Bauchnabelpiercing in der schwangerschaft: so geht sicher!

Viele Frauen lieben Bauchnabelpiercings und schmücken ihren Bauch damit. Doch wie verhält es sich mit einem Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft? Kann man den Schmuck drin lassen? Gibt es Alternativen? Wir klären dich über alle wichtigen Aspekte auf und helfen dir bei der Entscheidung.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

Aus medizinischer Sicht ist es empfehlenswert, das Bauchnabelpiercing frühzeitig zu entfernen. Allerdings sehen viele Ärzte das mittlerweile entspannter, solange du das Piercing gut pflegst und regelmäßig desinfizierst. Ein Bauchnabelpiercing kann jedoch während der Schwangerschaft reißen und unschöne Narben hinterlassen. Daher solltest du die Risiken sorgfältig abwägen.

Es gibt spezielle Schwangerschaftspiercings aus Kunststoff, die mitwachsen können. Selbst wenn sich der Stichkanal schließt, kann er nach der Geburt wieder geöffnet werden. Das Stechen eines neuen Piercings während der Schwangerschaft ist jedoch tabu, da die Infektionsgefahr zu hoch ist. Vor einem Kaiserschnitt muss jegliche Art von Schmuck aus hygienischen Gründen entfernt werden.

Letztendlich bleibt die Entscheidung, ob du dein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft drin lässt oder nicht, bei dir. Wir geben dir alle wichtigen Informationen, damit du eine fundierte Entscheidung treffen kannst.

Erste Möglichkeit: Bauchnabelpiercing in Ruhe lassen

Viele Frauen mit Bauchnabelpiercing lassen den Schmuck während der Schwangerschaft einfach drin. Das ist grundsätzlich okay, kann aber auch mit Risiken verbunden sein. Besonders bei Piercings, die schon viele Jahre getragen werden, besteht weniger Risiko, da der Stichkanal meist gut gedehnt ist. Allerdings ist das keine Garantie dafür, dass es bei jeder Schwangeren ohne Komplikationen verläuft.

Risiken vom Drinlassen:

  • Riss im Stichkanal: Wenn der Bauch wächst und sich der Nabel nach außen stülpt, wird das Gewebe stark gedehnt. Der Stichkanal des Bauchnabelpiercings ist dann die Schwachstelle. Ein Riss kann in der Schwangerschaft schlechter verheilen und wird mit der Zeit größer. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch zu unschönen Narben führen.
  • Entzündungen: Schon kleine Risse können aufgrund der hormonellen Veränderungen in der Schwangerschaft zu Entzündungen führen. Deshalb ist es wichtig, das Piercing gut zu pflegen und regelmäßig mit Jod zu desinfizieren.
  • Allergien: In der Schwangerschaft kommt es leichter zu Allergien. Du könntest plötzlich allergisch auf Nickel reagieren, selbst wenn du vorher keine Probleme hattest. Auch beim Fötus kann sich eine Allergie entwickeln.
  • Störung bei Untersuchungen: Bauchnabelpiercings können bei Ultraschall-, Herzton- und CTG-Untersuchungen stören. Das Metall kann die Ergebnisse verfälschen und auch Kunststoffpiercings können Schmerzen verursachen.

Vorteile vom Drinlassen:

Objektiv betrachtet gibt es keine Vorteile, außer vielleicht, dass du dich mit dem Piercing wohler fühlst. Vielleicht ist das für dich ein wichtiger Punkt.

Zweite Möglichkeit: Bauchnabelpiercing durch Schwangerschaftspiercing ersetzen

Wenn du auch in der Schwangerschaft nicht auf dein Bauchnabelpiercing verzichten möchtest, gibt es Piercing-Ringe oder -Stäbe aus Bio-Kunststoff, die länger und flexibler sind als normale Bauchnabelpiercings. Diese sind relativ günstig und können durchaus hübsch aussehen. Aber auch hier gibt es Risiken.

Risiken von Schwangerschaftspiercings:

  • Hängenbleiben: Schwangerschaftspiercings, besonders die längeren Stäbe, können leichter irgendwo hängenbleiben, da der Bauch weiter heraussteht. Dies kann zu kleinen Verletzungen am Stichkanal führen, die sich entzünden können.
  • Schmerzen beim Ultraschall: Auch Schwangerschaftspiercings können beim Ultraschall Schmerzen verursachen, wenn der Arzt mit dem Gerät über den Bauch fährt. In diesem Fall müssen sie manchmal entfernt werden.
  • Zu kurz werden: Wenn der Bauch sehr groß ist oder der Nabel stark ausgestülpt ist, kann auch das Schwangerschaftspiercing zu kurz werden und entfernt werden müssen. Ringe funktionieren in der Regel länger als Stäbe.

