Candidose ist eine häufige Pilzinfektion, die durch den Hefepilz Candida albicans verursacht wird. Dieser Pilz kommt normalerweise in geringen Mengen im Körper vor, zum Beispiel auf der Haut, im Mund und im Darm. Unter bestimmten Bedingungen kann er sich jedoch übermäßig vermehren und zu einer Infektion führen.
Wie merkt man, dass man Candida hat?
Candidose kann sich auf verschiedene Arten bemerkbar machen, abhängig davon, wo im Körper die Infektion stattfindet. Die häufigsten Symptome sind:
- Mundsoor: Weißlicher, abwischbarer Belag im Mund, der sich auf der Zunge, den Wangen oder dem Gaumen bilden kann. Dieser Belag kann schmerzhaft sein und zu Brennen, Geschmacksstörungen und Mundtrockenheit führen.
- Vaginale Candidiasis: Juckreiz, Brennen und weißlicher Ausfluss aus der Scheide.
- Hautcandidose: Rötung, Juckreiz und Schuppenbildung, vor allem in Hautfalten wie den Achselhöhlen, der Leistenregion oder der Gesäßfalte.
- Nagelpilz: Verfärbung, Verdickung und Brüchigkeit des Nagels.
Wenn Sie eines der oben genannten Symptome bemerken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er kann eine Diagnose stellen und die richtige Behandlung einleiten.
Ursachen und Risikofaktoren für Candidose
Candida albicans kann bei fast allen Menschen in der normalen, gesunden Haut- und Schleimhautflora gefunden werden. Unter bestimmten Bedingungen kann er jedoch übermäßig wachsen und somit zu einer Candidose führen. Zu den Risikofaktoren gehören:
Geschwächtes Immunsystem
Ein geschwächtes Immunsystem, beispielsweise aufgrund von Krankheiten wie AIDS, Krebs oder Diabetes, macht den Körper anfälliger für Infektionen. Auch Medikamente wie Antibiotika und Kortison können das Immunsystem schwächen.
Veränderungen der Schleimhaut
Verletzungen oder Veränderungen der Schleimhaut, wie zum Beispiel durch Zahnprothesen, Mundtrockenheit oder kortikoidhaltige Asthmasprays, können das Risiko einer Candida-Infektion erhöhen.
Weitere Risikofaktoren
Weitere Risikofaktoren für Candidose sind:
- Mangelernährung
- Stoffwechselkrankheiten (z.B. Diabetes mellitus)
- Rauchen
- Schwangerschaft
- Antibiotika- oder Kortisontherapie
Diagnose der Candidose
Die Diagnose einer Candidose erfolgt in der Regel durch eine klinische Untersuchung. Der Arzt wird die betroffene Stelle untersuchen und möglicherweise einen Abstrich nehmen, um den Pilz im Mikroskop zu identifizieren.
In einigen Fällen kann eine Kultur angelegt werden, um den Pilz zu vermehren und zu identifizieren. Bluttests können durchgeführt werden, um festzustellen, ob die Infektion in den Blutkreislauf gelangt ist.

Behandlung der Candidose
Die Behandlung der Candidose hängt von der Schwere der Infektion und der betroffenen Stelle ab. In den meisten Fällen werden Antimykotika eingesetzt, die den Pilz abtöten oder sein Wachstum hemmen. Antimykotika können in Form von:
- Cremes oder Salben
- Tabletten oder Kapseln
- Infusionen
Verabreicht werden.
Bei schweren Infektionen, die sich auf andere Organe ausgebreitet haben, kann eine längere Behandlung mit Antimykotika erforderlich sein.
Vorbeugung der Candidose
Es gibt verschiedene Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um dem Risiko einer Candidose zu verringern:
- Gesunde Lebensweise: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung stärken das Immunsystem.
- Hygiene: Regelmäßiges Händewaschen und Duschen tragen dazu bei, die Verbreitung von Pilzen zu verhindern.
- Mundpflege: Regelmäßiges Zähneputzen und Zahnseide verwenden, um das Wachstum von Pilzen im Mund zu verhindern.
- Zuckerreduktion: Zucker kann das Wachstum von Pilzen fördern.
- Probiotika: Probiotika können dazu beitragen, die natürliche Balance der Darmbakterien zu erhalten und so das Risiko einer Candidose zu verringern.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer Candida-Infektion und einer bakteriellen Infektion?
Candida-Infektionen werden durch Hefepilze verursacht, während bakterielle Infektionen durch Bakterien verursacht werden. Beide Arten von Infektionen können ähnliche Symptome verursachen, aber die Behandlung ist unterschiedlich. Antimykotika werden zur Behandlung von Candida-Infektionen eingesetzt, während Antibiotika zur Behandlung bakterieller Infektionen eingesetzt werden.
Kann man Candidose durch Sex bekommen?
Ja, Candidose kann durch sexuellen Kontakt übertragen werden. Allerdings ist es nicht die häufigste Übertragungsform. Candidose kann auch durch andere Faktoren wie ein geschwächtes Immunsystem oder Veränderungen der Schleimhaut verursacht werden.
Ist Candidose gefährlich?
In den meisten Fällen ist Candidose nicht gefährlich und kann mit Antimykotika behandelt werden. Allerdings kann Candidose bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem schwerwiegende Folgen haben, da sich die Infektion in diesem Fall auf andere Organe ausbreiten kann. In seltenen Fällen kann Candidose sogar lebensbedrohlich sein.
Wie lange dauert es, bis eine Candidose-Behandlung wirkt?
Die Dauer der Behandlung hängt von der Schwere der Infektion und der Art des Antimykotikums ab. In der Regel dauert es einige Tage bis Wochen, bis die Symptome verschwinden.
Fazit
Candidose ist eine häufige Pilzinfektion, die durch den Hefepilz Candida albicans verursacht wird. Die Infektion kann sich auf verschiedene Arten bemerkbar machen und verschiedene Ursachen haben. In den meisten Fällen ist Candidose nicht gefährlich und kann mit Antimykotika behandelt werden. Es gibt verschiedene Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um dem Risiko einer Candidose zu verringern. Wenn Sie eines der oben genannten Symptome bemerken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
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