Die Schwangerschaft ist eine wunderschöne und aufregende Zeit im Leben einer Frau, aber sie kann auch mit Komplikationen verbunden sein. Eine davon ist die EPH-Gestose, eine Erkrankung, die nur während der Schwangerschaft auftritt. EPH steht für die drei charakteristischen Symptome: Ödeme (Wasseransammlungen im Gewebe), Eiweiß im Urin (Proteinurie) und Bluthochdruck (Hypertonie). Früher wurde die EPH-Gestose als schwangerschaftsvergiftung bezeichnet, aber dieser Begriff ist heute nicht mehr gebräuchlich, da er irreführend ist und die Erkrankung nicht korrekt beschreibt.
Obwohl die EPH-Gestose relativ selten ist, kann sie sowohl für die Mutter als auch für das ungeborene Kind gefährlich sein. Daher ist es wichtig, die Symptome zu kennen und bei Verdacht umgehend einen Arzt aufzusuchen. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über die EPH-Gestose: Was sind die Ursachen? Welche Symptome treten auf? Wie wird die Erkrankung behandelt? Und was sind die Risiken für Mutter und Kind?
Was ist EPH-Gestose?
Die EPH-Gestose ist eine Erkrankung, die nur während der Schwangerschaft auftritt und durch eine Kombination von Symptomen gekennzeichnet ist. Diese Symptome sind:
- Ödeme (Wasseransammlungen im Gewebe): Ödeme können an den Händen, Füßen und im Gesicht auftreten. Sie entstehen durch eine übermäßige Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe.
- Proteinurie (Eiweiß im Urin): Die Nieren filtern normalerweise Abfallprodukte aus dem Blut und scheiden sie im Urin aus. Bei einer EPH-Gestose können die Nieren jedoch nicht mehr richtig funktionieren und Eiweiß ins Urin abgeben.
- Hypertonie (Bluthochdruck): Bluthochdruck ist ein weiterer wichtiger Faktor bei der EPH-Gestose. Er tritt in der Regel erst in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft auf.
Diese drei Symptome - Ödeme, Proteinurie und Hypertonie - sind die charakteristischen Merkmale der EPH-Gestose. Sie können einzeln oder in Kombination auftreten. In manchen Fällen können auch weitere Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Übelkeit und Erbrechen hinzukommen.
Ursachen der EPH-Gestose
Die genauen Ursachen der EPH-Gestose sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass eine Kombination aus Faktoren zu ihrer Entstehung beiträgt, darunter:
- Genetische Veranlagung: Frauen mit einer Familiengeschichte von EPH-Gestose haben ein höheres Risiko, selbst daran zu erkranken.
- Erstes Kind: Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, haben ein erhöhtes Risiko für EPH-Gestose.
- Mehrlingsschwangerschaft: Frauen, die Zwillinge oder Drillinge erwarten, haben ein höheres Risiko für EPH-Gestose.
- Chronische Erkrankungen: Frauen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Autoimmunerkrankungen haben ein höheres Risiko für EPH-Gestose.
- Schwangerschaft nach 35 Jahren: Frauen, die nach ihrem 3Lebensjahr schwanger werden, haben ein höheres Risiko für EPH-Gestose.
- Schwangerschaft mit einer Fehlbildung des Kindes: Eine Schwangerschaft mit einer Fehlbildung des Kindes kann das Risiko für EPH-Gestose erhöhen.
Symptome der EPH-Gestose
Die Symptome der EPH-Gestose können sehr unterschiedlich sein und von Frau zu Frau variieren. Einige Frauen haben nur leichte Symptome, während andere schwer erkranken. Die häufigsten Symptome sind:
- Ödeme: Wasseransammlungen an den Händen, Füßen, im Gesicht oder im Körper.
- Proteinurie: Eiweiß im Urin.
- Hypertonie: Bluthochdruck.
- Kopfschmerzen: Starke, anhaltende Kopfschmerzen, die schwer zu behandeln sind.
- Schwindel: Häufiges Gefühl des Schwindels.
- Sehstörungen: verschwommenes Sehen, Lichtempfindlichkeit, Flimmern vor den Augen.
- Übelkeit und Erbrechen: Häufiges und starkes Erbrechen, das zu Gewichtsverlust führen kann.
- Oberbauchschmerzen: Schmerzen im Oberbauch, die auf eine Leberfunktionsstörung hindeuten können.
Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bemerken, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können das Risiko für Komplikationen für Mutter und Kind verringern.
Diagnose der EPH-Gestose
Die Diagnose der EPH-Gestose erfolgt durch eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung und Laboruntersuchungen. Der Arzt wird Sie nach Ihren Beschwerden fragen und Ihren Blutdruck messen. Außerdem wird er eine Urinprobe entnehmen, um den Eiweißgehalt zu bestimmen. Weitere Untersuchungen, die zur Diagnose der EPH-Gestose eingesetzt werden können, sind:
- Blutuntersuchungen: Um den Gehalt an Leberwerten, Nierenwerten und anderen wichtigen Blutbestandteilen zu bestimmen.
