Knochenbruch: arzt, diagnose & behandlung

Ein Knochenbruch ist eine schmerzhafte Verletzung, die sofortige ärztliche Hilfe erfordert. Aber welcher Arzt ist der richtige Ansprechpartner? Und wie schnell sollten Sie nach einem Bruch zum Arzt gehen? In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über die Behandlung von Knochenbrüchen, von der Diagnose bis zur Rehabilitation.

Inhaltsverzeichnis

Welcher Arzt bei Knochenbruch?

Bei einem Knochenbruch ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner. Er kann die Verletzung begutachten, die Symptome beurteilen und gegebenenfalls weitere Untersuchungen veranlassen. Je nach Art des Bruchs und der Schwere der Verletzung kann der Hausarzt Sie an einen Facharzt überweisen, z.B. An einen Orthopäden oder einen Unfallchirurgen.

Orthopäden sind spezialisiert auf Erkrankungen des Bewegungsapparates, einschließlich Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder. Sie können Knochenbrüche diagnostizieren und behandeln, einschließlich der Operation. Unfallchirurgen sind spezialisiert auf die Behandlung von Verletzungen, die durch Unfälle verursacht werden. Sie können Knochenbrüche, aber auch andere Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen und Risse behandeln.

Im Notfall, z.B. Bei einem offenen Bruch oder einem starken Blutverlust, sollten Sie sofort einen Notarzt rufen.

Wie schnell mit Bruch zum Arzt?

Bei einem Knochenbruch sollten Sie so schnell wie möglich zum Arzt gehen. Je früher der Bruch behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Wenn Sie starke Schmerzen haben, die Gliedmaße nicht mehr richtig bewegen können oder der Bruch offen ist, sollten Sie sofort einen Notarzt rufen.

Anzeichen für einen Knochenbruch

Ein Knochenbruch kann verschiedene Symptome verursachen, darunter:

  • Starke Schmerzen
  • Schwellung
  • Bluterguss
  • Bewegungseinschränkung
  • Fehlstellung des Knochens
  • Knirschen oder Knacken beim Bewegen des Knochens
  • Sichtbare Knochenfragmente bei einem offenen Bruch

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bemerken, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Die Diagnose eines Knochenbruchs

Um einen Knochenbruch zu diagnostizieren, wird der Arzt zunächst eine körperliche Untersuchung durchführen. Dabei wird er die betroffene Stelle abtasten, die Beweglichkeit überprüfen und nach Auffälligkeiten suchen. Um die Diagnose zu bestätigen, wird in der Regel eine Röntgenaufnahme gemacht. Diese zeigt die Knochenstruktur und ermöglicht es dem Arzt, den Bruch genau zu beurteilen.

In einigen Fällen kann der Arzt auch andere bildgebende Verfahren wie eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) anordnen, um den Bruch genauer zu untersuchen oder um andere Verletzungen auszuschließen.

Die Behandlung eines Knochenbruchs

Die Behandlung eines Knochenbruchs hängt von der Art und Schwere des Bruchs ab. Es gibt zwei grundlegende Behandlungsmöglichkeiten: konservative Therapie und operative Therapie.

Konservative Therapie

Die konservative Therapie umfasst alle Behandlungsmethoden, die ohne Operation durchgeführt werden. Dazu gehören:

  • Ruhigstellung : Die betroffene Gliedmaße wird mit einem Gipsverband, einer Schiene oder einem Stützverband ruhiggestellt, um den Knochen zu stabilisieren und die Heilung zu fördern.
  • Reposition : Bei einer Reposition werden die Knochenbruchstücke in ihre ursprüngliche Position gebracht. Dies kann unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose erfolgen.
  • Medikamente : Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente können die Schmerzen lindern und die Schwellung reduzieren.

Operative Therapie

Wenn die konservative Therapie nicht ausreicht oder wenn der Bruch zu kompliziert ist, kann eine operative Therapie notwendig sein. Bei einer Operation werden die Knochenbruchstücke mit Hilfe von Schrauben, Platten, Drähten oder Nägeln fixiert, um den Knochen zu stabilisieren und die Heilung zu fördern.

Es gibt verschiedene operative Verfahren, die je nach Art des Bruchs und den Bedürfnissen des Patienten ausgewählt werden. Zu den häufigsten Methoden gehören:

  • Osteosynthese : Bei der Osteosynthese werden Schrauben, Platten, Drähte oder Nägel in den Knochen eingesetzt, um die Bruchstücke zu fixieren.
  • Fixateur externe : Bei einem Fixateur externe werden Schrauben in den Knochen eingesetzt und mit einer externen Stange verbunden, um den Knochen zu stabilisieren.

