Babys finger im mund: entwicklung & sicherheit

Es ist ein häufiges Phänomen: Babys stecken alles in den Mund, vor allem ihre eigenen Finger. Diese natürliche Neugier ist Teil der sogenannten oralen Phase, einer wichtigen Entwicklungsphase, die jedes Kind durchläuft. In diesem Artikel erklären wir, warum Babys ihre Finger im Mund haben, wie lange diese Phase dauert und was Eltern tun können, um die Sicherheit ihres Kindes zu gewährleisten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die orale Phase?

Die orale Phase ist eine Phase der kindlichen Entwicklung, in der der Mund das wichtigste Sinnesorgan des Babys ist. Babys lernen ihre Umwelt durch Fühlen, Schmecken und Saugen kennen. Der Tastsinn der Lippen ist bei Babys viel ausgeprägter als der der Finger oder die Sehkraft. Daher nutzen sie den Mund, um die Welt zu erforschen.

In dieser Phase stecken Babys alles in den Mund, was sie in die Hände bekommen: Spielzeug, ihre eigenen Finger, Kleidung und sogar die Möbel. Diese Phase ist völlig normal und ein Zeichen dafür, dass sich das Baby richtig entwickelt. Sie beginnt in der Regel zwischen vier und sieben Monaten, wenn Babys die Feinmotorik entwickelt haben, um Gegenstände zu greifen und zum Mund zu führen. Die orale Phase endet in der Regel mit etwa zwei Jahren, kann aber bei manchen Kindern auch länger dauern.

Warum ist die orale Phase so wichtig?

Die orale Phase ist nicht nur ein Zeichen der Neugier, sondern dient auch der Entwicklung des Babys in verschiedenen Bereichen:

  • Feinmotorik: Das Greifen und Untersuchen von Gegenständen fördert die Feinmotorik des Babys.
  • Hand-Augen-Koordination: Das Baby lernt, seine Augen und Hände zu koordinieren, um Gegenstände zu greifen und zum Mund zu führen.
  • Vorbereitung auf den Beikost: Die orale Phase ist die perfekte Vorbereitung auf den Beikoststart. Das Baby lernt, verschiedene Texturen und Geschmäcker zu erkunden.
  • Sprachentwicklung: Das Kauen und Saugen trainiert die Beweglichkeit der Zunge, Lippen und des Kiefers, was die Sprachentwicklung fördert.

Es ist wichtig, dass Eltern die orale Phase als eine normale und wichtige Entwicklungsphase akzeptieren. Sie sollten ihr Kind nicht daran hindern, seine Finger im Mund zu haben, solange es sich nicht um gefährliche Gegenstände handelt.

Zähne als möglicher Übeltäter

Neben der natürlichen Neugier können auch Zähne im Anmarsch dazu führen, dass Babys ihre Finger im Mund haben. Das Zahnfleisch juckt, brennt und tut weh, weshalb Babys etwas gegen den Schmerz des Zahnens tun wollen. Ein gekühlter Beißring kann den Schmerz lindern und den Durchbruch der Zähne fördern.

Sicher durch die orale Phase

Um die Sicherheit des Babys während der oralen Phase zu gewährleisten, sollten Eltern einige Sicherheitsvorkehrungen treffen:

Gefährliche Gegenstände

Eltern sollten immer ein Auge darauf haben, was sich in Reichweite des Babys befindet. Besonders wichtig ist dies, wenn das Baby älter wird und sich eigenständig in der Umgebung bewegt. Möbel sollten fest montiert und Steckdosen abgesichert sein.

Auch Medikamente, Chemikalien, Alkohol oder Zigaretten sollten nicht greifbar für das Baby sein. Vor allem Kleinteile oder spitze und glatte Gegenstände stellen eine Gefahr dar, da sie leicht zu verschlucken sind.

Auch wenn sie schön anzusehen sind: Pflanzen können giftig sein und somit schädlich für das Baby. Giftige Pflanzen sollten daher außer Reichweite des Babys platziert werden.

