung gegen Ende der Trächtigkeit : Feuchtfutter allein kann gegen Ende der Trächtigkeit eventuell nicht ausreichend versorgt sein.
Trockenfutter:
- Konzentrierter : Trockenfutter ist deutlich konzentrierter , sodass bereits vergleichsweise kleine Futtermengen den Bedarf der Hündin decken.
- Flexibilität : Trockenfutter kann ausschließlich gefüttert oder mit Feuchtfutter kombiniert werden.
Letztendlich hängt die Wahl des Futters von den individuellen Bedürfnissen der Hündin und ihrer Welpen ab. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, um das beste Futter für Ihre Hündin zu finden.
Häufige Fehler bei der Fütterung von säugenden Hündinnen
Es gibt einige häufige Fehler, die bei der Fütterung von säugenden Hündinnen gemacht werden. Diese können zu gesundheitlichen Problemen bei der Hündin und ihren Welpen führen:
Überfütterung:
Viele Hündinnen werden in der Trächtigkeit und Säugezeit überfüttert. Dies kann zu Übergewicht führen, was wiederum Geburtskomplikationen und Milchmangel zur Folge haben kann. Achten Sie darauf, dass die Hündin die empfohlene Futtermenge erhält und nicht mehr.
Vitamin- und Mineralstoff-Ergänzungen:
Viele Hundebesitzer geben ihren Hündinnen zusätzlich Vitamin- und Mineralstoff-Ergänzungen, da sie denken, dass der Bedarf in der Trächtigkeit und Säugezeit erhöht ist. Dies ist jedoch nicht immer notwendig. Ein hochwertiges Alleinfutter für Welpen deckt in der Regel den Bedarf der Hündin. Zu viele Ergänzungen können sogar zu gesundheitlichen Problemen führen, z.B. Zu Missbildungen oder einem Kalziummangel.
Ergänzung mit Fleisch, Fisch oder Leber:
Fleisch, Fisch und Leber sind zwar gute Quellen für Eiweiß und Vitamine, aber sie sollten nur in geringen Mengen als Ergänzung zu einem Alleinfutter verwendet werden. Zu viel Fleisch kann zu einem Kalziummangel führen, zu viel Leber zu einer Vitamin-A-Überdosierung und zu viel Lachs zu einer Vitamin-D-Überversorgung.

Futterumstellung zu spät:
Wenn Sie Ihre Hündin ab der Trächtigkeitswoche nicht auf ein Futter umstellen, das den oben genannten Kriterien entspricht, kann es zu einem Mangel an Energie, Eiweiß, Kalzium und Vitaminen kommen.
Verdünnung von Vitaminen und Mineralstoffen:
Wenn Sie einem an sich passenden Alleinfutter zu viel Fleisch oder Ähnliches zugeben, können Sie die Konzentration von Vitaminen und Mineralstoffen im Futter verdünnen. Dies kann zu einem Mangel führen.
Kann ich das Futter für meine säugende Hündin auch selbst zubereiten?
Ja, Sie können das Futter für Ihre säugende Hündin auch selbst zubereiten. Allerdings sollten Sie die Zusammensetzung der Ration von einem Tierarzt berechnen lassen, um eine Über- oder Unterversorgung zu vermeiden. Ihr Tierarzt oder ein Fachtierarzt für Ernährung kann Ihnen verschiedene Rezepte zusammenstellen, nach denen Sie kochen können. Auch trächtige Hündinnen kann man BARFen, doch sollten Sie dabei Hygienestandards einhalten, wie Sie sie auch bei der Sushi-Zubereitung für sich selbst walten lassen würden. Außerdem sollten Sie sich auch dabei an ein Rezept von einem tierärztlichen Ernährungsexperten halten.
Hintergrundwissen: Die Trächtigkeit bei der Hündin
Die Trächtigkeit bei der Hündin dauert etwa 63 Tage. In dieser Zeit entwickeln sich die Welpen von einer befruchteten Eizelle zu geburtsreifen kleinen Vierbeinern. Die Hündin leistet während dieser Zeit eine enorme Leistung, da sie nicht nur ihren eigenen Körper erhalten muss, sondern auch die Welpen mit Nährstoffen versorgen muss.
Erst nach drei Trächtigkeitswochen nisten sich die Embryonen in der Gebärmutter ein und werden dann über die Blutgefäße der Mutter mit versorgt. Erst dann beginnen sie sehr schnell zu wachsen, sodass auch der Ernährungsbedarf der Hündin sich tatsächlich erst in der zweiten Hälfte der Trächtigkeit verändert.
Vorher müssen und sollten Sie an der Fütterung Ihrer trächtigen Hündin überhaupt nichts verändern, sofern Sie bisher ein hochwertiges Hundefutter gefüttert haben und die Hündin nicht untergewichtig ist.
Je nachdem, wie viele Welpen die Hündin erwartet, steigt der Futterbedarf der Hündin auf das 1,3-fache (kleine Würfe unter vier Welpen) oder gar bis auf das zweifache an (sehr große Würfe von 8 - 10 Welpen). Deshalb ist es durchaus sinnvoll, die Hundewelpen im Bauch vom Tierarzt zählen zu lassen.
