Schwangerschaft: erste anzeichen & test - wann?

Die Frage, ob man schwanger ist, beschäftigt viele Frauen. Neben dem Ausbleiben der Periode gibt es eine Reihe weiterer Anzeichen, die auf eine Schwangerschaft hindeuten können. Manche Frauen bemerken bereits kurz nach der Befruchtung erste Veränderungen, andere erst, nachdem sie einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die verschiedenen Symptome einer Schwangerschaft, wann sie auftreten können und welche Tests zur Bestätigung der Schwangerschaft dienen.

Inhaltsverzeichnis

Wann kommen die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft?

Die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft können bereits zehn Tage nach der Befruchtung auftreten, wenn der Körper beginnt, das Schwangerschaftshormon hCG (humanes Choriongonadotropin) zu produzieren.

Unsichere Schwangerschaftsanzeichen

Einige Symptome können auf eine Schwangerschaft hindeuten, aber auch andere Ursachen haben. Diese unsicheren Anzeichen können leicht mit den Symptomen verwechselt werden, die Frauen in der zweiten Zyklushälfte aufgrund von Hormonschwankungen haben.

  • Schwindel
  • Empfindliche Brüste
  • Blähungen & Verstopfungen
  • Müdigkeit
  • Übelkeit & Veränderung von Geruchs-/Geschmackssinn
  • Heißhunger
  • Vermehrter Harndrang & Blasenschwäche
  • Vermehrter Ausfluss
  • Unterleibsschmerzen & leichte Blutung

Wahrscheinliche Schwangerschaftsanzeichen

Es gibt auch Anzeichen, die mit größerer Wahrscheinlichkeit auf eine Schwangerschaft hindeuten. Diese werden als wahrscheinliche Schwangerschaftsanzeichen bezeichnet.

  • Das Ausbleiben der Periode
  • Eine verlängerte Basaltemperatur

Schwangerschaftsanzeichen im Detail

Im Folgenden werden die häufigsten Schwangerschaftsanzeichen genauer betrachtet.

Müdigkeit als Symptom einer Schwangerschaft

Müdigkeit und Erschöpfung sind ein häufiges Schwangerschaftsanzeichen, das bereits vor dem Ausbleiben der Periode einsetzen und bis zum Ende des Schwangerschaftsmonats anhalten kann. Ursache ist die erhöhte Produktion des Hormons Progesteron, das die Einnistung der Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut sicherstellt und für eine stabile Schwangerschaft sorgt. Progesteron hat eine beruhigende Wirkung auf den Körper der Schwangeren, was zu einer starken Müdigkeit und einem erhöhten Schlafbedürfnis führen kann.

Übelkeit und Veränderung von Geruchs-/Geschmackssinn

Übelkeit ist eines der bekanntesten Schwangerschaftsanzeichen, das etwa 80% der Schwangeren betrifft. Es tritt meist zwischen der und 1Schwangerschaftswoche auf und reicht von einem Unwohlsein im Magen bis hin zu regelmäßigem Erbrechen. Die Ursache dafür sind die Hormonveränderungen im Körper der Schwangeren, insbesondere der Anstieg des Hormons hCG. Die Schwangerschaftsübelkeit kann nicht nur morgens, sondern über den ganzen Tag verteilt auftreten. Manche Frauen reagieren auf bestimmte Gerüche oder Geschmäcker, andere wiederum auf die Vorstellung von bestimmten Speisen.

Tipps zur Linderung von Übelkeit:

  • Direkt nach dem Aufwachen etwas Trockenes knabbern (z.B. Nüsse, Zwieback, Brot)
  • Über den Tag verteilt häufiger kleine Mahlzeiten zu sich nehmen
  • Ein Glas Milch am Morgen
  • Verzicht auf saure, fettige und deftige Nahrung
  • Zitronenwasser oder der Geruch von Zitronenschale
  • Kartoffelsaft

Heißhunger als Schwangerschaftsanzeichen

Heißhungerattacken sind ein weiteres häufiges Schwangerschaftsanzeichen. Schwangere haben nicht nur einen übermäßigen Appetit, sondern auch Gelüste auf ungewöhnliche Nahrungsmittelkombinationen. Warum diese Heißhungerattacken entstehen, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Es könnte an einem erhöhten Nährstoffbedarf oder den Hormonumstellungen liegen. Die Lust auf Schokolade könnte beispielsweise durch den erhöhten Bedarf an Magnesium entstehen, das in dunkler Schokolade enthalten ist.