Rehabilitation nach einem Knochenbruch

Nach der Behandlung eines Knochenbruchs ist eine Rehabilitation wichtig, um die volle Funktion der betroffenen Gliedmaße wiederzuerlangen. Die Rehabilitation umfasst:

  • Physiotherapie : Physiotherapeuten helfen den Patienten, ihre Beweglichkeit und Kraft wiederzuerlangen und ihre Muskeln zu stärken.
  • Ergotherapie : Ergotherapeuten helfen den Patienten, ihre Alltagsaktivitäten wieder selbstständig zu bewältigen.
  • Bewegungsübungen : Regelmäßige Bewegung ist wichtig, um die Muskeln zu stärken und die Durchblutung zu fördern.

Mögliche Komplikationen

Trotz der modernen Behandlungsmethoden können bei Knochenbrüchen Komplikationen auftreten. Zu den häufigsten Komplikationen gehören:

  • Infektion : Bei offenen Brüchen besteht die Gefahr einer Infektion. Eine Antibiotikatherapie kann helfen, die Infektion zu bekämpfen.
  • Thrombose : Bei langer Ruhigstellung besteht die Gefahr einer Thrombose, d.h. Einer Blutgerinnselbildung in den Beinvenen. Blutverdünnende Medikamente können helfen, die Gefahr einer Thrombose zu reduzieren.
  • Kompartmentsyndrom : Das Kompartmentsyndrom ist ein akuter Notfall, der durch eine starke Schwellung in einem Muskelabteil auftreten kann. Eine Operation kann helfen, den Druck im Muskelabteil zu reduzieren.
  • Pseudarthrose : Eine Pseudarthrose ist ein falsches Gelenk, das sich bilden kann, wenn die Bruchstücke nicht richtig zusammenwachsen. Eine Operation kann helfen, die Pseudarthrose zu behandeln.
  • CRPS : Das Komplexe Regionale Schmerzsyndrom (CRPS) ist ein chronisches Schmerzsyndrom, das nach einer Verletzung auftreten kann. Medikamente und Physiotherapie können helfen, die Symptome zu lindern.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert es, bis ein Knochenbruch verheilt ist?

Die Heilungszeit für einen Knochenbruch hängt von der Art und Schwere des Bruchs, dem Alter des Patienten und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Kinder heilen in der Regel schneller als Erwachsene. Ein einfacher Bruch kann innerhalb weniger Wochen heilen, während ein komplizierter Bruch mehrere Monate dauern kann.

Kann man einen Knochenbruch selbst heilen?

Nein, einen Knochenbruch kann man nicht selbst heilen. Ein Bruch muss von einem Arzt behandelt werden, um eine optimale Heilung zu gewährleisten.

Kann man mit einem gebrochenen Knochen Sport treiben?

Ob und wie Sie mit einem gebrochenen Knochen Sport treiben können, hängt von der Art und Schwere des Bruchs ab. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit dem Sport beginnen.

Was sollte man nach einem Knochenbruch tun?

Nach einem Knochenbruch sollten Sie die betroffene Gliedmaße ruhig halten und die Anweisungen Ihres Arztes befolgen. Sie sollten auch regelmäßig Ihre Medikamente einnehmen und die Physiotherapie durchführen, die Ihnen empfohlen wurde.

Kann man einen Knochenbruch vorbeugen?

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko eines Knochenbruchs zu reduzieren. Dazu gehören:

  • Regelmäßige Bewegung : Bewegung stärkt die Knochen und macht sie widerstandsfähiger.
  • Gesunde Ernährung : Eine gesunde Ernährung mit ausreichend Kalzium und Vitamin D fördert die Knochengesundheit.
  • Vorsicht beim Sport : Beim Sport sollten Sie sich nicht überanstrengen und die richtige Ausrüstung tragen.
  • Vorsicht im Haushalt : Im Haushalt sollten Sie auf Stolperfallen achten und die Treppen vorsichtig benutzen.

Fazit

Ein Knochenbruch ist eine ernstzunehmende Verletzung, die sofortige ärztliche Hilfe erfordert. Die Behandlung hängt von der Art und Schwere des Bruchs ab und kann konservativ oder operativ erfolgen. Eine Rehabilitation nach der Behandlung ist wichtig, um die volle Funktion der betroffenen Gliedmaße wiederzuerlangen. Mit der richtigen Behandlung und Rehabilitation können die meisten Knochenbrüche gut verheilen, ohne bleibende Schäden zu hinterlassen.

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