Zecken sind winzige Spinnentiere, die Krankheiten übertragen können. Die bekanntesten Zeckenkrankheiten sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose. In diesem Artikel befassen wir uns mit der Lyme-Borreliose bei Kindern, ihren Symptomen, der Behandlung und der Vorbeugung.
- Was ist Lyme-Borreliose?
- Symptome der Lyme-Borreliose bei Kindern
- Diagnose der Lyme-Borreliose bei Kindern
- Behandlung der Lyme-Borreliose bei Kindern
- Komplikationen der Lyme-Borreliose bei Kindern
- Vorbeugung der Lyme-Borreliose bei Kindern
- Häufig gestellte Fragen zur Lyme-Borreliose bei Kindern
- Was passiert, wenn ich einen Zeckenstich nicht bemerke?
- Muss ich nach jedem Zeckenstich zum Arzt?
- Kann Lyme-Borreliose bei Kindern gefährlich sein?
- Gibt es eine Impfung gegen Lyme-Borreliose?
- Wie lange dauert es, bis die Symptome der Lyme-Borreliose auftreten?
- Wie kann ich mein Kind vor Zeckenstichen schützen?
- Was passiert, wenn mein Kind an Lyme-Borreliose erkrankt ist?
- Kann Lyme-Borreliose bei Kindern chronisch werden?
- Kann Lyme-Borreliose bei Kindern zu bleibenden Schäden führen?
- Was kann ich tun, wenn mein Kind von einer Zecke gebissen wurde?
- Zusammenfassung
Was ist Lyme-Borreliose?
Lyme-Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die durch den Biss einer infizierten Zecke übertragen wird. Die Krankheit wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht. Nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Borreliose-Infektion. Nur etwa 4 von 100 Personen, die von einer infizierten Zecke gebissen werden, erkranken an Lyme-Borreliose.
Wie verbreiten sich Borrelien?
Borrelien werden von Zecken übertragen, die sich von infizierten Tieren wie Mäusen oder Rehen ernähren. Die Zecke muss mindestens 24 Stunden an der Haut befestigt sein, um die Borrelien auf den Menschen zu übertragen. Selten können Borrelien auch durch den Stich von Stechfliegen oder Bremsen übertragen werden.
Symptome der Lyme-Borreliose bei Kindern
Die Lyme-Borreliose kann sich auf verschiedene Arten äußern. Die Symptome können je nach Stadium der Krankheit unterschiedlich sein.
Frühstadium der Lyme-Borreliose
Die ersten Symptome der Lyme-Borreliose treten in der Regel innerhalb von 30 Tagen nach dem Zeckenstich auf. Das häufigste Symptom ist eine Wanderröte (Erythema migrans). Diese ist eine ringförmige Hautrötung, die sich langsam ausbreitet und einen Durchmesser von mindestens 5 Zentimetern erreicht.
Weitere Symptome im Frühstadium können sein:
- Grippeähnliche Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen
- Geschwollene Lymphknoten
- Magen-Darm-Beschwerden
- Bindehautentzündung
- Fieber
Spätstadium der Lyme-Borreliose
Wenn die Borrelien nicht behandelt werden, können sie sich im Körper ausbreiten und verschiedene Organe befallen.
Symptome im Spätstadium können sein:
- Neurologische Symptome : Schmerzen, Lähmungen, Missempfindungen, Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen
- Gelenkschmerzen : Schwellungen und Schmerzen in den Gelenken, vor allem in den Knien und Ellbogen
- Herzprobleme : Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelentzündung
- Hautprobleme : Akrodermatitis chronica atrophicans (eine chronische Hautentzündung, die zu Haarausfall, Hautveränderungen und Hautschrumpfung führt)
Lyme-Borreliose bei Kindern: Spezifische Symptome
Kinder können zusätzlich zu den allgemeinen Symptomen der Lyme-Borreliose auch folgende spezifische Symptome aufweisen:

- Einseitige Gesichtslähmung : Bei Kindern ist dies das häufigste neurologische Symptom der Lyme-Borreliose.
