Cox habbema: schauspielerin & regisseurin in der ddr

Cox Habbema, geboren am 2März 1944 in Amsterdam, war eine niederländische Schauspielerin und Theaterregisseurin. Sie erlangte in den 1970er Jahren in der DDR Bekanntheit und hinterließ nachhaltige Spuren in der deutschen Film- und Theaterlandschaft. Ihre vielseitigen Talente, die sie sowohl als Schauspielerin, Sängerin als auch Regisseurin einsetzte, machten sie zu einer einzigartigen Persönlichkeit der Kunstwelt.

Inhaltsverzeichnis

Von Amsterdam nach Berlin: Die Anfänge einer Karriere

Obwohl Cox Habbema bereits als Kind erste Erfahrungen als Schauspielerin sammelte, entschied sie sich zunächst für ein wissenschaftliches Studium. Doch die Faszination für das Theater ließ sie nicht los, und sie schrieb sich an der Schauspielschule Amsterdam ein. Da sie dort keinen Abschluss im Fach Regie machen konnte, absolvierte sie praktische Ausbildungen an verschiedenen Theatern. Diese führten sie unter anderem nach London zu Peter Brooks, nach Mailand zu Giorgio Strehler und nach Paris zu Roger Planchon. Schließlich landete sie 1969 in Berlin am Deutschen Theater bei Benno Besson.

Die Theaterpolitik in der DDR und der gesellschaftliche Stellenwert des Theaters überzeugten Cox Habbema. Zudem verliebte sie sich in ihren Schauspielkollegen Eberhard Esche, mit dem sie später viele Jahre eines der bekanntesten Künstler-Ehepaare der DDR bildete. Diese Faktoren führten dazu, dass sie ihren Aufenthalt in Berlin verlängerte.

DEFA-Debüt und weitere Filmrollen

Auf Vermittlung von Eberhard Esche erhielt Cox Habbema die Hauptrolle des klugen Bauernmädchens in Rainer Simons Film wie heiratet man einen könig? (1968). Der Regisseur war zunächst skeptisch, ob er die unbekannte Holländerin besetzen sollte, doch Habbemas Talent überzeugte ihn schnell. In den 1970er Jahren spielte sie in zahlreichen DEFA-Produktionen, darunter:

  • till eulenspiegel (1974) : Als Geliebte des Titelhelden an der Seite von Winfried Glatzeder.
  • eolomea (1972) : Als Professorin Maria Scholl an der Seite des bulgarischen Schauspielers Ivan Andonow.
  • es ist eine alte geschichte (1972) : Als Britta, die ihren alten Beruf aufgibt und ein Medizinstudium beginnt.
  • leben mit uwe (1973) : Als scheidungswillige Ehefrau eines aufstrebenden Biologen (gespielt von Eberhard Esche).
  • die unverbesserliche barbara (1976) : Als Titelheldin, die aus Liebe zu ihrem Mann ihre Karriere als Schwimmerin aufgibt.
  • die beunruhigung (1981) : Als beruflich erfolgreiche, alleinlebende Freundin der Hauptfigur Inge Herold.

Cox Habbema hinterließ in all diesen Filmen unvergessliche Eindrücke. Ihre natürliche Ausstrahlung, ihre Schauspielkunst und ihre Fähigkeit, komplexe Charaktere glaubhaft darzustellen, machten sie zu einer gefragten Schauspielerin.

Theaterengagements und Regiearbeiten

Neben ihren Filmrollen war Cox Habbema auch am Deutschen Theater tätig. Zunächst als Schauspielerin, später auch als Regisseurin. Ihr Debüt als Regisseurin feierte sie 1980 mit der Uraufführung von Peter Hacks' senecas tod.

Ihr Engagement für das Theater und ihre Leidenschaft für die Werke von Peter Hacks führten dazu, dass sie 2011 Intendantin der neuen Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft im Prenzlauer Berg wurde. Die Spielstätte trägt heute ihren Namen: Habbema.

Ein Wendepunkt: Die Ausbürgerung von Wolf Biermann

Das Jahr 1976 markierte einen Wendepunkt in Cox Habbemas Leben in der DDR. Gemeinsam mit vielen anderen DDR-Kulturschaffenden protestierte sie gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann. In Folge wurde sie von der Staatssicherheit beschattet und erhielt kaum noch Rollenangebote. Sie arbeitete vermehrt wieder für Theater und Fernsehen in ihrer Heimat, den Niederlanden.

Späte Jahre und Vermächtnis

Cox Habbema verstarb am 1April 2016 in Amsterdam im Alter von 72 Jahren. Ihr Tod wurde in zahlreichen Nachrufen in den deutschen und niederländischen Feuilletons bedauert. Sie hinterließ ein reiches künstlerisches Vermächtnis und wird für ihre vielseitigen Talente, ihre engagierte Persönlichkeit und ihren Einsatz für die Kunst in Erinnerung bleiben.

Was war Cox Habbemas größter Erfolg?

Es ist schwierig, einen einzigen größten Erfolg von Cox Habbema zu nennen, da sie in verschiedenen Bereichen erfolgreich war. Sie spielte in zahlreichen bekannten DEFA-Filmen mit, inszenierte Theaterstücke und war für ihre Arbeit als Intendantin der neuen Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft bekannt. Ihr künstlerisches Vermächtnis ist vielfältig und nachhaltig.

Warum war Cox Habbema in der DDR so beliebt?

Cox Habbema war in der DDR beliebt, weil sie eine talentierte Schauspielerin war und in vielen erfolgreichen DEFA-Filmen mitspielte. Ihre natürliche Ausstrahlung und ihre Fähigkeit, komplexe Charaktere glaubhaft darzustellen, machten sie bei den Zuschauern beliebt. Auch ihr Engagement für das Theater und ihre kritische Haltung gegenüber der DDR-Politik trugen zu ihrer Popularität bei.

Wie war Cox Habbemas Beziehung zu Peter Hacks?

Cox Habbema war eine große Verehrerin von Peter Hacks und engagierte sich stark für dessen Werk. Sie inszenierte mehrere seiner Stücke, gründete die neue Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft und trug maßgeblich zur Bewahrung seines künstlerischen Erbes bei. Die beiden verband eine tiefe Freundschaft.

Wie hat sich Cox Habbemas Leben nach der Wende verändert?

Nach der Wende wurde Cox Habbemas vertrag auf lebzeiten am Deutschen Theater gekündigt. Sie engagierte sich jedoch weiterhin für die Kunst, insbesondere für das Werk von Peter Hacks. Sie kehrte in ihre Heimat, die Niederlande, zurück und arbeitete dort im Theater und im Fernsehen. Ihre Beziehungen nach Berlin blieben jedoch bestehen.

Zusammenfassung

Cox Habbema war eine vielseitige Künstlerin, die in der DDR als Schauspielerin und Regisseurin bekannt wurde. Sie hinterließ in zahlreichen DEFA-Filmen und Theaterproduktionen unvergessliche Spuren. Ihr Engagement für die Kunst und ihre kritische Haltung gegenüber der DDR-Politik machten sie zu einer wichtigen Persönlichkeit der deutschen Kulturlandschaft. Ihr künstlerisches Vermächtnis lebt in ihren Filmen, ihren Inszenierungen und in der neuen Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft weiter.

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