Tipp zur Linderung von Heißhungerattacken:

  • Regelmäßige kleine Mahlzeiten

Schwindel als Symptom für eine Schwangerschaft

In den ersten Schwangerschaftsmonaten muss der Körper der werdenden Mutter mehr rote Blutkörperchen bilden, um die ausreichende Sauerstoffversorgung von Mutter und Baby zu gewährleisten. Um sich auf das höhere Blutvolumen einzustellen, sinkt meist der Blutdruck, was zu Schwindel und Kreislaufattacken führen kann, insbesondere beim langen Stehen oder Sitzen.

Tipps zur Vorbeugung von Schwindel:

  • Wechselduschen
  • Ausreichend Sport und Bewegung
  • Bürstenmassagen

Empfindliche Brüste als Schwangerschaftsanzeichen

Empfindliche, spannende, ziehende, geschwollene oder vergrößerte Brüste gehören zu den frühen Schwangerschaftsanzeichen. Die Brustwarzen werden meist ebenfalls größer und verfärben sich dunkler. Manche Frauen leiden unter einer erhöhten Berührungsempfindlichkeit oder Schmerzen.

Blähungen und Verstopfung

Die erhöhte Produktion von Progesteron in der Schwangerschaft kann zu Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Verstopfungen führen. Progesteron entspannt die glatte Muskulatur, was die Darmbewegung verlangsamt und die Nahrung länger im Darm verweilt. Dadurch wird der Nahrung viel Wasser entzogen und sie beginnt zu gären, was zu Verstopfungen und Blähungen führen kann.

Vermehrter Harndrang und Blasenschwäche als Anzeichen für eine Schwangerschaft

Die Zunahme des Blutvolumens und die damit verbundene stärkere Durchblutung der Niere führt zu einer vermehrten Urinproduktion und somit häufigerem Harndrang. Progesteron entspannt nicht nur die Darmmuskulatur, sondern auch den Schließmuskel der Blase. Dies kann zu Blasenschwäche führen, insbesondere bei Belastung des Beckenbodens (z.B. Beim Niesen oder Lachen). In fortgeschrittener Schwangerschaft drückt die wachsende Gebärmutter auf Beckenboden und Blase, was den Harndrang und die Blasenschwäche verstärkt.

Tipp zur Vorbeugung und Behandlung von Blasenschwäche:

  • Gezieltes Beckenbodentraining

Die entspannte Harnwegsmuskulatur durch Progesteron erhöht das Risiko für Harnwegsinfekte wie Blasenentzündungen. Bei Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen oder Schmerzen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Vermehrter Ausfluss als Schwangerschaftssymptom

Die hormonbedingte stärkere Durchblutung führt zu einer vermehrten Feuchtigkeitsproduktion in der Scheide, was sich durch vermehrten Ausfluss zeigt. Ein cremig-weißer, geruchsloser und dünnflüssiger Ausfluss ist normal. Verändern sich jedoch Geruch und Farbe in Kombination mit Symptomen wie Brennen und Jucken, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um bakterielle Infektionen oder andere Krankheiten auszuschließen.

Unterleibsschmerzen und leichte Blutung

In der Schwangerschaftswoche, etwa eine Woche nach der Befruchtung, kann die Einnistungsblutung auftreten. Es handelt sich um eine helle, schwache Blutung in Begleitung von einem leichten Ziehen im Unterleib. Diese Symptome können leicht mit einer beginnenden Periode verwechselt werden.

Ausbleiben der Periode

Das Ausbleiben der Periode ist eines der sichersten Anzeichen einer Schwangerschaft. Die Periode kann sich jedoch auch aus anderen Gründen verspäten oder ausbleiben, z.B. Bei psychischem Stress, Untergewicht, starkem Gewichtsverlust, Krankheiten oder Hormonstörungen (z.B. Nach Absetzen der Pille). Ein Schwangerschaftstest bietet in diesem Fall hundertprozentige Sicherheit.

Erhöhte Basaltemperatur als Schwangerschaftsanzeichen

Die Basaltemperatur, die Körpertemperatur direkt nach dem Aufwachen, kann zur Bestimmung der fruchtbaren Tage verwendet werden. Beim Eisprung steigt die Basaltemperatur leicht an, bleibt dann einige Tage erhöht und sinkt kurz vor der Menstruation wieder ab. Bleibt die Basaltemperatur nach dem Eisprung über 18 Tage erhöht, deutet dies auf eine Schwangerschaft hin.

