Die Diagnose Brustkrebs während der Schwangerschaft kann für eine Frau eine erschütternde Erfahrung sein. Die Sorge um die eigene Gesundheit und die des ungeborenen Kindes ist verständlich. Glücklicherweise haben sich in den letzten Jahren die Behandlungsmöglichkeiten von Brustkrebs in der Schwangerschaft deutlich verbessert.
- Symptome von Brustkrebs in der Schwangerschaft
- Wie gefährlich ist Brustkrebs in der Schwangerschaft?
- Beratung und Unterstützung für Betroffene
- Wann zum Arzt gehen?
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- Wie häufig ist Brustkrebs in der Schwangerschaft?
- Wie wird Brustkrebs in der Schwangerschaft diagnostiziert?
- Welche Auswirkungen hat die Behandlung von Brustkrebs auf das ungeborene Kind?
- Kann ich nach einer Brustkrebsbehandlung in der Schwangerschaft noch einmal schwanger werden?
- Welche Unterstützung gibt es für Frauen mit Brustkrebs in der Schwangerschaft?
- Zusammenfassung
Symptome von Brustkrebs in der Schwangerschaft
Brustkrebs in der Schwangerschaft ist selten, aber es ist wichtig, die Symptome zu kennen. Viele Symptome von Brustkrebs sind denen ähnlich, die während der Schwangerschaft normal auftreten können. Daher kann es schwierig sein, Brustkrebs in der Schwangerschaft frühzeitig zu erkennen.
Einige der häufigsten Symptome von Brustkrebs in der Schwangerschaft sind:
- Verhärtungen oder Verdickungen in der Brust: Ein fester Knoten, der neu aufgetreten ist und sich vom umliegenden Gewebe unterscheidet, kann ein Zeichen von Brustkrebs sein.
- Vergrößerung oder Verformung der Brust: Eine Brust, die sich in ihrer Form oder Größe verändert, sodass sich die Brüste deutlich voneinander unterscheiden, kann ein Hinweis auf Brustkrebs sein.
- Hautveränderungen: Schuppung, Juckreiz, Nässen oder eine nach innen gewölbte Brustwarze können Symptome von Brustkrebs sein.
- Orangenhaut : Verdickte, gewellte Haut mit vergrößerten, eingezogenen Poren kann ein Zeichen von Brustkrebs sein.
- Entzündungszeichen: Schwellungen, Rötungen oder Überwärmung der Brust können auf Brustkrebs hindeuten.
- Ausfluss aus der Brustwarze: Eine klare oder blutige Flüssigkeit, die aus der Brustwarze austritt, kann ein Symptom von Brustkrebs sein.
- Vergrößerung von Lymphknoten: Anschwellungen der Lymphknoten in der Achselhöhle oder am Schlüsselbein können ein Zeichen von Brustkrebs sein.
Es ist wichtig zu beachten, dass viele dieser Symptome auch durch andere, weniger schwerwiegende Erkrankungen verursacht werden können. Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären.
Wie gefährlich ist Brustkrebs in der Schwangerschaft?
Die Diagnose Brustkrebs während der Schwangerschaft kann beängstigend sein, aber es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass es viele Behandlungsmöglichkeiten gibt. Die Behandlung von Brustkrebs in der Schwangerschaft hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Schwangerschaftswoche, dem Stadium des Krebses und den persönlichen Vorlieben der Patientin.
Die Behandlung von Brustkrebs in der Schwangerschaft unterscheidet sich kaum von der Behandlung bei Frauen, die nicht schwanger sind. Eine Ausnahme ist der sogenannte HER2-positive Brustkrebs, eine besonders aggressive Form des Mammakarzinoms. Hier ist eine Antikörpertherapie nicht möglich. Eine mögliche Bestrahlung oder Anti-Hormontherapie wird immer auf einen Zeitpunkt nach der Entbindung verschoben.
Behandlung von Brustkrebs in der Schwangerschaft
Die Behandlung von Brustkrebs in der Schwangerschaft richtet sich nach dem Schwangerschaftsalter und dem Stadium des Krebses.
Behandlung in der frühen Schwangerschaft
In den ersten Wochen und Monaten der Schwangerschaft kann eine aggressive Chemotherapie beim ungeborenen Kind zu Schädigungen in der Organentwicklung führen. Daher wird eine primäre oder neoadjuvante Chemotherapie, die den Tumor vor der Operation verkleinern soll, in der frühen Schwangerschaft meist vermieden.
