Feindiagnostik schwangerschaft: kosten & übernahme

Die Schwangerschaft ist eine aufregende und gleichzeitig herausfordernde Zeit. Neben der Freude auf das kommende Kind, tauchen auch viele Fragen und Sorgen auf. Eine davon ist die Frage nach der Feindiagnostik und den damit verbundenen Kosten. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über die Feindiagnostik, ihre Kosten und die Möglichkeiten der Kostenübernahme wissen müssen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Feindiagnostik?

Die Feindiagnostik, auch Fehlbildungsdiagnostik genannt, ist eine spezielle Ultraschalluntersuchung, die während der Schwangerschaft durchgeführt wird. Im Gegensatz zum normalen Ultraschall, der eher einen groben Überblick über die Entwicklung des Fötus gibt, konzentriert sich die Feindiagnostik auf die detaillierte Untersuchung aller wichtigen Organe und Körperstrukturen des Kindes. So können mögliche Fehlbildungen frühzeitig erkannt und gegebenenfalls behandelt werden.

Welche Organe werden bei der Feindiagnostik untersucht?

Bei der Feindiagnostik werden alle wichtigen Organe des Fötus untersucht, darunter:

  • Gehirn
  • Herz
  • Wirbelsäule
  • Extremitäten
  • Bauch
  • Magen-Darm-Trakt
  • Nieren
  • Harnblase

Zusätzlich wird die Plazenta und die Menge des Fruchtwassers begutachtet.

Wann wird die Feindiagnostik durchgeführt?

Der optimale Zeitpunkt für die Feindiagnostik liegt zwischen der 20+0 bis 22+6 SSW. In diesem Zeitraum sind die meisten Organe des Fötus ausreichend entwickelt und gut im Ultraschall sichtbar. Die Untersuchung kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden, wenn es medizinische Gründe dafür gibt.

Welche Kosten entstehen bei der Feindiagnostik?

Die Kosten für die Feindiagnostik variieren je nach Arzt und Praxis. Im Durchschnitt müssen Sie mit Kosten zwischen 200 und 400 Euro rechnen. In einigen Fällen können die Kosten auch höher sein, beispielsweise wenn zusätzliche Untersuchungen wie eine fetale Echokardiographie oder eine Dopplersonographie notwendig sind.

Wer übernimmt die Kosten für die Feindiagnostik?

Die Kostenübernahme für die Feindiagnostik ist abhängig von den individuellen Umständen. In einigen Fällen werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen, in anderen Fällen müssen Sie die Kosten selbst tragen.

feindiagnostik schwangerschaft kosten - In welcher SSW geht man zur Feindiagnostik

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Feindiagnostik in der Regel, wenn bestimmte Indikationen vorliegen. Diese Indikationen können sein:

  • Erhöhtes Risiko für Fehlbildungen aufgrund von familiärer Vorbelastung, Alter der Mutter, bestimmten Medikamenten oder Erkrankungen.
  • Auffällige Ergebnisse bei der normalen Ultraschalluntersuchung, die weitere Abklärung erfordern.
  • Vorliegen von bestimmten Risikofaktoren, die das Risiko für Fehlbildungen erhöhen, wie z.B. Diabetes mellitus oder Bluthochdruck.

Es ist wichtig, sich vor der Untersuchung bei Ihrer Krankenkasse zu erkundigen, ob die Kosten für die Feindiagnostik in Ihrem Fall übernommen werden.

Kostenübernahme durch die private Krankenversicherung

Private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten für die Feindiagnostik, wenn sie im Leistungskatalog der Versicherung enthalten sind. Es ist wichtig, die Versicherungsbedingungen genau zu lesen, um sich über die Leistungen Ihrer Versicherung zu informieren.

feindiagnostik schwangerschaft kosten - Wann bekommt man Feindiagnostik bezahlt

Selbstzahlung der Kosten

Wenn keine der oben genannten Indikationen vorliegt, müssen Sie die Kosten für die Feindiagnostik selbst tragen.

Häufig gestellte Fragen zur Feindiagnostik

Muss ich die Feindiagnostik machen lassen?

Die Entscheidung, ob Sie die Feindiagnostik machen lassen möchten, ist eine persönliche Entscheidung. Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung zur Durchführung der Untersuchung. Es ist wichtig, sich mit Ihrem Arzt zu besprechen und die Vor- und Nachteile der Untersuchung abzuwägen.

Was passiert, wenn bei der Feindiagnostik eine Fehlbildung festgestellt wird?

Wenn bei der Feindiagnostik eine Fehlbildung festgestellt wird, wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Möglichkeiten Sie haben. Je nach Art der Fehlbildung kann eine Behandlung während der Schwangerschaft, nach der Geburt oder eine Kombination aus beidem möglich sein. In einigen Fällen kann es auch notwendig sein, die Schwangerschaft zu beenden.

Kann die Feindiagnostik die Schwangerschaft gefährden?

Die Feindiagnostik ist eine sichere Untersuchung, die das Risiko für die Schwangerschaft nicht erhöht. Die Untersuchung wird mit einem speziellen Ultraschallgerät durchgeführt, das keine schädlichen Strahlen aussendet.

Gibt es Alternativen zur Feindiagnostik?

Es gibt einige Alternativen zur Feindiagnostik, die weniger invasiv sind. Dazu gehören der NIPT (Nicht-invasiver Pränataler Test) und die Chorionzottenbiopsie. Der NIPT ist ein Bluttest, der das Risiko für bestimmte Chromosomenstörungen feststellen kann. Die Chorionzottenbiopsie ist eine Gewebeentnahme aus der Plazenta, die ebenfalls Informationen über die Chromosomen des Kindes liefern kann.

Fazit

Die Feindiagnostik ist eine wichtige Untersuchung, die Ihnen helfen kann, mögliche Fehlbildungen bei Ihrem Kind frühzeitig zu erkennen. Die Kosten für die Untersuchung können jedoch hoch sein. Es ist wichtig, sich vor der Untersuchung über die Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse zu informieren und die Vor- und Nachteile der Untersuchung mit Ihrem Arzt zu besprechen.

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