Äpfel schütteln: wehen fördern - mythos oder methode?

Die Vorfreude auf die Geburt ist groß, aber wenn sich das kleine Wunderchen im Bauch etwas zu viel Zeit lässt, kann die Ungeduld steigen. Viele Schwangere greifen dann zu Hausmitteln, die angeblich die Wehen fördern sollen. Eines dieser Hausmittel ist das äpfel schütteln, eine Methode, die jedoch wissenschaftlich nicht belegt ist und eher einer alten Frauenweisheit ähnelt.

Inhaltsverzeichnis

Was steckt hinter dem Mythos äpfel schütteln ?

Der Mythos besagt, dass das Schütteln von Äpfeln die Wehen anregen soll. Die genaue Begründung für diese Annahme ist jedoch unklar. Es wird vermutet, dass die Bewegung der Äpfel oder der Geruch der Früchte eine gewisse Wirkung auf den Körper der Schwangeren haben soll.

Wissenschaftliche Grundlage?

Es gibt keine wissenschaftlichen Studien, die die Wirksamkeit des äpfel schüttelns bei der Wehenförderung belegen. Die Behauptung ist also eher ein Mythos, der über Generationen weitergegeben wurde.

Wehen fördern: Was wirklich hilft

Wenn Du die Geburt deines Babys fördern möchtest, gibt es einige wissenschaftlich fundierte Methoden, die du in Absprache mit deiner Hebamme oder deinem Arzt anwenden kannst.

Himbeerblättertee

Himbeerblättertee wird seit langem als traditionelles Mittel zur Wehenförderung eingesetzt. Es wird vermutet, dass er die Muskulatur der Gebärmutter stärkt und die Durchblutung verbessert.

  • Anwendung: Ab der 3Schwangerschaftswoche kann Himbeerblättertee in kleinen Mengen (1-2 Tassen pro Tag) getrunken werden.
  • Vorsicht: Bei vorzeitigen Wehen, Bluthochdruck, Mehrlingsgeburten oder einem geplanten Kaiserschnitt sollte Himbeerblättertee nicht konsumiert werden.

Nachtkerzenöl

Nachtkerzenöl enthält ungesättigte Fettsäuren, die die Bildung von Prostaglandinen im Körper fördern. Prostaglandine können wiederum die Wehen anregen.

  • Anwendung: Nachtkerzenöl in Kapselform ist ab der 3Schwangerschaftswoche oral oder vaginal einnehmbar.
  • Vorsicht: Die Einnahme sollte immer mit der Hebamme abgesprochen werden.

Bewegung und Sex

Leichte Bewegung, wie Spaziergänge oder Schwangerschaftsyoga, kann die Muskeln lockern und das Baby im Becken tiefer rutschen lassen. Sex kann durch die Freisetzung von Oxytocin und Prostaglandinen ebenfalls die Wehen fördern.

  • Vorsicht: Bei jeder Aktivität sollte auf den eigenen Körper gehört werden und eine sichere Umgebung gewährleistet sein.

Brustwarzenmassage

Durch das Reiben oder Saugen an den Brustwarzen wird Oxytocin ausgeschüttet, welches die Wehen anregen kann.

  • Vorsicht: Diese Methode sollte nur in Absprache mit der Hebamme angewandt werden.

Einläufe

Ein Einlauf mit Wasser kann helfen, den Darm zu entleeren, was die Geburt erleichtern kann.

  • Vorsicht: Einläufe sollten nur in Absprache mit der Hebamme durchgeführt werden.

Wärmebad

Ein warmes Bad kann die Muskeln lockern und die Durchblutung fördern.

  • Vorsicht: Bei Kreislaufproblemen sollte man auf ein warmes Bad verzichten.

Bauchmassage

Sanfte Bauchmassagen können die Muskulatur der Gebärmutter stimulieren.

  • Vorsicht: Bei Schmerzen oder Unbehagen sollte die Massage abgebrochen werden.

Entspannungstechniken

Meditation und Entspannungstechniken können den Stresspegel senken und die Wehen fördern.

Häufig gestellte Fragen

Wann darf ich mit der Wehenförderung beginnen?

Sprich immer mit deiner Hebamme oder deinem Arzt, bevor du mit der Wehenförderung beginnst. In der Regel sollte man erst nach dem errechneten Entbindungstermin mit Hausmitteln experimentieren, wenn die Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft.

Welche Hausmittel sind wirklich effektiv?

Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit von Hausmitteln wie äpfel schütteln. Wissenschaftlich belegte Methoden zur Wehenförderung sind Himbeerblättertee, Nachtkerzenöl, Bewegung, Sex, Brustwarzenmassage und Entspannungstechniken.

Was tun, wenn die Wehen nicht einsetzen?

Wenn die Wehen nicht einsetzen, solltest du dich an deine Hebamme oder deinen Arzt wenden. Sie können die Situation beurteilen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen einleiten.

Gibt es Risiken bei der Wehenförderung?

Ja, einige Hausmittel können Risiken bergen. So kann Himbeerblättertee bei vorzeitigen Wehen oder Bluthochdruck gefährlich sein. Es ist wichtig, die Anwendung von Hausmitteln immer mit der Hebamme oder dem Arzt abzusprechen.

Fazit

Ob äpfel schütteln wirklich zur Wehenförderung beiträgt, ist wissenschaftlich nicht belegt. Es gibt jedoch einige wissenschaftlich fundierte Methoden, die in Absprache mit der Hebamme oder dem Arzt eingesetzt werden können. Wichtig ist, dass man sich auf seinen Körper hört und bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch nimmt.

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