Stillen im liegen: so klappt es nachts bequem im bett

In den ersten Monaten nach der Geburt ist es völlig normal, dass Ihr Baby nachts mehrmals zum Stillen aufwacht. Kleine Babys haben einen kleinen Magen und verdauen die Muttermilch schnell, daher brauchen sie häufige Mahlzeiten. Aber auch ältere Babys wollen oft nachts an die Brust, weil sie Hunger haben oder Nähe brauchen.

Obwohl manche Babys schon früh mehrere Stunden am Stück schlafen, ist dies nicht die Regel. Freuen Sie sich, wenn Ihr Baby Ihnen diesen Gefallen tut, aber erwarten Sie nicht, dass dies auch in den nächsten Monaten so bleiben wird. Babys verändern sich und ihr Schlafverhalten ändert sich immer wieder, ohne dass die Eltern großen Einfluss darauf haben.

Trotzdem können Sie einiges tun, damit das nächtliche Stillen Sie weniger anstrengt und Sie auch selber ausreichend Schlaf bekommen.

Inhaltsverzeichnis

Stillen im Liegen: Bequem und entspannend für Mutter und Kind

Stillen im Liegen ist eine der bequemsten und entspannendsten Stillpositionen für die Nacht. Es ermöglicht Ihnen, sich während des Stillens zu entspannen und gleichzeitig Ihr Baby sicher und bequem zu halten.

Hier sind einige Vorteile des Stillens im Liegen:

  • Weniger Anstrengung: Sie müssen sich nicht aufsetzen oder aus dem Bett steigen, um Ihr Baby zu stillen.
  • Mehr Entspannung: Sie können sich während des Stillens zurücklehnen und entspannen.
  • Sicherer Halt: Ihr Baby liegt sicher in Ihren Armen und kann sich nicht bewegen.
  • Nähe und Geborgenheit: Die Nähe und Geborgenheit, die Sie Ihrem Baby im Liegen geben, fördern eine tiefe Verbindung.

Stillpositionen im Liegen:

Es gibt verschiedene Stillpositionen im Liegen, die Sie ausprobieren können:

Rückenlage:

Legen Sie sich bequem auf den Rücken und stützen Sie Ihren Oberkörper mit einem Stillkissen oder mehreren Kissen U-förmig unter Kopf und Armen ab. Legen Sie Ihr Baby bäuchlings auf Ihren Bauch, ziehen Sie Ihren Arm etwas näher an Ihr Baby heran, damit es sein Köpfchen seitlich daran anlehnen kann. In dieser Position können Sie sich während des Stillens optimal entspannen und Ihr Baby liegt stabil und sicher.

Seitenlage:

Legen Sie sich mit Ihrem Baby Bauch an Bauch auf die Seite. Stützen Sie Ihren Kopf mit der einen Hand ab und halten Sie Ihr Baby mit der anderen Hand. Ein Stillkissen kann den Rücken Ihres Babys zusätzlich stützen. In dieser Position ist es für Ihr Baby etwas schwieriger, die Brustwarze richtig zu fassen, daher sollten Sie diese Position öfter mal üben, auch tagsüber.

Laid-Back-Nursing:

Sie befinden sich in einer halbliegenden oder halbsitzenden Position, während Ihr Baby mit seinem Bauch auf Ihrem liegt. Ihr Baby sucht sich seine Position an der Brust selbst und drückt sich mit seinen Füßen von Ihrem Bauch ab.

Tipps für das nächtliche Stillen

Neben den richtigen Stillpositionen gibt es noch weitere Tipps, die Ihnen das Stillen in der Nacht erleichtern können:

  • Schlafen Sie mit Ihrem Baby im selben Raum: So synchronisieren sich Ihre Schlafzyklen und Sie werden selbst wach, wenn Ihr Baby gerade dabei ist zu erwachen.
  • Stille Ihr Baby nachts in Ihrem Bett: Das ist weniger aufwändig, als sich zum Stillen in einen Sessel zu setzen.
  • Üben Sie das Stillen im Liegen tagsüber: So können Sie sich und Ihr Baby an die Position gewöhnen.
  • Geben Sie Ihrem Baby beide Brüste in derselben Seitenlage: Neigen Sie Ihren Körper für die obere Brust etwas weiter zum Baby hin und drehen Sie das Baby etwas mehr auf den Rücken.
  • Stillen Sie tagsüber mindestens einmal im Liegen: So gewöhnen Sie sich an das Stillen im Liegen und können sich besser entspannen.
  • Wecken Sie Ihr Baby noch einmal zum Stillen, wenn Sie selbst abends erst einige Stunden nach ihm ins Bett gehen: So hat Ihr Baby eine größere Chance, Sie nicht zu wecken, kurz nachdem Sie gerade eingeschlafen sind.
  • Schlafen Sie morgens länger aus: So können Sie den Schlafentzug etwas ausgleichen.
  • Gehen Sie ab und an schon früher mit Ihrem Baby schlafen: Besonders, wenn Sie von den nächtlichen Unterbrechungen sehr erschöpft sind.

Häufig gestellte Fragen zum Stillen in der Nacht

Wie oft muss ein Baby in der Nacht gestillt werden?

Ein Neugeborenes muss in der Regel zwischen acht und zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden gestillt werden. Zwischen den Fütterungszeiten schläft das Baby meistens und die Mutter kann sich erholen. Neugeborene trinken meist kürzer, aber dafür häufiger, was die Milchproduktion anregt.

Wie lange dauert es, bis ein Baby nachts durchschläft?

Es gibt keine allgemeingültige Antwort auf diese Frage. Manche Babys schlafen schon früh mehrere Stunden am Stück, andere brauchen noch länger. Es ist wichtig, dass Sie Ihrem Baby die Nahrung geben, die es braucht, und ihm die Nähe und Geborgenheit schenken, die es braucht.

Was kann ich tun, wenn mein Baby nachts ständig wach ist?

Wenn Ihr Baby nachts ständig wach ist, kann es verschiedene Gründe dafür geben. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt, um die Ursache zu klären. Es kann sein, dass Ihr Baby Hunger hat, Schmerzen hat oder einfach nur Nähe braucht.

Wie kann ich meinen Schlaf verbessern, wenn ich nachts stille?

Es ist wichtig, dass Sie sich ausreichend Ruhe gönnen und sich um Ihre eigene Gesundheit kümmern. Sprechen Sie mit Ihrem Partner oder Ihrer Familie darüber, wie sie Sie unterstützen können. Es kann auch hilfreich sein, sich mit anderen stillenden Müttern auszutauschen.

Fazit

Stillen in der Nacht kann eine Herausforderung sein, aber es ist auch eine wunderschöne Zeit, um eine tiefe Verbindung zu Ihrem Baby aufzubauen. Mit den richtigen Stillpositionen und ein paar Tipps können Sie das Stillen in der Nacht leichter und entspannter gestalten.

stillpositionen nachts - Wie bleibe ich nachts beim Stillen wach

Denken Sie daran, dass diese ersten Wochen und Monate schnell vorbei gehen. Genießen Sie die Zeit mit Ihrem Baby und lassen Sie sich von der Liebe und Nähe, die Sie teilen, erfüllen.

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