Abstrich in der schwangerschaft: bakterien & risiken

Die Schwangerschaft ist eine Zeit voller Veränderungen und neuer Erfahrungen. Neben der Freude auf das kommende Baby, gibt es aber auch einige Dinge, die für werdende Mütter sorgen bereiten können. Einer davon ist der Abstrich beim Frauenarzt, der in der Schwangerschaft regelmässig durchgeführt wird. Dieser Abstrich dient dazu, verschiedene Bakterien zu testen, die potenziell für die Mutter und das ungeborene Kind gefährlich sein können. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über den Abstrich in der Schwangerschaft, welche Bakterien getestet werden und warum diese Tests so wichtig sind.

Inhaltsverzeichnis

Warum ist der Abstrich in der Schwangerschaft so wichtig?

Der Abstrich in der Schwangerschaft ist ein wichtiger Bestandteil der Vorsorgeuntersuchungen. Er dient dazu, verschiedene Bakterien und Infektionen zu erkennen, die für die Mutter und das ungeborene Kind gefährlich sein können. Einige dieser Infektionen können zu Frühgeburten, Fehlgeburten, einer Infektion des Babys während der Geburt oder anderen Komplikationen führen.

Durch den Abstrich kann der Frauenarzt frühzeitig feststellen, ob eine Infektion vorhanden ist. So können die notwendigen Massnahmen ergriffen werden, um die Gesundheit der Mutter und des Babys zu schützen.

Welche Bakterien werden beim Abstrich getestet?

Beim Abstrich in der Schwangerschaft werden verschiedene Bakterien getestet, die für die Mutter und das ungeborene Kind gefährlich sein können. Zu den wichtigsten gehören:

Streptokokken der Gruppe B (GBS)

Streptokokken der Gruppe B (GBS) sind Bakterien, die bei etwa 10-30% aller Frauen im Vaginalbereich oder im Enddarm vorkommen. Bei den meisten Frauen sind sie harmlos, aber für Ungeborene können sie eine Gefahr darstellen. Während der Geburt können GBS-Bakterien vom Geburtskanal auf das Baby übertragen werden und zu schweren Infektionen wie Lungenentzündung, Blutvergiftung oder Meningitis führen.

Chlamydien

Chlamydien sind Bakterien, die eine sexuell übertragbare Infektion (STI) verursachen können. Sie können zu Entzündungen im Genitalbereich führen und bei ungeborenen Kindern zu Augeninfektionen oder Lungenentzündungen.

Gonorrhoe

Gonorrhoe ist eine weitere sexuell übertragbare Infektion, die durch Bakterien verursacht wird. Sie kann zu Entzündungen im Genitalbereich führen und bei ungeborenen Kindern zu Augeninfektionen oder Gelenkentzündungen.

Trichomonas vaginalis

Trichomonas vaginalis ist ein einzelliger Parasit, der eine Infektion der Vagina verursachen kann. Er kann zu Juckreiz, Ausfluss und Schmerzen im Genitalbereich führen. Bei Schwangeren kann er zu vorzeitigen Wehen oder Frühgeburten führen.

Candida albicans

Candida albicans ist ein Hefepilz, der eine Scheidenpilzinfektion (Soor) verursachen kann. Er kann zu Juckreiz, Ausfluss und Schmerzen im Genitalbereich führen. Während der Schwangerschaft kann Candida albicans häufiger auftreten.

Wie wird der Abstrich durchgeführt?

Der Abstrich wird vom Frauenarzt mit einem sterilen Wattestäbchen durchgeführt. Das Stäbchen wird vorsichtig in die Vagina eingeführt und an der Gebärmutterhalsöffnung entlanggeführt. Die entnommenen Zellen werden dann im Labor untersucht.

Wann wird der Abstrich durchgeführt?

Der Abstrich wird in der Regel in der 3bis 3Schwangerschaftswoche durchgeführt. In einigen Fällen kann der Abstrich auch früher oder später durchgeführt werden, wenn es bestimmte Risikofaktoren gibt.

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Was passiert, wenn der Abstrich positiv ist?

Wenn der Abstrich positiv ist, bedeutet dies, dass die entsprechenden Bakterien gefunden wurden. Der Frauenarzt wird dann die notwendigen Massnahmen ergreifen, um die Gesundheit der Mutter und des Babys zu schützen.

Bei einer GBS-Infektion kann die Mutter während der Geburt Antibiotika erhalten, um das Risiko für das Baby zu verringern. Bei anderen Infektionen können die notwendigen Medikamente verabreicht werden.

Muss ich mich auf den Abstrich vorbereiten?

Nein, es gibt keine spezielle Vorbereitung für den Abstrich. Sie können jedoch vor dem Termin auf die Toilette gehen, um die Blase zu entleeren.

Tut der Abstrich weh?

Der Abstrich ist in der Regel nicht schmerzhaft. Es kann jedoch zu einem leichten Druckgefühl kommen.

Was kann ich tun, um das Risiko für eine Infektion zu verringern?

Es gibt einige Massnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko für eine Infektion zu verringern, wie zum Beispiel:

  • Verwenden Sie Kondome bei jedem Geschlechtsverkehr.
  • Waschen Sie sich vor und nach dem Geschlechtsverkehr mit Wasser und Seife.
  • Tragen Sie lockere, atmungsaktive Kleidung.
  • Vermeiden Sie enge, synthetische Unterwäsche.

Was passiert, wenn ich keinen Abstrich machen lasse?

Es wird dringend empfohlen, den Abstrich machen zu lassen, da er die Gesundheit von Mutter und Baby schützen kann. Wenn Sie den Abstrich nicht machen lassen, besteht das Risiko, dass eine Infektion unbemerkt bleibt und zu Komplikationen führt.

Was kostet der Abstrich?

Der Abstrich ist in der Regel in den Kosten der Vorsorgeuntersuchungen enthalten.

Fazit

Der Abstrich in der Schwangerschaft ist ein wichtiger Bestandteil der Vorsorgeuntersuchungen. Er dient dazu, verschiedene Bakterien und Infektionen zu erkennen, die für die Mutter und das ungeborene Kind gefährlich sein können. Durch den Abstrich kann der Frauenarzt frühzeitig feststellen, ob eine Infektion vorhanden ist und die notwendigen Massnahmen ergreifen, um die Gesundheit der Mutter und des Babys zu schützen.

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