Ab wann kann eine Schwangerschaft nachgewiesen werden?

Wenn sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet, produziert der Körper das Schwangerschaftshormon hCG. Dieses Hormon kann bereits sechs bis neun Tage nach der Befruchtung in einem Bluttest beim Frauenarzt nachgewiesen werden. Ungefähr zwei Wochen nach der Befruchtung steigt der hCG-Wert im Urin so stark an, dass ein Schwangerschaftstest aus der Drogerie oder Apotheke verwendet werden kann. Da der hCG-Wert in den ersten zwei Wochen nach der Befruchtung noch unter der Nachweisgrenze liegen kann, ist es sinnvoll, immer den Morgenurin zu verwenden, da hier die hCG-Konzentration am höchsten ist. Ein positiver Schwangerschaftstest deutet auf eine Schwangerschaft hin, die jedoch unbedingt von einem Frauenarzt bestätigt werden sollte.

Sechs Wochen nach dem ersten Tag der letzten Periode ist die Schwangerschaft auch im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung erkennbar.

In welcher Schwangerschaftswoche befinde ich mich?

Die fruchtbaren Tage liegen in der Mitte eines Zyklus (Zykluslänge: 25-35 Tage) und dauern meist sechs Tage an. In diesem Zeitraum kann eine Empfängnis eintreten. Da Spermien bis zu fünf Tage überleben können, kann auch Geschlechtsverkehr vor den fruchtbaren Tagen zu einer Schwangerschaft führen. Da der Zeitpunkt der Befruchtung nur schwer zu bestimmen ist, werden die Schwangerschaftswochen ab dem ersten Tag der letzten Periode berechnet. So befindet man sich beispielsweise bereits in der Schwangerschaftswoche, obwohl seit der Befruchtung erst eine Woche vergangen ist.

Häufig gestellte Fragen

Kann man die ersten Schwangerschaftsanzeichen mit anderen Symptomen verwechseln?

Ja, einige der unsicheren Schwangerschaftsanzeichen wie Müdigkeit, Blähungen oder empfindliche Brüste können auch durch andere Faktoren wie Stress, hormonelle Schwankungen oder bestimmte Lebensmittel verursacht werden. Daher ist es wichtig, bei Unsicherheit einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache der Symptome abzuklären.

Wann sollte ich einen Schwangerschaftstest machen?

Ein Schwangerschaftstest kann bereits zwei Wochen nach der Befruchtung durchgeführt werden. Die meisten Tests funktionieren am besten mit Morgenurin, da hier die hCG-Konzentration am höchsten ist.

Was passiert, wenn der Schwangerschaftstest positiv ist?

Ein positiver Schwangerschaftstest sollte von einem Frauenarzt bestätigt werden. Der Arzt kann weitere Untersuchungen durchführen, wie z.B. Eine Ultraschalluntersuchung, um die Schwangerschaft zu bestätigen und den Verlauf der Schwangerschaft zu überwachen.

Was sollte ich tun, wenn ich schwanger bin?

Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie einen Termin bei Ihrem Frauenarzt vereinbaren, um die Schwangerschaft zu bestätigen und eine Vorsorgeuntersuchung durchzuführen. Der Arzt wird Ihnen Informationen über die Schwangerschaft und die Vorsorgeuntersuchungen geben, die während der Schwangerschaft notwendig sind.

Welche Ernährungsempfehlungen gibt es für Schwangere?

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist während der Schwangerschaft besonders wichtig. Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von wichtigen Nährstoffen wie Folsäure, Eisen, Jod und Kalzium. Vermeiden Sie rohes Fleisch, rohen Fisch und rohe Eier, sowie Alkohol und Nikotin.

Welche Sportarten sind in der Schwangerschaft erlaubt?

In der Schwangerschaft sind moderate Sportarten wie Schwimmen, Yoga oder Walking empfehlenswert. Vermeiden Sie jedoch Sportarten mit einem hohen Verletzungsrisiko, wie zum Beispiel Reiten oder Skifahren.

Zusammenfassung

Die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft können bereits zehn Tage nach der Befruchtung auftreten. Es gibt unsichere und wahrscheinliche Schwangerschaftsanzeichen. Ein Schwangerschaftstest kann bereits zwei Wochen nach der Befruchtung durchgeführt werden. Ein positiver Schwangerschaftstest sollte von einem Frauenarzt bestätigt werden. Eine gesunde Ernährung und moderate Bewegung sind während der Schwangerschaft besonders wichtig.

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