Diphtherie ist eine schwere, ansteckende Krankheit, die durch das BakteriumCorynebacterium diphtheriaeVerursacht wird. Die Krankheit ist durch eine dicke, graue Membran gekennzeichnet, die sich in der Nase, im Rachen, in den Mandeln oder im Kehlkopf bildet. Diese Membran kann die Atmung erschweren und sogar zum Tod führen.
Die gute Nachricht ist, dass es eine Impfung gegen Diphtherie gibt, die sehr wirksam ist. Die Impfung ist in Deutschland seit 1960 flächendeckend verfügbar und hat dazu beigetragen, die Zahl der Diphtheriefälle drastisch zu senken. Dennoch ist es wichtig, die Symptome der Diphtherie zu kennen, um im Falle einer Infektion schnellstmöglich medizinische Hilfe zu erhalten.
Symptome der Diphtherie
Die Symptome der Diphtherie treten in der Regel innerhalb von 2 bis 5 Tagen nach der Infektion auf. Die häufigsten Symptome sind:

- Halsschmerzen
- Fieber
- Schwierigkeiten beim Schlucken
- Schwellung der Lymphknoten im Nacken
- Husten
- Heiserkeit
- Atemnot
- Müdigkeit
- Kopfschmerzen
Bei einigen Menschen kann die Diphtherie auch zu folgenden Symptomen führen:
- Herzprobleme: Diphtherie kann das Herz schädigen und zu Herzrhythmusstörungen, Herzversagen oder Herzmuskelentzündung führen.
- Nervenschäden: Diphtherie kann auch die Nerven schädigen und zu Lähmungen, Taubheitsgefühl oder Muskelschwäche führen.
- Nierenversagen: In schweren Fällen kann Diphtherie zu Nierenversagen führen.
Symptome bei Kindern
Kinder sind besonders anfällig für Diphtherie. Bei Kindern können die Symptome der Diphtherie zusätzlich zu den oben genannten Symptomen auch Folgendes umfassen:
- Verstopfte Nase
- Husten mit Schleim
- Erbrechen
- Durchfall
Symptome bei Erwachsenen
Bei Erwachsenen können die Symptome der Diphtherie milder ausfallen als bei Kindern. Allerdings können Erwachsene auch schwerere Komplikationen entwickeln, wie z. B. Herzprobleme oder Nervenschäden.
Wie wird Diphtherie diagnostiziert?
Wenn Sie Symptome einer Diphtherie haben, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Der Arzt wird Sie untersuchen und Ihnen möglicherweise einige Tests verschreiben, um die Diagnose zu bestätigen. Zu den Tests, die zur Diagnose von Diphtherie eingesetzt werden können, gehören:
- Abstrich aus dem Rachen oder der Nase: Dieser Abstrich wird im Labor untersucht, um das BakteriumCorynebacterium diphtheriaeZu identifizieren.
- Blutuntersuchungen: Blutuntersuchungen können helfen, die Schwere der Infektion zu beurteilen und Komplikationen zu erkennen.
- Röntgenaufnahme des Brustkorbs: Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs kann helfen, festzustellen, ob die Lunge durch die Diphtherie beeinträchtigt ist.
Wie wird Diphtherie behandelt?
Die Behandlung von Diphtherie umfasst in der Regel:
- Antibiotika: Antibiotika werden eingesetzt, um die Bakterien zu bekämpfen, die die Diphtherie verursachen.
- Diphtherie-Antitoxin: Diphtherie-Antitoxin ist ein Medikament, das die Wirkung des Gifts des Bakteriums neutralisiert. Es wird intravenös verabreicht.
- Unterstützende Maßnahmen: In schweren Fällen kann es erforderlich sein, die Atmung des Patienten zu unterstützen, z. B. Mit einem Beatmungsgerät.
Wie kann man Diphtherie vorbeugen?
Die beste Möglichkeit, Diphtherie vorzubeugen, ist die Impfung. Die Diphtherie-Impfung ist ein wichtiger Bestandteil des Impfschutzes für Kinder und Erwachsene. Die Impfung schützt vor einer schweren Diphtherie-Erkrankung und ihren Komplikationen.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt folgende Impfungen:
- Grundimmunisierung von Säuglingen: Die Grundimmunisierung erfolgt in der Regel mit der Kombinationsimpfung DTaP, die auch gegen Tetanus und Keuchhusten schützt. Die erste Impfung wird im Alter von 2 Monaten, die zweite im Alter von 3 Monaten und die dritte im Alter von 4 Monaten verabreicht.
- Auffrischimpfungen: Die erste Auffrischimpfung wird im Alter von 5 bis 6 Jahren verabreicht, die zweite im Alter von 9 bis 17 Jahren. Bei Erwachsenen sollte die Impfung alle zehn Jahre aufgefrischt werden.
Kann man Diphtherie trotz Impfung bekommen?
Ja, es ist möglich, trotz Impfung an Diphtherie zu erkranken. Die Impfung schützt jedoch vor einer schweren Diphtherie-Erkrankung und ihren Komplikationen. Eine Impfung kann die Schwere der Krankheit verringern und das Risiko von Komplikationen deutlich reduzieren.
Wie lange hält der Impfschutz gegen Diphtherie an?
Der Impfschutz gegen Diphtherie hält in der Regel etwa 10 Jahre an. Daher ist es wichtig, die Auffrischimpfungen im empfohlenen Zeitabstand zu erhalten.

Kann ich Diphtherie von einem Haustier bekommen?
Diphtherie ist eine Krankheit, die nur beim Menschen vorkommt. Haustiere können nicht an Diphtherie erkranken und sie auch nicht auf Menschen übertragen.
Was sind die Langzeitfolgen von Diphtherie?
Die Langzeitfolgen von Diphtherie können je nach Schweregrad der Erkrankung unterschiedlich sein. In schweren Fällen können Langzeitfolgen wie Herzprobleme, Nervenschäden oder Nierenversagen auftreten.
Ist Diphtherie in Deutschland noch ein Problem?
Diphtherie ist in Deutschland dank der Impfung kein häufiges Problem mehr. Dennoch gibt es immer noch Fälle von Diphtherie, vor allem bei Menschen, die nicht gegen Diphtherie geimpft sind oder deren Impfschutz nicht mehr ausreichend ist.
Fazit
Diphtherie ist eine schwere, ansteckende Krankheit, die durch das BakteriumCorynebacterium diphtheriaeVerursacht wird. Die Krankheit ist durch eine dicke, graue Membran gekennzeichnet, die sich in der Nase, im Rachen, in den Mandeln oder im Kehlkopf bildet. Diese Membran kann die Atmung erschweren und sogar zum Tod führen.
Die beste Möglichkeit, Diphtherie vorzubeugen, ist die Impfung. Die Diphtherie-Impfung ist ein wichtiger Bestandteil des Impfschutzes für Kinder und Erwachsene. Die Impfung schützt vor einer schweren Diphtherie-Erkrankung und ihren Komplikationen.

Wenn Sie Symptome einer Diphtherie haben, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Der Arzt wird Sie untersuchen und Ihnen möglicherweise einige Tests verschreiben, um die Diagnose zu bestätigen.
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