Der blaue fleck oder mongolenfleck, auch bekannt als asiatenfleck, sakralfleck, steißfleck oder hunnenfleck, ist ein häufiges Phänomen bei Neugeborenen. Es handelt sich um eine fleckförmige, bläuliche Verfärbung der Haut, die meist am Rücken, Gesäß oder über dem Kreuzbein auftritt. Obwohl der Name mongolenfleck suggeriert, dass er nur bei Menschen mongolischer Abstammung vorkommt, trifft dies nicht zu. Tatsächlich ist der blaue fleck bei vielen verschiedenen Bevölkerungsgruppen verbreitet, insbesondere bei Menschen mit dunklerer Hautpigmentierung.
Was ist ein blauer Fleck?
Der blaue fleck ist keine Krankheit, sondern eine gutartige Ansammlung von Pigmentzellen in der Lederhaut. Diese Pigmentzellen, auch Melanozyten genannt, sind für die Farbe unserer Haut verantwortlich. Während der Embryonalentwicklung können diese Zellen auf ihrem Weg zur Oberhaut in der tieferen Hautschicht, der Lederhaut, stecken bleiben. Dadurch entsteht die bläuliche Verfärbung, die wir als blauen fleck bezeichnen.
Häufigkeit und Vorkommen
Der blaue fleck ist sehr häufig. Bis zu 99% der Kinder aus Ostasien, wie beispielsweise China, Japan, Korea und Vietnam, sowie aus anderen Regionen wie Indien, der Türkei und dem Nahen Osten, haben bei der Geburt einen blauen fleck. Auch bei Menschen aus Afrika und Südamerika ist er relativ häufig. Seltener kommt er bei Europäern vor, insbesondere bei Menschen aus dem Mittelmeerraum.
Die Häufigkeit des blauen flecks hängt stark von der Hautfarbe ab. Menschen mit dunklerer Hautpigmentierung haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, einen blauen fleck zu entwickeln.

Aussehen und Lokalisation
Der blaue fleck erscheint meist als einzelne oder gruppierte, graublaue Flecken, die unregelmäßig begrenzt sind. Die Größe kann von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern reichen. Die typische Lokalisation ist der untere Rücken, insbesondere über dem Kreuzbein. Seltener kann er auch an anderen Stellen auftreten, wie beispielsweise:
- Oberschenkel und Beine
- Oberer Rücken
- Schultern
- Gesicht
- Extremitäten
Verlauf und Behandlung
Der blaue fleck verblasst in der Regel im Laufe der Kindheit und verschwindet meistens spätestens in der Pubertät. In seltenen Fällen kann er jedoch auch bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben, insbesondere wenn er an untypischen Stellen wie dem Gesicht oder den Extremitäten auftritt.
Da der blaue fleck eine gutartige Veränderung ist, ist in der Regel keine Behandlung erforderlich. Wenn der Fleck jedoch sehr auffällig ist oder die Eltern sich Sorgen machen, kann ein Hautarzt konsultiert werden. In seltenen Fällen kann eine Gewebeprobe entnommen werden, um andere Erkrankungen auszuschließen.
Häufige Fragen zum blauen fleck
Ist der blaue fleck gefährlich?
Nein, der blaue fleck ist eine gutartige Veränderung und stellt keine Gefahr für die Gesundheit dar. Er ist kein Zeichen für eine Krankheit oder eine Fehlbildung.
Verschwindet der blaue fleck irgendwann?
Ja, der blaue fleck verblasst in der Regel im Laufe der Kindheit und verschwindet meistens spätestens in der Pubertät. In seltenen Fällen kann er jedoch auch bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben.
Was kann ich tun, wenn der blaue fleck nicht verschwindet?
Wenn der blaue fleck nicht verschwindet oder die Eltern sich Sorgen machen, sollte ein Hautarzt konsultiert werden. In der Regel ist keine Behandlung erforderlich, aber in seltenen Fällen kann eine Gewebeprobe entnommen werden, um andere Erkrankungen auszuschließen.
Kann der blaue fleck entarten?
Nein, es gibt keine bekannten Fälle, in denen ein blauer fleck entartet ist. Er ist eine gutartige Veränderung und stellt keine Gefahr für die Gesundheit dar.
Ist der blaue fleck erblich?
Der blaue fleck ist nicht direkt erblich, sondern entsteht durch eine zufällige Ansammlung von Pigmentzellen während der Embryonalentwicklung. Allerdings kann die genetische Veranlagung für eine dunklere Hautpigmentierung die Wahrscheinlichkeit erhöhen, einen blauen fleck zu entwickeln.
Kann der blaue fleck mit anderen Erkrankungen zusammenhängen?
In seltenen Fällen kann der blaue fleck mit anderen Erkrankungen zusammenhängen, wie beispielsweise:
- Stoffwechselerkrankungen wie das Hurler-Syndrom
- Fehlbildungen der Blutgefäße der Haut wie der Naevus flammeus (dann als Phakomatosis pigmentovascularis bezeichnet)
Wenn der blaue fleck in Kombination mit anderen Auffälligkeiten auftritt, sollte ein Arzt konsultiert werden, um die Ursache abzuklären.
Fazit
Der blaue fleck ist eine häufige, gutartige Veränderung der Haut, die bei vielen Neugeborenen vorkommt. In der Regel verblasst er im Laufe der Kindheit und verschwindet meistens spätestens in der Pubertät. Wenn der Fleck jedoch sehr auffällig ist oder die Eltern sich Sorgen machen, sollte ein Hautarzt konsultiert werden. In der Regel ist keine Behandlung erforderlich, aber in seltenen Fällen kann eine Gewebeprobe entnommen werden, um andere Erkrankungen auszuschließen.
Die Bezeichnung mongolenfleck ist heute nicht mehr gebräuchlich, da sie als rassistisch und diskriminierend empfunden wird. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass der blaue fleck bei Menschen aller Hautfarben und Ethnien vorkommen kann.
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