Wenn eine Chemotherapie jedoch die beste Prognose für die Patientin bietet, kann ein Abbruch der Schwangerschaft in Erwägung gezogen werden. Dadurch können die Chemotherapie und die operative Entfernung des Tumors wie empfohlen durchgeführt werden. Es folgen häufig eine Strahlentherapie und manchmal auch eine antihormonelle Therapie, um das Rückfallrisiko zu senken.
In den meisten Fällen kann ein Schwangerschaftsabbruch jedoch vermieden werden. Dann werden Krebszellen vor dem Eingriff häufig mithilfe einer sogenannten adjuvanten Chemotherapie bekämpft. Dieses Verfahren ist auch während der Schwangerschaft möglich, jedoch erst ab dem Trimester. Erst nach der Entbindung folgen Bestrahlung und Anti-Hormontherapie, sofern notwendig.
Behandlung nach der Frühphase
Ist die Frühphase der Schwangerschaft überstanden, sind die Organe des Babys in der Regel so weit ausgebildet, dass eine primäre Chemotherapie eingesetzt werden kann. Je nach dem errechneten Geburtstermin wird die Chemo allerdings zwischendrin unterbrochen und nach der Entbindung fortgesetzt. Operation, Bestrahlung und antihormonelle Behandlung erfolgen ebenfalls erst nach der Entbindung.
Behandlung kurz vor dem Geburtstermin
Ist der errechnete Entbindungstermin zum Zeitpunkt der Krebsdiagnose nur noch acht Wochen oder weniger entfernt, wird die Therapie zumeist auf die Zeit nach der Entbindung verschoben. Dann kommen die Standardverfahren zum Einsatz, die abhängig von den Tumoreigenschaften auch ohne Schwangerschaft angewendet werden.
Geburt mit Brustkrebs
Eine Geburt mit Brustkrebs folgt im Prinzip den gleichen Regeln wie eine reguläre Entbindung. Frauen können ihr Kind auch mit Brustkrebs gesund zur Welt bringen. Ob die Geburt auf natürlichem Weg erfolgt oder etwa per Kaiserschnitt, entscheiden die Ärzte abhängig von Schwangerschaftswoche, Kindslage und möglichen vorherigen Entbindungen. Ist die Therapie noch im Gange, spielt auch die Behandlungssequenz eine Rolle.
Bei Patientinnen, die eine Chemotherapie unterbrochen oder kürzlich abgeschlossen haben, sollte die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sorgfältig kontrolliert werden. Zeigt die Zahl dieser Abwehrzellen noch eine Immunschwäche, muss diese behandelt werden.
Stillzeit bei Brustkrebs
Das Stillen ist nach einer erfolgreichen operativen Brustkrebsbehandlung meistens ganz normal möglich. Die Laktation, also die Produktion der Muttermilch, wird durch die Krankheit in den meisten Fällen kaum beeinträchtigt.
Anders liegt die Sache, wenn im Rahmen einer Mastektomie eine Brust vollständig chirurgisch entfernt werden muss. Wurde der Tumor mit einer brusterhaltenden Operation und anschließender Nachbestrahlung behandelt, bleibt die Milchbildung dagegen erhalten. Allerdings kann sie in der bestrahlten Brust geringer ausfallen als in der gesunden Brust.
Wenn eine Patientin ihre laufende Chemotherapie nach der Geburt fortsetzen muss, sollte sie vorher unbedingt abstillen. Die giftigen Wirkstoffe der Chemo (Zytostatika) geraten auch in die Muttermilch und können ein gefährliches Risiko für das Baby darstellen. Meistens kann die Mutter ihr Kind jedoch noch einige Zeit stillen, bevor die Chemotherapie fortgesetzt wird.
Spätere Schwangerschaft nach Brustkrebs
Junge Brustkrebspatientinnen im gebärfähigen Alter mit einem Kinderwunsch sorgen sich häufig um ihre künftige Familienplanung, gerade wenn die Schwangerschaft abgebrochen werden muss. Hat die Erkrankung Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und die Zahl der Eizellen?
Die erfreuliche Antwort: Meistens steht dem Kinderwunsch nach einer überstandenen Brustkrebserkrankung nichts im Weg. Junge Frauen, die während ihrer Schwangerschaft eine korrekte Brustkrebsbehandlung erhielten, haben laut Studien später weder ein höheres Risiko für einen Rückfall noch eine schlechtere Prognose erneut schwanger zu werden.
