Erste impfung baby: wann & welche? infos für eltern

Die Geburt eines Kindes ist ein wunderschönes und aufregendes Ereignis. Doch neben der Freude über den neuen Erdenbürger kommen auch viele Fragen und Herausforderungen auf junge Eltern zu. Eine davon betrifft die erste Impfung des Babys. Viele Eltern fragen sich, wann die erste Impfung nach der Geburt erfolgt und welche Impfungen für ihr Neugeborenes notwendig sind. In diesem Artikel wollen wir Ihnen alle wichtigen Informationen rund um die erste Impfung nach der Geburt liefern.

Inhaltsverzeichnis

Warum werden Säuglinge direkt nach der Geburt geimpft?

Impfungen sind ein wichtiger Schutz für Kinder vor schweren Krankheiten. Sie helfen dem Immunsystem, sich gegen gefährliche Krankheitserreger zu wehren und Infektionen zu verhindern. Die erste Impfung nach der Geburt ist besonders wichtig, da Säuglinge in den ersten Lebensmonaten besonders anfällig für Infektionen sind.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt eine Impfung gegen Hepatitis B direkt nach der Geburt. Diese Impfung wird in Deutschland seit 1995 von der STIKO (Ständige Impfkommission) allen Säuglingen empfohlen. Obwohl das Risiko für Säuglinge ohne familiäre Vorbelastung mit Hepatitis B relativ gering ist, ist die Impfung dennoch wichtig, da eine Hepatitis-B-Infektion im Säuglingsalter zu einer chronischen Verlaufsform führen kann. Bei Erwachsenen liegt die Wahrscheinlichkeit einer chronischen Hepatitis B bei 10%, bei Säuglingen und Kleinkindern hingegen bei bis zu 90%.

Die Impfung gegen Hepatitis B ist sehr sicher und effektiv. Sie schützt das Kind vor einer Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus, das schwere Leberschäden verursachen kann.

Wann werden Neugeborene das erste Mal geimpft?

Der Impfplan für Säuglinge und Kinder ist im Impfkalender der STIKO festgelegt. Dieser Impfkalender wird jährlich auf seine Aktualität und Richtigkeit überprüft und gegebenenfalls angepasst. Die STIKO empfiehlt folgende Impfungen für Säuglinge und Kleinkinder:

Sechste Lebenswoche:

  • Rotavirus-Impfung : Die erste Impfung gegen Rotavirus erfolgt in der sechsten Lebenswoche oral. Diese Impfung schützt vor einer Infektion mit dem Rotavirus, das schwere Durchfallerkrankungen verursachen kann.

Zweiter Monat:

  • Kombinationsimpfung : Im zweiten Lebensmonat erhalten Säuglinge die erste Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typ B, Hepatitis B, Kinderlähmung (Polio) und Pneumokokken. Diese Impfung wird in der Regel in den Oberschenkelmuskel injiziert.
  • Meningokokken B-Impfung : Die STIKO empfiehlt ab dem zweiten Lebensmonat eine Impfung gegen Meningokokken B (MenB). Diese Impfung schützt vor einer Infektion mit dem Meningokokken-B-Bakterium, das schwere Meningitis (Hirnhautentzündung) verursachen kann.

Erster Geburtstag:

  • Kombinationsimpfung : Ab dem ersten Geburtstag folgt eine weitere Kombinationsimpfung gegen Meningokokken C, Windpocken, Masern, Mumps und Röteln. Diese Impfung wird ebenfalls in den Oberschenkelmuskel injiziert.

Im Alter von 14 Monaten sollte ein Kind die sogenannte Grundimmunisierung erreicht haben. Diese umfasst alle wichtigen Impfungen, die im Säuglings- und Kleinkindalter empfohlen werden.

Impfungen in der Stillzeit: Was ist zu beachten?

Viele Mütter fragen sich, ob sie sich während der Stillzeit impfen lassen können. Die STIKO empfiehlt Stillenden, alle von ihr empfohlenen Impfungen zu erhalten. Die gängigen Impfstoffe sind laut Studien für Stillende und ihre Babys verträglich.