Die sicherste Wahl für Babyspielzeug ist altersgerechtes Spielzeug, das frei von Schadstoffen ist. So können Eltern ihr Baby mit gutem Gewissen entdecken und ausprobieren lassen.

Hygiene

Babys haben oft ein oder mehrere Lieblingsobjekte, die sie immer wieder in den Mund nehmen. Diese müssen nicht unbedingt desinfiziert oder besonders gereinigt werden. Es reicht, die Objekte hin und wieder unter fließendem Wasser gründlich zu reinigen. Kuscheltiere können einmal im Monat mit der restlichen Wäsche in der Waschmaschine gewaschen werden.

Ein bisschen Dreck ist für gewöhnlich nicht schädlich für das Kind. Ein Großteil der Keime, mit denen das Kind in Kontakt kommt, stärken seine Abwehrkräfte. Sollte das Baby krank sein, ist jedoch Vorsicht geboten. Eltern sollten früh Rituale wie das Händewaschen nach dem Spielen und vor dem Essen einführen.

babys finger im mund - Wann nehmen Babys die Hände in den Mund

Erste Hilfe beim Baby

Im Ernstfall vorbereitet zu sein ist wichtig. Schon vor der oralen Phase ist es sinnvoll, einen Erste-Hilfe-Kasten, relevante Handgriffe und wichtige Notrufnummern parat zu haben. In vielen Städten werden Erste-Hilfe-Kurse für Babys und Kleinkinder angeboten. Diese können Eltern hilfreiche Tipps und Sicherheit geben, sollte es zu einem Notfall kommen.

Tipps und Tricks für die orale Phase beim Baby

Hier sind einige Tipps, die Eltern während der oralen Phase ihres Babys beherzigen können:

  • Legen Sie sich bäuchlings auf den Boden, um die Welt aus der Sicht Ihres Babys zu betrachten und mögliche Gefahren leichter zu erkennen.
  • Bleiben Sie aufmerksam und anwesend, um Unfälle zu vermeiden.
  • Achten Sie beim Kauf von Spielzeug auf Prüfzeichen, die garantieren, dass das Spielzeug frei von Schadstoffen und für Babys geeignet ist.
  • Beißringe und Greifspielzeuge sind in allen Farben und Formen erhältlich und sorgen mit ihrer unterschiedlichen Beschaffenheit für viel Fläche zum Ertasten.
  • Weich gekochtes Gemüse dient ebenso gut wie Beißringe zum Erforschen und schmeckt dabei auch noch gut. Ist Ihr Baby bereit für Beikost und kann eigenständig sitzen, können Sie ihm weich gekochtes Gemüse anbieten.

Was tun, wenn das Kind Finger in den Mund nimmt?

Es ist normal, dass Kinder ihre Finger in den Mund nehmen. In den meisten Fällen ist dies ein Zeichen von Neugier oder Stressabbau. Allerdings kann das ständige Fingernägelkauen zu verschiedenen Problemen führen, wie z. B. Nagelbettentzündungen, Bakterien oder Nagelpilz.

Gründe für Fingernägelkauen

Es gibt viele Gründe, warum Kinder an ihren Fingernägeln kauen. Hier sind einige Beispiele:

  • Stress und Nervosität: Das Kauen an den Nägeln kann ein Ventil sein, um innerliche Spannung abzubauen.
  • Langeweile: Kinder, die sich langweilen, können anfangen, an ihren Nägeln zu kauen.
  • Gewohnheit: Manche Kinder entwickeln das Nägelkauen als Gewohnheit, die schwer zu brechen ist.
  • Angst und Unsicherheit: Kinder, die sich ängstlich oder unsicher fühlen, können anfangen, an ihren Nägeln zu kauen.

