Allergien sind in unserer Gesellschaft auf dem Vormarsch, und das betrifft auch unsere Kleinsten. Immer mehr Kinder leiden unter allergischen Erkrankungen wie Neurodermitis, Asthma, Heuschnupfen oder Nahrungsmittelallergien. Die Diagnose einer Allergie bei Kindern kann jedoch eine Herausforderung sein, da sie oft nicht in der Lage sind, ihre Symptome klar zu kommunizieren. Glücklicherweise gibt es verschiedene Allergietests, die helfen können, die Ursache der Beschwerden zu identifizieren und die richtige Behandlung zu finden.
- Wie häufig sind Allergien bei Kindern?
- Welche Allergien können bei Kindern auftreten?
- Wann ist ein Allergietest für mein Kind sinnvoll?
- Allergietest beim Kind: Welche Methoden gibt es?
- Wie sollte ich mich auf den Allergietest für mein Kind vorbereiten?
- Wie läuft der Allergietest für mein Kind in München ab?
- Wie oft sollte ein Allergietest für mein Kind stattfinden?
- Häufig gestellte Fragen
- Was passiert, wenn mein Kind während des Allergietests eine allergische Reaktion zeigt?
- Wie lange dauert es, bis die Ergebnisse des Allergietests vorliegen?
- Was passiert, wenn mein Kind eine Allergie hat?
- Was ist eine Hyposensibilisierung?
- Wie kann ich mein Kind auf den Allergietest vorbereiten?
- Was kann ich tun, um Allergien bei meinem Kind zu verhindern?
Wie häufig sind Allergien bei Kindern?
Allergien im Säuglings-, Kindes- oder Jugendalter sind keine Seltenheit. Etwa 25 % aller Kinder entwickeln irgendwann einmal mindestens eine Allergie. Während einige Allergien von selbst wieder verschwinden, bleiben andere ein Leben lang bestehen oder gehen mit weiteren Allergien einher.
Besonders bei einer erblichen Vorbelastung oder wenn ein konkreter Verdacht auf Allergien besteht, empfiehlt es sich, möglichst frühzeitig einen Allergietest bei Ihrem Kind durchführen zu lassen. So kann schon früh im Leben eine zielgerichtete Therapie eingeleitet werden und unnötige Einschränkungen vermieden werden, wenn sich der Allergieverdacht nicht bestätigt.
Welche Allergien können bei Kindern auftreten?
Bei Babys und Kleinkindern treten Nahrungsmittelallergien besonders häufig auf. Typische Auslöser sind zum Beispiel:
- Kuhmilch
- Fisch
- Hühnerei
- Nüsse
- Soja
- Weizen
Auch Neurodermitis ist eine weitverbreitete allergische Erkrankung bei Kindern. Sie wird vor allem im Alter von 0 - 2 Jahren beobachtet.
Weitere häufige Allergien bei Kindern sind:
- Heuschnupfen (Pollenallergie)
- Allergisches Asthma
- Hausstaub- und Tierhaarallergie
- Insektengiftallergie
Auch Medikamente können bei einigen Kindern Allergien auslösen.
Wann ist ein Allergietest für mein Kind sinnvoll?
Grundsätzlich führen wir Allergietests immer dann durch, wenn Allergie-Symptome vorliegen oder der Verdacht auf eine allergische Reaktion besteht. Auch bei einer familiären Vorbelastung kann ein Allergietest für Ihr Kind sinnvoll sein.
Mögliche Anzeichen für eine Allergie können zum Beispiel folgende Symptome sein:
- Juckende oder gerötete Haut
- Ekzeme oder Ausschlag
- Anhaltender Schnupfen, Niesen oder Atembeschwerden
- Tränendes oder gerötetes Auge
- Bauchschmerzen, Blähungen, Koliken
- Geschwollene Lippen, Zunge oder Hals
- Brechreiz oder Durchfall
- Fieber und allgemeine Krankheitssymptome
Es ist wichtig, zu beobachten, in welchen Situationen Ihr Kind Beschwerden hat. Wenn die Symptome zum Beispiel nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel oder immer zur selben Jahreszeit auftreten, liegt der Verdacht einer Allergie nahe. Das Gleiche gilt für Beschwerden, die immer in derselben Situation auftreten, zum Beispiel nur zu Hause oder nur im Freien.