Vorteile von Schwangerschaftspiercings:

  • Vermeidung von Rissen und Entzündungen: Wenn du frühzeitig auf ein Schwangerschaftspiercing umsteigst, kannst du Risse und Entzündungen meist vermeiden.
  • Dehnbarkeit: Schwangerschaftspiercings sind dehnbar und wachsen bis zu einem gewissen Punkt mit.
  • Keine Allergene: Sie enthalten keine allergieauslösenden Stoffe.

Dritte Möglichkeit: Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft sofort herausnehmen

Viele Frauenärzte raten dazu, das Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft so früh wie möglich zu entfernen. Das mag nicht das sein, was du hören möchtest, aber es ist oft die sicherste Option.

Risiken vom Herausnehmen:

Es ist möglich, dass du das Piercing nach der Geburt nicht mehr ohne Hilfe durchstechen kannst. Der Stichkanal wächst selten zu, aber manchmal die oberste Hautschicht. In diesem Fall kann ein Piercer das Loch nach der Geburt wieder dehnen oder es neu stechen.

Vorteile vom Herausnehmen:

  • Vermeidung von Rissen und Entzündungen: Du vermeidest Risse und Entzündungen komplett.
  • Wiedereröffnung nach der Geburt: Nach der Geburt kann ein Piercer das Loch des Piercings wieder dehnen oder es neu stechen. Am besten wartest du, bis sich dein Bauch zurückgebildet hat, was bis zu einem Jahr dauern kann.

Intimpiercings und Brustwarzenpiercings in der Schwangerschaft

Intimpiercings solltest du gleich zu Beginn der Schwangerschaft entfernen. Brustwarzenpiercings solltest du spätestens im oder Monat entfernen, wenn die Brüste wachsen. Wenn du Brustwarzenpiercings hast, kannst du dennoch stillen. Allerdings solltest du die Piercings während des Stillens herausnehmen und den Stichkanal desinfizieren.

Fazit zum Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft

Unsere Empfehlung: Wir würden das Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft herausnehmen. So kannst du es nach der Geburt wieder nachstechen lassen, falls es zugewachsen ist. Für schöne Fotos gibt es übrigens einfache Klebe- oder Klemm-Piercings.

Wenn du dich ohne Piercing nicht wohlfühlst, ist ein Schwangerschaftspiercing eine gute Alternative. Aber: Die Entscheidung liegt letztendlich bei dir!

Häufig gestellte Fragen :

Wie lange dauert es, bis ein Bauchnabelpiercing zugewachsen ist?

Die Zeit, die ein Bauchnabelpiercing zum Zwachsen braucht, variiert von Person zu Person. In der Regel dauert es zwischen 6 und 12 Monaten, manchmal sogar länger. Faktoren wie die individuelle Heilungsgeschwindigkeit, die Pflege und die Art des Piercings spielen eine Rolle.

Wie lange kann ich ein Bauchnabelpiercing rausnehmen?

Wenn du das Bauchnabelpiercing herausnimmst, kann es bis zu einem Jahr dauern, bis der Stichkanal vollständig zugewachsen ist. Es ist jedoch möglich, dass der Stichkanal nach der Geburt wieder geöffnet werden kann.

Kann ich während der Schwangerschaft ein Bauchnabelpiercing stechen lassen?

Nein, das Stechen eines Bauchnabelpiercings während der Schwangerschaft ist tabu. Die Infektionsgefahr ist zu hoch und kann sowohl für die Mutter als auch für das ungeborene Kind gefährlich sein.

Was passiert, wenn das Bauchnabelpiercing reißt?

Wenn das Bauchnabelpiercing reißt, kann das sehr schmerzhaft sein und zu unschönen Narben führen. In der Schwangerschaft kann ein Riss schlechter verheilen, da das Gewebe durch die hormonellen Veränderungen empfindlicher ist.

Muss ich mein Bauchnabelpiercing vor einem Kaiserschnitt entfernen?

Ja, vor einem Kaiserschnitt muss jegliche Art von Schmuck aus hygienischen Gründen entfernt werden. Das gilt auch für Bauchnabelpiercings.

Zusammenfassung

Die Entscheidung, ob du dein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft drin lassen möchtest oder nicht, ist eine persönliche Entscheidung. Es gibt sowohl Vor- als auch Nachteile, die du sorgfältig abwägen solltest. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Hebamme, um die für dich beste Lösung zu finden.

Denke daran, dass es wichtig ist, das Piercing gut zu pflegen, um das Risiko von Komplikationen zu minimieren. Wenn du dich für ein Schwangerschaftspiercing entscheidest, achte darauf, dass es aus einem hochwertigen Material besteht und gut sitzt.

Egal, wofür du dich entscheidest, genieße deine Schwangerschaft und freue dich auf die Ankunft deines kleinen Wunders!

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