- Lyme-Borreliose-Enzephalitis : Eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die zu Kopfschmerzen, Fieber, Erbrechen, Krampfanfällen und Bewusstseinsstörungen führen kann.
- Lyme-Borreliose-Meningitis : Eine Entzündung der Hirnhäute, die zu starken Kopfschmerzen, Fieber, Nackensteifigkeit, Übelkeit und Erbrechen führen kann.
- Lyme-Borreliose-Arthritis : Eine Entzündung der Gelenke, die zu Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen führen kann.
Diagnose der Lyme-Borreliose bei Kindern
Die Diagnose der Lyme-Borreliose erfolgt in der Regel durch die Anamnese (Befragung des Kindes und der Eltern), die körperliche Untersuchung und verschiedene Laboruntersuchungen.
Anamnese und körperliche Untersuchung
Der Kinderarzt wird nach dem Zeckenstich fragen, ob das Kind Symptome wie eine Wanderröte, Fieber, Gelenkschmerzen oder andere Beschwerden hat. Er wird das Kind auch körperlich untersuchen, um nach weiteren Hinweisen auf eine Lyme-Borreliose zu suchen.
Laboruntersuchungen
Um die Diagnose zu bestätigen, werden in der Regel Blutuntersuchungen durchgeführt. Diese können Antikörper gegen Borrelien nachweisen. Allerdings können die Ergebnisse der Blutuntersuchungen in den ersten Wochen nach dem Zeckenstich falsch negativ sein. Daher ist es wichtig, die Blutuntersuchungen bei Verdacht auf Lyme-Borreliose zu wiederholen.
Weitere Laboruntersuchungen, die durchgeführt werden können, um die Diagnose zu bestätigen, sind:
- Liquorpunktion : Eine Entnahme von Flüssigkeit aus dem Rückenmarkskanal, um nach Entzündungszeichen zu suchen.
- Bildgebende Verfahren : wie Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT), um nach Veränderungen in den Organen zu suchen.
Behandlung der Lyme-Borreliose bei Kindern
Die Lyme-Borreliose wird mit Antibiotika behandelt. Die Dauer der Antibiotikabehandlung hängt vom Stadium der Krankheit und der Schwere der Symptome ab.
Antibiotikabehandlung
In der Regel werden Antibiotika wie Doxycyclin, Amoxicillin oder Ceftriaxon verabreicht. Die Antibiotikabehandlung sollte so früh wie möglich begonnen werden, um die Heilungschancen zu erhöhen.
Dauer der Antibiotikabehandlung
Die Dauer der Antibiotikabehandlung hängt vom Stadium der Krankheit ab. Im Frühstadium kann eine einmalige Dosis Antibiotika ausreichend sein. Im Spätstadium kann die Behandlung mehrere Wochen oder Monate dauern.
Komplikationen der Lyme-Borreliose bei Kindern
Wenn die Lyme-Borreliose nicht behandelt wird, kann sie zu schwerwiegenden Komplikationen führen.
Mögliche Komplikationen sind:
- Neurologische Komplikationen : wie Enzephalitis, Meningitis, Polyneuropathie, Gesichtslähmung
- Gelenkschmerzen : Lyme-Borreliose-Arthritis kann zu chronischen Gelenkschmerzen und Bewegungseinschränkungen führen.
- Herzprobleme : Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelentzündung
- Hautprobleme : Akrodermatitis chronica atrophicans
Vorbeugung der Lyme-Borreliose bei Kindern
Die beste Vorbeugung gegen Lyme-Borreliose ist die Vermeidung von Zeckenstichen.
Tipps zur Vorbeugung
- Lange Kleidung tragen : Lange Hosen, Socken und geschlossene Schuhe tragen, um die Haut zu bedecken.
- Helle Kleidung tragen : Zecken sind auf heller Kleidung leichter zu erkennen.
- Insektenschutzmittel verwenden : Insektenschutzmittel mit DEET oder Picaridin können Zecken abwehren.
- Zecken absuchen : Nach einem Aufenthalt im Freien den Körper gründlich nach Zecken absuchen, auch auf dem Kopf, in den Haaren und zwischen den Zehen.
