Das Robben ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung eines Babys. Es ist eine tolle Möglichkeit für Babys, die Welt um sie herum zu erkunden und ihre motorischen Fähigkeiten zu verbessern. Aber wann fangen Babys eigentlich an zu robben? Und was können Eltern tun, um ihre Babys beim Robben zu unterstützen?
- Wann beginnen Babys mit dem Robben?
- Wie sieht das Robben beim Baby aus?
- Mögliche Gründe, warum es mit dem Robben nicht (gleich) klappt
- Häufige Fragen zum Robben
- So kannst Du Dein Baby beim Robben fördern
- Wann fängt ein Baby an zu Robben?
- So lernt Ihr Baby die neue Bewegung
- Wie können Sie Ihr Baby fördern?
- Warum robbt das Baby nicht und welcher Entwicklungsschritt folgt?
- Zusätzliche Tipps
Wann beginnen Babys mit dem Robben?
Es gibt keinen festen Zeitpunkt, ab dem Babys mit dem Robben beginnen. Jedes Baby entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Die meisten Babys beginnen jedoch zwischen dem und Monat mit dem Robben. Frühgeborene können etwas später mit dem Robben beginnen.
Es ist wichtig zu verstehen, dass es keinen normalen oder unnormalen Zeitpunkt für das Robben gibt. Wenn Ihr Baby mit 10 Monaten noch nicht robbt, ist das kein Grund zur Sorge. Es ist jedoch wichtig, dass Sie sich mit Ihrem Kinderarzt besprechen, wenn Sie Bedenken haben.
Entwicklungsschritte vor dem Robben
Bevor ein Baby mit dem Robben beginnen kann, muss es einige andere Fähigkeiten beherrschen. Diese Fähigkeiten sind wie Vorübungen, die dem Baby helfen, die notwendigen Muskeln und die Koordination zu entwickeln, um sich fortzubewegen.
- Mit etwa 2 Monaten: Anheben des Köpfchens
- Ab etwa dem Monat: Strampelnde Bewegungen mit den Beinen
- Mit etwa 4-5 Monaten: Drehen
- Mit etwa 4-5 Monaten: Unterarmstütz
Sobald Ihr Baby diese Meilensteine erreicht hat, steht dem Robben theoretisch nichts mehr im Weg. In der Praxis muss es jedoch seine Muskeln weiter trainieren und lernen, alle Körperteile zu koordinieren. Außerdem spielt das Körpergewicht eine Rolle. Schwerere Babys brauchen mehr Muskeln und Kraft, um ihren Körper zu bewegen.
Wie sieht das Robben beim Baby aus?
Beim Robben liegt das Baby auf dem Bauch und bewegt sich fort, indem es seine Arme und Beine benutzt, um sich über den Boden zu schieben oder zu ziehen. Manche Babys robben vorwärts, andere rückwärts oder sogar seitwärts. Es gibt viele verschiedene Arten, wie Babys robben können, und alle sind normal.
Mögliche Gründe, warum es mit dem Robben nicht (gleich) klappt
Manchmal können Babys beim Robben auf Herausforderungen stoßen. Diese Schwierigkeiten können unterschiedliche Ursachen haben und sind bei jedem Baby individuell. Hier sind einige mögliche Herausforderungen:
- Vorlieben für andere Bewegungsarten: Manche Babys zeigen möglicherweise kein Interesse am Robben, sondern bevorzugen andere Arten der Fortbewegung. Sie könnten zum Beispiel eher krabbeln, sich rollen oder auf andere Weise bewegen.
- Muskelstärke und Koordination: Einige Babys könnten Schwierigkeiten haben, genügend Muskelstärke und Koordination zu entwickeln, um sich zu drehen und zu robben. Dies kann durch regelmäßiges Spielen auf dem Bauch und sanfte Übungen zur Stärkung der Muskeln unterstützt werden.
- Fehlende Motivation: Manche Babys sind einfach nicht motiviert, sich zu bewegen. Sie könnten lieber auf dem Boden liegen und die Welt beobachten.