Beratung und Unterstützung für Betroffene
Brustkrebs in der Schwangerschaft kann starke Ängste auslösen und Betroffene psychisch beeinträchtigen. Zu allem Überfluss gehören Patientinnen mit Mammakarzinom laut Experten des Robert-Koch-Instituts zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf von COVID-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-
Diverse Anlaufstellen bieten neben weiteren Informationen zum Thema Krebs auch Empfehlungen zum Umgang mit den psychischen Belastungen an: Brustzentren, onkologische Praxen und Frauenarztpraxen sowie die Beratungsstellen der Deutschen Krebshilfe oder von lokalen Krebshilfen.
Auch im Internet findet sich ein breites Informationsangebot. Fündig werden Sie etwa auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Krebs, der Deutschen Krebsgesellschaft oder des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Professionelle Rundum-Unterstützung im Brustzentrum
Frauen in einem fortgeschrittenen Krebsstadium ohne Chance auf Heilung werden mit einem palliativen Therapieansatz behandelt. Erkrankte mit einer solchen Prognose sollten eine qualifizierte und zertifizierte Einrichtung aufsuchen wie etwa ein Brustzentrum.
In solchen Einrichtungen stehen den Patientinnen neben Psychoonkologen, Breast Nurses, Onkologen, Physiotherapeuten, Palliativärzten und Palliativpflegenden auch Sozialarbeiter und Seelsorger zur Seite. Das Team begleitet die Betroffenen durch ihren gesamten Krankheitsverlauf, bezieht Angehörige ein und stellt auf Wunsch Kontakt zu Selbsthilfegruppen, Hospizdiensten und anderen Einrichtungen her, die das Leben erleichtern können. Scheuen Sie sich nicht, dieses Angebot anzunehmen.
Wann zum Arzt gehen?
Wenn Sie eines der oben genannten Symptome bemerken, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen. Auch wenn Sie keine Symptome haben, sollten Sie sich regelmäßig von Ihrem Arzt untersuchen lassen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können dazu beitragen, Brustkrebs frühzeitig zu erkennen, wenn die Heilungschancen am höchsten sind.
Wie häufig ist Brustkrebs in der Schwangerschaft?
Brustkrebs in der Schwangerschaft ist selten. Es wird geschätzt, dass etwa 1 von 000 Schwangerschaften von Brustkrebs betroffen ist.
Wie wird Brustkrebs in der Schwangerschaft diagnostiziert?
Die Diagnose von Brustkrebs in der Schwangerschaft erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus körperlicher Untersuchung, Mammographie, Ultraschall und Biopsie.
Welche Auswirkungen hat die Behandlung von Brustkrebs auf das ungeborene Kind?
Die Auswirkungen der Behandlung von Brustkrebs auf das ungeborene Kind hängen von der Art der Behandlung, dem Schwangerschaftsalter und anderen Faktoren ab. Es ist wichtig, mit Ihrem Arzt über die Risiken und Vorteile der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten zu sprechen.
Kann ich nach einer Brustkrebsbehandlung in der Schwangerschaft noch einmal schwanger werden?
Ja, die meisten Frauen können nach einer Brustkrebsbehandlung in der Schwangerschaft wieder schwanger werden. Es ist jedoch wichtig, mit Ihrem Arzt über die Risiken und Vorteile einer weiteren Schwangerschaft zu sprechen.
Welche Unterstützung gibt es für Frauen mit Brustkrebs in der Schwangerschaft?
Es gibt viele Unterstützungsmöglichkeiten für Frauen mit Brustkrebs in der Schwangerschaft. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer anderen medizinischen Fachkraft über die verfügbaren Ressourcen.
Zusammenfassung
Brustkrebs in der Schwangerschaft ist eine seltene, aber ernstzunehmende Erkrankung. Die Diagnose kann beängstigend sein, aber es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass es viele Behandlungsmöglichkeiten gibt. Die Behandlung von Brustkrebs in der Schwangerschaft hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter das Schwangerschaftsalter, das Stadium des Krebses und die persönlichen Vorlieben der Patientin.
Es ist wichtig, mit Ihrem Arzt über die Risiken und Vorteile der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten zu sprechen. Es gibt auch viele Unterstützungsmöglichkeiten für Frauen mit Brustkrebs in der Schwangerschaft. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer anderen medizinischen Fachkraft über die verfügbaren Ressourcen.
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