Allergietest beim Kind: Welche Methoden gibt es?
Es gibt verschiedene Testverfahren, die bei Kindern eingesetzt werden können, um Allergien zu diagnostizieren. Die Wahl der Methode hängt vom Alter des Kindes und den vermuteten Allergenen ab.

Pricktest
Der Pricktest ist ein klassischer Hauttest, bei dem Allergene in niedriger Dosierung auf die Haut aufgebracht werden. Anschließend wird der Haut eine sehr feine Verletzung zugefügt. Falls Ihr Kind unter einer Allergie leidet, kommt es zu einer Hautreaktion.
Der Pricktest wird in der Regel am Unterarm durchgeführt. Bei Säuglingen erfolgt der Allergietest am Rücken, während sich das Kind in Bauchlage oder auch auf Ihrem Arm befindet. Das Verfahren eignet sich zur Diagnose der sogenannten Typ 1 Allergien (Allergien vom Soforttyp). Hier kommt es unmittelbar nach dem Allergietest zu Symptomen, falls eine Allergie vorliegt.

Epikutantest
Der Epikutantest - auch Patchtest genannt - funktioniert ähnlich wie der Pricktest. Auch hier werden Allergene auf die Haut aufgebracht, allerdings in Form eines Pflasters. Das Pflaster verbleibt in der Regel 24 Stunden auf der Haut, bei Jugendlichen 48 Stunden. Auf diese Weise können wir Kontaktallergien wie die Nickelallergie nachweisen, bei denen es erst nach einigen Stunden zu Symptomen kommt.
Blutuntersuchung
Beim Bluttest untersuchen wir das Blut auf Antikörper gegen einzelne Allergene. Die Untersuchung findet in einem spezialisierten Labor statt.
Der Allergie-Bluttest wird häufig ergänzend zu anderen Verfahren wie dem Pricktest eingesetzt, um einen Allergieverdacht zu bestätigen. Falls ein Pricktest bei Ihrem Kind nicht möglich ist, kann die Blutuntersuchung auch als alleiniger Allergietest durchgeführt werden. Das Testverfahren lässt jedoch keine Rückschlüsse auf die Schwere der Allergie-Symptome zu.
Provokationstest
Bei unklaren Testergebnissen kann zusätzlich ein Provokationstest durchgeführt werden. Hierbei sprühen oder tropfen wir das Allergen in niedriger Dosierung in die Nase. Seltener wird das Allergen inhaliert, um mögliche Reaktionen im Bereich der Atemwege festzustellen.
Der Provokationstest findet unter engmaschiger ärztlicher Aufsicht statt, sodass bei Beschwerden sofort eingegriffen werden kann. Das Testverfahren wird vor allem bei Verdacht auf Nahrungsmittelallergien und Atemwegsallergien (z. B. Gegen Pollen, Milben oder Tierhaare) eingesetzt.
Wie sollte ich mich auf den Allergietest für mein Kind vorbereiten?
Falls bei Ihrem Kind bereits allergische Reaktionen aufgetreten sind, ist es verständlich, wenn der Gedanke an einen Allergietest Sie und auch Ihr Kind stark beunruhigt. Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind über den Allergietest sprechen und ihm erklären, was passieren wird.
Vor dem Allergietest für Ihr Kind besprechen wir ausführlich mit Ihnen, wie Sie Ihr Kind am besten auf den Termin vorbereiten. Je nach Verfahren kann es notwendig sein, den Allergietest in einer beschwerdefreien Phase durchzuführen oder zuvor ein Allergietagebuch zu führen. Gerne können Sie uns vor dem Allergietest auch alle Ihre Fragen stellen.
Wie läuft der Allergietest für mein Kind in München ab?
Der genaue Ablauf ist abhängig davon, mit welcher Methode der Test durchgeführt wird. In der Regel kann der Allergietest ambulant stattfinden. In Einzelfällen werden Provokationstests auch stationär durchgeführt, wenn schwere Reaktionen zu erwarten sind.
Vor dem Allergietest besprechen wir noch einmal alle Fragen, die möglicherweise in den vorherigen Gesprächen offengeblieben sind. Anschließend führen wir den eigentlichen Test durch, indem wir entweder Blut abnehmen oder das Allergen auf die Haut aufbringen.
