Die Geburt eines Kindes ist ein Wunder, doch manchmal verläuft sie nicht ganz so, wie man es sich vorstellt. Eine Besonderheit stellt die Beckenendlage dar, bei der das Baby mit dem Po oder den Füssen zuerst in den Geburtskanal zeigt. Diese Lage tritt bei etwa 3-4% aller Geburten auf und kann sowohl für die werdende Mutter als auch für das Kind besondere Herausforderungen mit sich bringen.
- Warum bleiben Kinder in Beckenendlage?
- Beckenendlage Geburt: Voraussetzungen für eine vaginale Entbindung
- Beckenendlage Geburt: Kaiserschnitt als Alternative
- Äußere Wendung: Wann ist sie möglich?
- Fragen und Antworten zur Beckenendlage
- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Beckenendlage?
- Kann sich das Baby noch von alleine drehen?
- Was passiert, wenn sich das Baby nicht dreht?
- Ist eine vaginale Geburt bei Beckenendlage gefährlich?
- Ist ein Kaiserschnitt bei Beckenendlage immer notwendig?
- Wie kann ich die Wahrscheinlichkeit einer Beckenendlage verringern?
- Fazit
Warum bleiben Kinder in Beckenendlage?
Die meisten Babys drehen sich im Laufe der Schwangerschaft in die optimale Kopf- oder Schädellage, sodass der Kopf des Kindes zum Geburtsbeginn im Becken der Mutter liegt. Diese Lage ist für eine vaginale Geburt am günstigsten. Doch manchmal bleibt ein Baby in seiner ursprünglichen Beckenendlage, was verschiedene Gründe haben kann:
- Form der Gebärmutter: Eine Herzform der Gebärmutter oder Myome (gutartige Muskelknoten) können dem Baby den Raum zum Drehen verwehren.
- Fruchtwassermenge: Wenig Fruchtwasser kann den Platz im Bauchraum einschränken und das Drehen des Kindes erschweren.
- Größe des Babys: Ein größeres Baby hat weniger Platz zum Drehen und kann so in der Beckenendlage verharren.
- Nabelschnur: Die Nabelschnur kann sich um das Kind legen und dessen Bewegung einschränken.
- Mehrlingsschwangerschaft: Bei Mehrlingen ist die Wahrscheinlichkeit einer Beckenendlage eines oder mehrerer Kinder erhöht.
In den meisten Fällen drehen sich Babys im Laufe der Schwangerschaft von alleine in die Schädellage. Wenn dies nicht geschieht, kann eine äußere Wendung versucht werden, um das Baby in die gewünschte Lage zu drehen.
Beckenendlage Geburt: Voraussetzungen für eine vaginale Entbindung
Ob eine vaginale Geburt trotz Beckenendlage möglich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Voraussetzungen für eine vaginale Geburt bei Beckenendlage:
- Größe des Kindes: Das Kind sollte nicht zu groß sein, um den Geburtskanal passieren zu können.
- Beckenform der Mutter: Das Becken der Mutter sollte ausreichend groß sein, um dem Kind den Durchgang zu ermöglichen.
- Erfahrene Geburtshelfer: Eine vaginale Beckenendlage Geburt sollte nur von erfahrenen Ärzten und Hebammen begleitet werden.
- Gesundheit des Kindes: Das Kind sollte gesund sein und keine Komplikationen aufweisen.
Eine vaginale Geburt bei Beckenendlage kann länger dauern und für die Mutter anstrengender sein als eine Geburt in Schädellage. Es kann auch zu Komplikationen kommen, wie z.B. Einer Nabelschnurvorfall, bei dem die Nabelschnur vor dem Kind aus dem Muttermund heraustritt und dadurch die Blutversorgung des Kindes gefährdet ist.
Beckenendlage Geburt: Kaiserschnitt als Alternative
Wenn eine vaginale Geburt bei Beckenendlage nicht möglich oder zu riskant ist, wird ein Kaiserschnitt durchgeführt. Diese Entscheidung wird in Absprache zwischen der werdenden Mutter und dem behandelnden Arzt getroffen.
Ein Kaiserschnitt ist ein sicheres Verfahren, das bei Beckenendlage das Risiko für Mutter und Kind minimiert.
Äußere Wendung: Wann ist sie möglich?
Eine äußere Wendung kann ab der 3Schwangerschaftswoche versucht werden, wenn das Kind noch beweglich ist und die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass es sich nach der Wendung wieder in die Beckenendlage dreht.

Zunächst wird die Lage des Babys durch einen Ultraschall überprüft. Anschließend versucht der Arzt durch gezielte Handgriffe von außen, das Baby in die Schädellage zu drehen. Die äußere Wendung ist nicht immer erfolgreich und kann in seltenen Fällen zu Komplikationen führen, wie z.B. Vorzeitigen Wehen oder einer Abnahme der kindlichen Herztöne.
Fragen und Antworten zur Beckenendlage
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Beckenendlage?
Die Wahrscheinlichkeit einer Beckenendlage liegt bei etwa 3-4% aller Geburten.
Kann sich das Baby noch von alleine drehen?
Ja, die meisten Babys drehen sich im Laufe der Schwangerschaft von alleine in die Schädellage.
Was passiert, wenn sich das Baby nicht dreht?
Wenn sich das Baby nicht von alleine dreht, kann eine äußere Wendung versucht werden. Wenn diese nicht erfolgreich ist oder zu riskant ist, wird ein Kaiserschnitt durchgeführt.
Ist eine vaginale Geburt bei Beckenendlage gefährlich?
Eine vaginale Geburt bei Beckenendlage ist möglich, aber sie kann länger dauern und für die Mutter anstrengender sein als eine Geburt in Schädellage. Es kann auch zu Komplikationen kommen.
Ist ein Kaiserschnitt bei Beckenendlage immer notwendig?
Nein, ein Kaiserschnitt ist nicht immer notwendig. Wenn die Voraussetzungen für eine vaginale Geburt erfüllt sind, kann diese auch bei Beckenendlage durchgeführt werden.
Wie kann ich die Wahrscheinlichkeit einer Beckenendlage verringern?
Es gibt keine garantierte Methode, um die Wahrscheinlichkeit einer Beckenendlage zu verringern. Allerdings kann es hilfreich sein, sich regelmäßig zu bewegen und Yoga oder Schwangerschaftsgymnastik zu machen.
Fazit
Eine Beckenendlage ist zwar nicht die häufigste Geburtslage, aber sie ist nicht ungewöhnlich. Die meisten Babys drehen sich im Laufe der Schwangerschaft von alleine in die Schädellage. Wenn dies nicht geschieht, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Geburt zu gestalten, um die Sicherheit von Mutter und Kind zu gewährleisten.
Die Entscheidung für eine vaginale Geburt oder einen Kaiserschnitt sollte in Absprache mit dem behandelnden Arzt getroffen werden. Es ist wichtig, sich gut zu informieren und die verschiedenen Möglichkeiten zu besprechen, um die für Sie und Ihr Kind beste Entscheidung zu treffen.
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