Häufige Fragen zum Robben
Hilfe, mein Baby robbt rückwärts – ist das normal?
Ja, das ist normal. Wenn bei Deinem Baby die Entdeckerlust geweckt ist und es unbedingt vorwärts kommen möchte, wird es nicht auf (eine ihm sowieso unbekannte Technik) achten. Es möchte sich einfach allein fortbewegen, ganz egal wie. Und da findet jedes Baby seinen eigenen Weg. Und bei manchen ist das eben rückwärts. Allerdings kann es Dein Baby auch frustrieren, wenn es beim Rückwärtsrobben nicht an den anvisierten Gegenstand herankommt.
Wenn Dein Baby rückwärts robbt, kann es auch gut sein, dass es das Vorwärtsrobben später noch lernt. Oft ist das Rückwärtsrobben nur eine kurze Phase und eher eine Vorstufe zum „normalen“ Robben.

Mein Baby robbt einseitig – ist das Grund zur Sorge?
Normalerweise ist das Robben ein symmetrischer Bewegungsablauf mit beiden Armen und Beinen. Es kommt aber auch relativ oft vor, dass ein Baby nur einseitig robbt, das heißt, es stützt sich primär auf einem Arm ab und zieht das gestreckte Bein auf der selben Seite hinterher, während das entgegengesetzte Bein an der Bewegung teilnimmt. Experten sagen, dass diese Babys oft schon vorher eine „Lieblingsseite“ hatten, sich z.B. Nur von einer Seite umdrehen oder nur auf einer Seite schlafen wollten. Kinderärzte machen sich deswegen meist keine Sorgen, weil auch diese Babys oft von ganz alleine irgendwann ins Krabbeln kommen.
Wenn Dein Baby einseitig robbt, kannst Du ihm aber auch mit kleinen gezielten Übungen helfen, in ein beidseitiges Robben hineinzufinden.
Mein Baby robbt nicht – was nun?
Auch, wenn Dein Baby mit 9 oder 10 Monaten noch nicht robbt, solltest Du Dich nicht verrückt machen. Wie schon gesagt, ist es nicht ungewöhnlich, wenn Kinder später als andere mit dem Robben beginnen. Manche Kinder lassen dafür dann das Robben auch fast aus und krabbeln nach ganz kurzer Zeit oder direkt. Natürlich kannst Du versuchen, Dein Kind zur Fortbewegung, also zum Robben zu motivieren – wie das geht, liest Du am Ende des Beitrags.
Wenn Du Dir ernsthafte Sorgen machst, kannst Du natürlich immer in der Kinderarztpraxis Deines Vertrauens nachfragen.
So kannst Du Dein Baby beim Robben fördern
Dein Baby will robben, schafft es aber nicht? Dann hast Du schon ein paar Möglichkeiten, es dabei zu unterstützen. Zuerst einmal solltest Du Deinem Baby genügend Zeit und Raum zum Spielen und Erkunden geben. Ein Baby, das müde oder hungrig ist, wird keine Lust zum Robben haben. Und auch unter dem interessanten Spielbogen sieht es vielleicht gerade gar nicht den Sinn darin, sich fortzubewegen (obwohl jedes gesunde Baby das früher oder später irgendwann tun wird).
Um das Robben zu fördern, lege Dein Baby regelmäßig auf den Bauch und platziere Spielzeuge oder interessante Gegenstände in seiner Reichweite, um es zu motivieren, sich fortzubewegen. Oder Du lässt ein Spielzeugauto oder einen kleinen Ball langsam losrollen – vielleicht robbt Dein Kind hinterher, um das Spielzeug zu erbeuten? Du kannst es auch loben und ermutigen, wenn es versucht, sich zu bewegen.
Generell gelingt das Robben oder Krabbeln leichter auf einem rutschfesten Untergrund (z.B. Teppichboden oder Krabbelmatten) als z.B. Auf glattem Parkett. Auch barfuß oder mit rutschfesten Krabbelschühchen / Lederschläppchen an den Füßen können sich Babys besser fortbewegen als mit normalen Socken. Es gibt auch spezielle Krabbelstrumpfhosen, die ein Abrutschen mit den Knien auf glatten Böden verhindern können und dem Baby den Übergang vom Robben zum Krabbeln erleichtern können.