- Zecken entfernen : Zecken mit einer Pinzette oder Zeckenkarte entfernen. Die Zecke nah an der Haut greifen und langsam herausziehen.
- Zecken meiden : In Zecken-Risikogebieten Zecken-reiche Gebiete meiden, wie z.B. Hohes Gras, Gestrüpp und Waldgebiete.
Häufig gestellte Fragen zur Lyme-Borreliose bei Kindern
Was passiert, wenn ich einen Zeckenstich nicht bemerke?
Wenn Sie einen Zeckenstich nicht bemerken, kann es sein, dass die Zecke lange genug an der Haut befestigt bleibt, um die Borrelien zu übertragen. Es ist daher wichtig, sich nach einem Aufenthalt im Freien gründlich nach Zecken abzusuchen.
Muss ich nach jedem Zeckenstich zum Arzt?
Nein, nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Lyme-Borreliose-Infektion. Es ist jedoch wichtig, die Stelle des Zeckenstichs in den nächsten Tagen genau zu beobachten. Wenn sich eine Wanderröte entwickelt, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Kann Lyme-Borreliose bei Kindern gefährlich sein?
Ja, Lyme-Borreliose kann bei Kindern gefährlich sein. Wenn die Krankheit nicht behandelt wird, kann sie zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Daher ist es wichtig, bei Verdacht auf Lyme-Borreliose sofort einen Arzt aufzusuchen.
Gibt es eine Impfung gegen Lyme-Borreliose?
Nein, es gibt keine Impfung gegen Lyme-Borreliose.

Wie lange dauert es, bis die Symptome der Lyme-Borreliose auftreten?
Die Symptome der Lyme-Borreliose können innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen nach dem Zeckenstich auftreten. In seltenen Fällen können die Symptome auch erst nach Monaten oder Jahren auftreten.
Wie kann ich mein Kind vor Zeckenstichen schützen?
Die besten Schutzmaßnahmen gegen Zeckenstiche sind lange Kleidung, Insektenschutzmittel und gründliches Absuchen des Körpers nach dem Aufenthalt im Freien.
Was passiert, wenn mein Kind an Lyme-Borreliose erkrankt ist?
Wenn Ihr Kind an Lyme-Borreliose erkrankt ist, wird der Arzt eine Antibiotikabehandlung verordnen. Die Behandlung sollte so früh wie möglich begonnen werden, um die Heilungschancen zu erhöhen.
Kann Lyme-Borreliose bei Kindern chronisch werden?
Ja, Lyme-Borreliose kann bei Kindern chronisch werden. Wenn die Krankheit nicht behandelt wird, können die Symptome über einen längeren Zeitraum andauern. Daher ist es wichtig, die Behandlung so früh wie möglich zu beginnen.
Kann Lyme-Borreliose bei Kindern zu bleibenden Schäden führen?
In seltenen Fällen kann Lyme-Borreliose bei Kindern zu bleibenden Schäden führen. Wenn die Krankheit jedoch frühzeitig erkannt und behandelt wird, sind die Heilungschancen sehr gut.
Was kann ich tun, wenn mein Kind von einer Zecke gebissen wurde?
Wenn Ihr Kind von einer Zecke gebissen wurde, sollten Sie die Zecke mit einer Pinzette oder Zeckenkarte entfernen. Die Zecke nah an der Haut greifen und langsam herausziehen. Die Stelle des Zeckenstichs in den nächsten Tagen genau beobachten. Wenn sich eine Wanderröte entwickelt, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Zusammenfassung
Lyme-Borreliose ist eine ernstzunehmende Krankheit, die durch den Biss einer infizierten Zecke übertragen wird. Die Krankheit kann bei Kindern verschiedene Symptome verursachen, die von einer Wanderröte bis hin zu neurologischen Problemen reichen können. Die Lyme-Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden. Die beste Vorbeugung gegen Lyme-Borreliose ist die Vermeidung von Zeckenstichen.
Wenn Sie vermuten, dass Ihr Kind an Lyme-Borreliose erkrankt ist, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.
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