Beim Pricktest stellt sich direkt eine Reaktion ein, falls eine Allergie vorliegt. Nach einem Epikutantest mittels Pflaster dauert es 1 - 2 Tage, bis wir das Ergebnis beurteilen können. Im Fall einer allergischen Reaktion zeigt sich eine kleine Hautschwellung oder möglicherweise auch eine Blasenbildung.
In der Regel nimmt der Allergietest für Ihr Kind nicht viel Zeit in Anspruch. Die Ergebnisse werden direkt im Anschluss mit Ihnen besprochen.
Wie oft sollte ein Allergietest für mein Kind stattfinden?
Nach dem Allergietest für Ihr Kind planen wir gemeinsam mit Ihnen eine mögliche Behandlung. Je nach Art der Allergie kann eine Hyposensibilisierung oder eine medikamentöse Behandlung der Symptome sinnvoll sein. Häufig genügt es bereits, die Auslöser (z. B. Bestimmte Lebensmittel) im Alltag zu meiden.
Im Fall einer Hyposensibilisierung wird zu einem späteren Zeitpunkt ein weiterer Allergietest durchgeführt, um den Behandlungserfolg zu überprüfen. Auch wenn sich die Symptome verschlimmern, kann ein erneuter Allergietest sinnvoll sein. Wir entscheiden immer individuell, wie oft und in welchen Abständen ein Allergietest für Ihr Kind durchgeführt werden sollte.
Häufig gestellte Fragen
Was passiert, wenn mein Kind während des Allergietests eine allergische Reaktion zeigt?
Unsere Praxis ist bestens ausgestattet, um allergische Reaktionen zu behandeln. Wir haben die notwendige Ausrüstung und Medikamente vor Ort, um schnell und effektiv zu reagieren. In den meisten Fällen sind die Reaktionen mild und lassen sich leicht behandeln.
Wie lange dauert es, bis die Ergebnisse des Allergietests vorliegen?
Die Zeit, die es dauert, bis die Ergebnisse des Allergietests vorliegen, hängt von der verwendeten Testmethode ab. Der Pricktest liefert in der Regel sofort Ergebnisse. Der Epikutantest dauert 1-2 Tage, und die Blutuntersuchung kann einige Tage bis zu einer Woche dauern.
Was passiert, wenn mein Kind eine Allergie hat?
Wenn Ihr Kind eine Allergie hat, wird Ihnen Ihr Arzt einen Behandlungsplan erstellen, der auf die spezifische Allergie Ihres Kindes zugeschnitten ist. Dies kann die Vermeidung des Allergens, Medikamente oder eine Hyposensibilisierung umfassen.
Was ist eine Hyposensibilisierung?
Eine Hyposensibilisierung ist eine Therapie, die das Immunsystem des Kindes daran gewöhnt, dem Allergen ausgesetzt zu sein. Dies geschieht durch die schrittweise Erhöhung der Dosis des Allergens über einen längeren Zeitraum.
Wie kann ich mein Kind auf den Allergietest vorbereiten?
Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind über den Allergietest sprechen und ihm erklären, was passieren wird. Sie können Ihrem Kind auch ein Buch oder eine Website über Allergien zeigen, um es auf den Test vorzubereiten. Wenn Ihr Kind Angst hat, können Sie ihm sagen, dass es jederzeit aufhören kann, wenn es sich unwohl fühlt.
Was kann ich tun, um Allergien bei meinem Kind zu verhindern?
Es gibt keine Garantie, dass Sie Allergien bei Ihrem Kind verhindern können, aber es gibt einige Dinge, die Sie tun können, um das Risiko zu verringern. Dazu gehört, dass Sie Ihr Kind nicht zu früh an allergene Lebensmittel wie Erdnüsse oder Eier gewöhnen. Sie sollten auch darauf achten, dass Ihr Kind nicht zu viel Zeit in staubigen Umgebungen verbringt und dass es regelmäßig seine Hände wäscht.
Wenn Sie Fragen oder Bedenken haben, sprechen Sie bitte mit Ihrem Kinderarzt. Er kann Ihnen die beste Beratung für Ihr Kind geben.
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