Stillende Mütter sollten sich insbesondere gegen Keuchhusten impfen lassen, da diese Krankheit für Säuglinge lebensbedrohlich sein kann. Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen Keuchhusten sogar bereits während der Schwangerschaft, zu Beginn des dritten Schwangerschaftsdrittels. Bei einem erhöhten Risiko für eine Frühgeburt wird die Impfung ins zweite Schwangerschaftsdrittel vorgezogen (ab dem vierten Monat).

Die Impfung der Mutter schützt nicht nur sie selbst vor einer Keuchhusteninfektion, sondern auch ihr Baby. Denn durch die Impfung werden Antikörper gebildet, die über die Muttermilch an das Baby weitergegeben werden und es so vor einer Keuchhusteninfektion schützen können.

Erste Impfung nach der Geburt

Kann in der Schwangerschaft und Stillzeit geimpft werden?

Ja, die meisten Impfungen sind in der Schwangerschaft und Stillzeit möglich und sogar empfehlenswert. Die STIKO empfiehlt bestimmte Impfungen sogar ausdrücklich während der Schwangerschaft, da diese den Säugling im ersten Lebensjahr vor Infektionen schützen können. Die Impfung während der Schwangerschaft ist eine allgemeine Kassenleistung.

Welche Impfungen sind in der Schwangerschaft und Stillzeit möglich?

Die STIKO empfiehlt in der Schwangerschaft Impfungen gegen Keuchhusten, Tetanus, Diphtherie, Hepatitis B, Polio, Haemophilus influenzae Typ b und Pneumokokken. Auch die Grippeimpfung ist in der Schwangerschaft empfehlenswert. Stillende Mütter können alle von der STIKO empfohlenen Impfungen erhalten, einschließlich der Impfung gegen das Coronavirus.

Welche Impfungen sind in der Stillzeit nicht empfehlenswert?

Stillende Frauen sollten sich nicht gegen Gelbfieber impfen lassen. In seltenen Fällen kann es bei gestillten Säuglingen zu einer Meningoenzephalitis (Gehirn- und Hirnhautentzündung) kommen, nachdem ihre Mütter gegen Gelbfieber geimpft wurden. Die Gelbfieberimpfung ist nur bei Reisen ins tropische Afrika südlich der Sahara oder nach Mittel- und Südamerika notwendig.

Warum wird das Kind nach der Geburt geimpft, wenn es Muttermilch bekommt?

Die Muttermilch liefert zwar wichtige Antikörper und Immunzellen an das Kind, diese schützen jedoch nicht vor allen impfpräventablen Erkrankungen. Der Nestschutz, den das Kind durch die Muttermilch erhält, hält nur einige Monate an. Deshalb ist es wichtig, dass das Kind zeitgerecht geimpft wird, um es vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen.

Was sind die möglichen Nebenwirkungen einer Impfung?

Die meisten Impfungen sind sehr sicher und haben nur wenige Nebenwirkungen. Häufig auftretende Nebenwirkungen sind Rötung, Schwellung und Schmerzen an der Einstichstelle. Diese Nebenwirkungen sind in der Regel leicht und verschwinden innerhalb weniger Tage. In seltenen Fällen können schwerere Nebenwirkungen auftreten, wie Fieber, Kopfschmerzen oder Durchfall. Diese Nebenwirkungen sind jedoch selten und in der Regel harmlos.

Was passiert, wenn ich die Impfung verpasse?

Wenn Sie die Impfung verpassen, können Sie diese jederzeit nachholen. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin, um einen Termin für die Nachholung der Impfung zu vereinbaren.

Wo kann ich mich über Impfungen informieren?

Sie können sich über Impfungen bei Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin, bei der STIKO oder auf der Website des Robert-Koch-Instituts informieren.

erste impfung nach der geburt - Wann nach Geburt impfen

Die Impfung ist ein wichtiger Schutz für Ihr Kind. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin über den Impfplan für Ihr Kind und lassen Sie Ihr Kind zeitgerecht impfen.

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