- Ultraschalluntersuchung: Um die Entwicklung des Kindes und die Plazenta zu beurteilen.
- Doppler-Ultraschall: Um den Blutfluss in der Plazenta und im Kind zu messen.
Behandlung der EPH-Gestose
Die Behandlung der EPH-Gestose richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und den individuellen Bedürfnissen der Patientin. In der Regel wird die Behandlung in einem Krankenhaus durchgeführt. Die wichtigsten Ziele der Behandlung sind:
- Kontrolle des Bluthochdrucks: Medikamente zur Senkung des Blutdrucks.
- Reduktion der Proteinurie: Medikamente zur Verbesserung der Nierenfunktion.
- Überwachung des Kindes: Regelmäßige Ultraschalluntersuchungen und Doppler-Ultraschall, um die Entwicklung des Kindes und den Blutfluss in der Plazenta zu beobachten.
- Frühzeitige Entbindung: Wenn die EPH-Gestose schwerwiegend ist oder sich das Kind nicht gut entwickelt, wird die Geburt eingeleitet.
Risiken für Mutter und Kind
Eine unbehandelte EPH-Gestose kann sowohl für die Mutter als auch für das Kind lebensbedrohlich sein. Die Risiken für die Mutter sind:

- Eklampsie: Krampfanfälle, die durch die EPH-Gestose ausgelöst werden.
- Organversagen: Nierenversagen, Leberversagen, Lungenversagen.
- Störungen der Blutgerinnung: Erhöhtes Risiko für Blutungen.
- Geburt vor der 3Schwangerschaftswoche: Frühgeburt.
- Totgeburt: Tod des Kindes im Mutterleib.
Die Risiken für das Kind sind:
- Frühgeburt: Geburt vor der 3Schwangerschaftswoche.
- Niedriges Geburtsgewicht: Das Kind wird mit einem Gewicht unter 2,5 kg geboren.
- Entwicklungsverzögerungen: Das Kind hat Entwicklungsprobleme.
- Tod des Kindes im Mutterleib: Totgeburt.
Was ist der Unterschied zwischen EPH-Gestose und Präeklampsie?
Die EPH-Gestose ist eine Form der Präeklampsie. Präeklampsie ist ein breiterer Begriff, der alle Schwangerschaftskomplikationen umfasst, die mit Bluthochdruck und Proteinurie einhergehen. EPH-Gestose ist ein spezifischerer Begriff, der sich auf die drei Hauptmerkmale der Erkrankung bezieht: Ödeme, Proteinurie und Hypertonie.
Kann ich etwas tun, um das Risiko für EPH-Gestose zu senken?
Es gibt einige Dinge, die Sie tun können, um das Risiko für EPH-Gestose zu senken. Dazu gehören:
- Gesunde Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.
- Regelmäßige Bewegung: Bewegen Sie sich regelmäßig, aber übertreiben Sie es nicht.
- Kontrolle des Gewichts: Wenn Sie übergewichtig oder fettleibig sind, versuchen Sie, Gewicht zu verlieren, bevor Sie schwanger werden.
- Rauchen und Alkohol vermeiden: Rauchen und Alkoholkonsum erhöhen das Risiko für EPH-Gestose.
- Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen: Gehen Sie regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen, um Ihren Blutdruck und Ihren Urin untersuchen zu lassen.
Was passiert, wenn ich während der Schwangerschaft Symptome der EPH-Gestose habe?
Wenn Sie während der Schwangerschaft Symptome der EPH-Gestose haben, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können das Risiko für Komplikationen für Mutter und Kind verringern.
Kann ich nach einer EPH-Gestose wieder schwanger werden?
Ja, Sie können nach einer EPH-Gestose wieder schwanger werden. Es ist jedoch wichtig, mit Ihrem Arzt zu besprechen, wie Sie das Risiko für eine erneute Erkrankung in einer späteren Schwangerschaft minimieren können.
Zusammenfassung
Die EPH-Gestose ist eine schwerwiegende Erkrankung, die nur während der Schwangerschaft auftritt. Sie kann sowohl für die Mutter als auch für das Kind lebensbedrohlich sein. Daher ist es wichtig, die Symptome zu kennen und bei Verdacht umgehend einen Arzt aufzusuchen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können das Risiko für Komplikationen verringern.
Obwohl die genauen Ursachen der EPH-Gestose noch nicht vollständig geklärt sind, gibt es einige Faktoren, die das Risiko für die Erkrankung erhöhen. Dazu gehören eine genetische Veranlagung, eine Mehrlingsschwangerschaft, chronische Erkrankungen und ein hohes Alter bei der Schwangerschaft. Es gibt auch einige Dinge, die Sie tun können, um das Risiko für EPH-Gestose zu senken, z. B. Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und die Vermeidung von Rauchen und Alkohol.
Wenn Sie während der Schwangerschaft Symptome der EPH-Gestose haben, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können das Risiko für Komplikationen für Mutter und Kind verringern.
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