Bei Einlingsträchtigkeiten kommt es vor allem darauf an, Übergewicht der Hündin und dadurch drohende Geburtskomplikationen zu verhindern, während es bei großen Würfen schwierig sein kann, den Bedarf von Hündin und Welpen zu decken, zumal durch den großen Bauchumfang nur noch kleine Mahlzeiten möglich sind.
Die Säugezeit: Eine besondere Herausforderung
Auch in der Säugezeit vollbringt die Hündin Hochleistungen. Hundemilch enthält etwas doppelt so viel Fett und Eiweiß wie Kuhmilch. Eine 30 kg schwere Hündin mit vielen Welpen kann durchaus drei Liter Milch am Tag produzieren.
Um die Milchproduktion zu gewährleisten, benötigt die Hündin eine hohe Energie- und Nährstoffzufuhr. Sie sollte daher weiterhin ein hochwertiges Welpenfutter erhalten, das speziell auf die Bedürfnisse von säugenden Hündinnen abgestimmt ist.
Wichtige Tipps für die Fütterung von säugenden Hündinnen:
- Füttern Sie die Hündin mehrmals täglich : Teilen Sie die Futtermenge auf zwei bis drei Mahlzeiten auf.
- Achten Sie auf Ruhe beim Fressen : Die Hündin sollte in Ruhe fressen können. Trennen Sie sie kurz von den Welpen, um ihr Ruhe zu ermöglichen.
- Sorgfältige Gewichtskontrolle : Überwachen Sie das Gewicht der Hündin regelmäßig. Bei Übergewicht sollten Sie die Futtermenge reduzieren.
- Stellen Sie immer frisches Wasser bereit : Die Hündin benötigt viel Wasser, um die Milchproduktion zu gewährleisten. Stellen Sie daher immer einen gut gefüllten Wassernapf bereit.
- Reduzieren Sie die Futtermenge, wenn die Welpen Beifutter bekommen : Sobald die Welpen beginnen, Beifutter zu fressen, wird die Hündin weniger Milch produzieren. Reduzieren Sie daher die Futtermenge, um die Milchproduktion zu reduzieren.
- Führen Sie ein Fasten am Tag vor dem Absetzen ein : Am Tag vor dem endgültigen Absetzen (etwa nach 6 - 8 Wochen) sollte die Hündin fasten, damit sie die Milchproduktion einstellt.
- Steigern Sie die Futtermenge nach dem Absetzen langsam wieder an : Am Tag des Absetzens bekommt die Hündin nur 1/4 ihres Erhaltungsbedarfs. Steigern Sie die Futtermenge in den folgenden Tagen langsam wieder bis auf den Erhaltungsbedarf.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Futter braucht meine säugende Hündin?
Der Futterbedarf einer säugenden Hündin hängt von ihrer Größe, dem Wurfgröße und dem Alter der Welpen ab. Als Faustregel gilt: Jeder Welpe erhöht den Energiebedarf der Hündin um 1/4 gegenüber dem Erhaltungsbedarf. Bei Würfen mit weniger als vier zu säugenden Welpen sollten Sie das Futter restriktiv zuteilen. Bei größeren Würfen und großen Hündinnen können Sie auch ad libitum füttern, das heißt die Hündin darf so viel fressen wie sie möchte. Sie braucht etwa das 3-fache ihres Erhaltungsbedarfs (bei mehr als 6 Welpen gar das 4-fache). Allerdings sollten Sie bei Ad-libitum-Fütterung das Gewicht gut überwachen!
Was kann ich tun, wenn meine Hündin nicht genug Milch produziert?
Wenn Ihre Hündin nicht genug Milch produziert, können Sie versuchen, ihre Ernährung anzupassen. Füttern Sie ihr ein hochwertiges Welpenfutter, das speziell auf die Bedürfnisse von säugenden Hündinnen abgestimmt ist. Achten Sie darauf, dass sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Wenn die Milchproduktion weiterhin unzureichend ist, sollten Sie einen Tierarzt konsultieren.
Was kann ich tun, wenn meine Hündin an Verstopfung leidet?
Verstopfung kann bei trächtigen oder säugenden Hündinnen vorkommen. Sie können dies durch das Beimischen von Ballaststoffen (z.B. Almapharm astoral Petlax) häufig beheben. Wenn die Verstopfung nicht besser wird, sollten Sie einen Tierarzt konsultieren.
Kann ich meiner Hündin auch Trockenfutter geben, wenn sie säugt?
Ja, Sie können Ihrer Hündin auch Trockenfutter geben, wenn sie säugt. Achten Sie jedoch darauf, dass das Trockenfutter die oben genannten Kriterien erfüllt und die Hündin ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt.
Welche Symptome deuten auf eine Milchvergiftung bei der Hündin hin?
Eine Milchvergiftung (Eklampsie) ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die bei säugenden Hündinnen auftreten kann. Die Symptome sind: Unruhe, Zittern, Muskelschwäche, Krampfanfälle, Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit. Wenn Sie diese Symptome bei Ihrer Hündin beobachten, sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen.
Die Ernährung einer säugenden Hündin ist von großer Bedeutung für die Gesundheit der Mutter und ihrer Welpen. Achten Sie daher auf eine ausgewogene Ernährung und sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, um das beste Futter für Ihre Hündin zu finden.
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