5 Tricks gegen Nägelkauen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Kindern das Nägelkauen abzugewöhnen. Hier sind fünf Tricks, die Eltern ausprobieren können:

  • Bittergeschmack-Trick: Einmal am Tag die Fingernägel mit einem speziellen, ziemlich bitter schmeckenden, aber ungefährlichen Lack einzupinseln kann helfen, die Lust am Nägelkauen zu verlieren.
  • Pflaster-Trick: Auf einem Pflaster herumzukauen scheint für viele Kinder auch nicht das Gleiche zu sein wie an den Fingernägeln. Das Fremdkörpergefühl im Mund macht ihnen zudem bewusst, dass sie gerade an den Nägeln beißen wollten. Kleben Sie die Nägel so ab, dass sie unsichtbar sind.
  • Handschuh-Trick: Sind die Nägel nicht mehr sichtbar, macht das Knabbern weniger Vergnügen. In Ruhephasen können waschbare Baumwollhandschuhe dabei helfen, das Nägelkauen zu unterdrücken.
  • Ball-Trick: Statt bei Stress auf den Fingernägeln zu kauen, kann man auch einen Igelball zwischen den Handflächen kreisen lassen oder auf einen Stressball drücken.
  • Ketten-Kau-Trick: Für Menschen mit Kauzwang gibt es mittlerweile Halsketten mit speziellen Anhängern, an denen sie entspannt knabbern können – ohne sich selbst zu verletzen.

Keine Vorwürfe

Eltern sollten sich in Geduld üben. Vorwürfe und Strafen helfen bei Fingernägelkauen nicht. Hilfreicher sind Entspannungsmethoden wie Fantasiereisen, Körpermassagen oder Kinder-Yoga. Oder einfach ein gemeinsames Kuschelstündchen in der Sofa-Ecke mit Vorlesen oder Geschichtenerzählen. Und loben Sie Ihr Kind, wenn die Nägel wieder ein winziges Stückchen gewachsen sind.

Professionelle Hilfe

Wenn alle Bemühungen scheitern und das Nägelkauen nicht aufhört, können Eltern professionelle Unterstützung holen. Die erste Anlaufstelle ist der Kinderarzt oder die Kinderärztin. Stecken hinter dem Fingernägelkauen seelische Gründe, raten sie eventuell zu einem Besuch bei einer Kinderpsychologin oder einem Kinderpsychologen.

Wann beginnt die orale Phase bei Kindern?

Die orale Phase beginnt in der Regel zwischen vier und sieben Monaten, wenn Babys die Feinmotorik entwickelt haben, um Gegenstände zu greifen und zum Mund zu führen.

Wie lange dauert die orale Phase?

Die orale Phase endet in der Regel mit etwa zwei Jahren, kann aber bei manchen Kindern auch länger dauern.

babys finger im mund - Was tun wenn Kind Finger in den Mund nimmt

Was kann ich tun, wenn mein Baby ständig an seinen Fingernägeln kaut?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Kindern das Nägelkauen abzugewöhnen. Sie können die oben genannten Tricks ausprobieren oder professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Ist es gefährlich, wenn mein Baby ständig seine Finger im Mund hat?

Die orale Phase ist eine normale Entwicklungsphase und nicht gefährlich. Allerdings sollten Eltern darauf achten, dass das Baby keine gefährlichen Gegenstände in den Mund nimmt.

Was sind die Vorteile der oralen Phase?

Die orale Phase fördert die Entwicklung der Feinmotorik, die Hand-Augen-Koordination, die Vorbereitung auf den Beikost und die Sprachentwicklung.

Was kann ich tun, um mein Baby vor Gefahren während der oralen Phase zu schützen?

Eltern sollten immer ein Auge darauf haben, was sich in Reichweite des Babys befindet. Sie sollten gefährliche Gegenstände außer Reichweite platzieren und auf die Hygiene achten.

Die orale Phase ist eine wichtige und natürliche Entwicklungsphase. Eltern sollten sie als solche akzeptieren und ihr Kind dabei unterstützen, seine Umwelt zu erforschen. Mit ein paar Sicherheitsvorkehrungen und etwas Geduld können Eltern die orale Phase ihres Babys sicher und angenehm gestalten.

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