Wann fängt ein Baby an zu Robben?
Babys beginnen frühestens ab dem sechsten Monat robbend fortzubewegen. Sie stützen bei dieser neuen Bewegung ihre Unterarme auf und ziehen ihren Körper nach vorne oder drücken sich nach hinten. Die meisten Babys rollen sich zuerst von der Rücken- in die Bauchlage. Anschließend heben sie den Kopf und stemmen ihren Oberkörper nach oben. Der vorangehende Entwicklungsschritt ist zumeist das Sitzen. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass sich jedes Baby unterschiedlich entwickelt. Insbesondere Frühgeborene durchlaufen die verschiedenen Etappen anders.
So lernt Ihr Baby die neue Bewegung
Ihr Baby fängt erst an zu robben, wenn die Nackenmuskulatur ausreichend ausgebildet ist. Der komplexe Bewegungsablauf erfordert zudem viel Koordination. Auch Armmuskulatur, Schultermuskulatur, Rücken- und Brustmuskulatur sind an der robbenden Bewegung beteiligt. Schließlich muss das Baby einen kleinen Liegestütz machen, um sich auf die Unterarme drücken zu können. Gut zu wissen: Jedes Baby entwickelt hier seinen eigenen Stil und bewegt sich unterschiedlich fort. Geben Sie Ihrem Kind in jedem Fall genug Freiraum und positive Bestärkung.
Wie können Sie Ihr Baby fördern?
Legen Sie Ihr Baby von Anfang an minutenweise auf den Bauch. In der Bauchlage lernt das Baby, seinen Kopf zu heben und es kräftigt die Nackenmuskulatur. Die neue Position ist für Babys häufig unkomfortabel, da sie viel Kraft erfordert. Früher oder später gewöhnt sich Ihr Baby allerdings daran. Bedenken Sie aber, dass Babys nicht in der Bauchlage schlafen sollten. Auch genug Freiraum fördert die Mobilität Ihres Babys. Viel Zeit auf der Krabbeldecke sorgt beispielsweise für eine gute Entwicklung. Wenn Ihr Baby die Drehung aus der Rücken- in die Bauchlage beherrscht, platzieren Sie Spielzeug im Raum. Dies weckt zusätzliche Bewegungsreize.
Warum robbt das Baby nicht und welcher Entwicklungsschritt folgt?
Die meisten Babys lernen die neue Bewegung früher oder später. Falls Ihr Baby sich eher für akustische Reize interessiert oder gerne beobachtet, ist kein Grund zur Sorge geboten. Erst wenn Ihr Kind generell kein Interesse an Bewegungen zeigt, sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt über gemeinsame Strategien sprechen. Wenn Ihr Baby anfängt, sich fortzubewegen, stemmt es mit der Zeit seinen Brustkorb nach oben und erlernt das Krabbeln. Einige Babys überspringen diesen Entwicklungsschritt allerdings vollständig und ziehen sich direkt zum Stehen hoch.
Zusätzliche Tipps
- Geduld: Jedes Baby entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Baby nicht so schnell robbt wie andere Babys.
- Unterstützung: Wenn Sie Bedenken haben, sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt. Er kann Ihnen helfen, die Entwicklung Ihres Babys zu beurteilen und Ihnen Tipps geben, wie Sie Ihr Baby beim Robben unterstützen können.
- Sicherheit: Sobald Ihr Baby anfängt, sich zu bewegen, ist es wichtig, Ihre Wohnung kindersicher zu machen. Entfernen Sie alle Gegenstände, die für Ihr Baby gefährlich sein könnten, und sichern Sie Treppen und andere Gefahrenquellen.
Bitte beachten Sie: Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen und ist kein Ersatz für professionelle medizinische Ratschläge. Wenn Sie Fragen oder Bedenken bezüglich der Entwicklung Ihres Babys haben, konsultieren Sie immer einen Kinderarzt oder eine medizinische Fachkraft.
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