München ist eine Stadt, die sich stark für die frühkindliche Bildung einsetzt. Mit einer großen Anzahl an Kindergärten und Kindertagesstätten bietet die Stadt eine Vielzahl an Möglichkeiten für Eltern, ihre Kinder zu betreuen. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über Kindergärten in München, von den Kosten über die Anmeldung bis hin zu den verschiedenen Trägern.
Wie viel kostet ein Kindergartenplatz in München?
Die Kosten für einen Kindergartenplatz in München sind abhängig von verschiedenen Faktoren, wie dem Träger, der Art der Betreuung und dem Einkommen der Eltern. Die Stadt München unterstützt Eltern finanziell mit einem neuen Fördermodell, das ab September 2024 gilt. Das neue System ersetzt die bisherige Münchner Förderformel (MFF).
Das neue Fördermodell: Defizitausgleichssystem
Das neue Fördermodell, das Defizitausgleichssystem, soll die Defizite von Kindergärten ausgleichen. Gewinne sind dabei nicht vorgesehen, bestimmte Kosten werden nicht ausgeglichen, andere nur bis zu einer gewissen Höhe. Nicht alle Träger sind bereit, diesem Modell beizutreten, da sie befürchten, dass sie nicht wirtschaftlich arbeiten können und keine Rücklagen bilden können.
Welche Gebühren gelten ab September 2024?
Die Gebühren für städtische Kindergärten bleiben niedrig, auch wenn sie wegen der Inflation und der Preissteigerungen etwas angehoben werden. Für ein Kind in einer städtischen Krippe mit einer Betreuungszeit von bis zu acht Stunden müssen Eltern 198 Euro pro Monat bezahlen. Der Kindergarten bleibt kostenlos. Für einen städtischen Hortplatz für bis zu sechs Stunden fallen 139 Euro pro Monat an. Hinzu kommen die Kosten für das Mittagessen.
Für Kindergärten, die dem neuen Fördermodell beitreten, gelten die gleichen Elterngebühren. Das gilt unabhängig davon, ob es sich um einen privat-gemeinnützigen, einen kirchlichen oder einen privat-gewerblichen Träger handelt.
Bei den städtischen Kitas bleiben die Gebühren weiterhin nach dem Einkommen der Eltern gestaffelt. Eltern, die gemeinsam ein Einkommen von weniger als 80.000 Euro im Jahr haben, zahlen weniger. Bei den anderen Kitas gibt es diese Staffelung dem Einkommen nach nicht mehr. Tritt die Kita dem neuen Fördermodell bei, gilt wie bei den städtischen Kitas: Eltern zahlen für das zweite Kind nur die Hälfte der Gebühren, ein drittes Kind wird kostenlos betreut. Eltern, die einen München-Pass haben, also armutsgefährdet sind, zahlen künftig gar nichts mehr für die Betreuung ihrer Kinder.
Gebührenerhöhung bei Nicht-Teilnahme am neuen Fördermodell
Die Kosten für einen Kindergartenplatz in einer Kita, die nicht am neuen Fördermodell teilnimmt, können deutlich steigen. Die Gebührenerhöhung hängt von der jeweiligen Einrichtung ab. Manche Kitas haben bereits neue Gebührentabellen erstellt. In manchen Krippen steigen die Elternbeiträge um rund 600 Euro, andere Kitas erhöhen um rund 1100 Euro. Für den Kindergarten steigen die Kosten zum Teil um 400 Euro. Die Vertreterin eines Kita-Trägers schätzt, dass je nach Kosten der einzelnen Einrichtung, also unter anderem Mietkosten, die Gebühren um 400 bis 800 Euro steigen könnten.
Was tun, wenn die Gebühren nicht bezahlbar sind?
Wer die hohen Gebühren nicht aufbringen kann, kann sich an die Wirtschaftliche Jugendhilfe wenden. Die übernimmt je nach Einkommen und Vermögen der Eltern ganz oder teilweise die Betreuungskosten. Das Sozialreferat arbeitet an einem Onlinerechner, mit dem Eltern prüfen können, ob ihnen Geld aus der Jugendhilfe zusteht und wenn ja, wie viel.
Wie bekomme ich einen Kindergartenplatz in München?
Sie können sich für einen Betreuungsplatz über den Kita-Finder+ oder bei der gewünschten Kita vor Ort bewerben. Im Kita-Finder+ sind alle Kinderkrippen, Kindergärten, Horte und Häuser für Kinder in städtischer Trägerschaft vertreten. Kindertageseinrichtungen anderer Anbieter müssen sich nicht im Kita-Finder+ registrieren. Wenn Sie hier Ihre gewünschte Einrichtung nicht finden, wenden Sie sich bitte direkt an die jeweilige Kita.
Warteliste und Platzvergabe
Sie können Ihr Kind im Kita-Finder+ in mehreren Einrichtungen anmelden. Mit einer Anmeldung setzen Sie Ihr Kind auf eine Warteliste für die jeweilige Kita. Für Kinder bis sechs Jahren können Sie zudem eine Einrichtung als „bevorzugt“ markieren. Bei der Platzvergabe für städtische und weitere teilnehmende Kitas wird diese Auswahl soweit wie möglich berücksichtigt. Allerdings bedeutet dies nicht, dass Sie einen Anspruch auf den Platz in der gewünschten Kita haben.
Wann Kindergarten anmelden in München?
Der Stichtag für die Anmeldung für einen Kindergartenplatz zum neuen Kitajahr 2024/2025 ist der 1März 2024. Von den 11000 Betreuungsplätzen in München wird bis dahin rund ein Drittel neu vergeben. Eltern sollten ihr Kind daher spätestens bis zum Stichtag im Kita-Finder+ anmelden, um an der Erstvergabe der Plätze teilzunehmen.
Welche Kita-Träger gibt es in München?
In München gibt es verschiedene Arten von Kita-Trägern:

- Städtische Kitas : Diese Einrichtungen werden von der Stadt München betrieben und bieten in der Regel günstige Gebühren.
- Freie gemeinnützige Träger : Dazu gehören beispielsweise kirchliche Träger, Wohlfahrtsverbände und Eltern-Kind-Initiativen. Diese Einrichtungen sind in der Regel ebenfalls gemeinnützig, können aber höhere Gebühren verlangen.
- Privat-gewerbliche Kitas : Diese Einrichtungen sind privatwirtschaftlich organisiert und können in der Regel höhere Gebühren verlangen.
Welche Kita-Träger werden am neuen Fördermodell teilnehmen?
Bisher hat sich die Diakonie zum neuen Fördermodell bekannt. Sie wird mit ihren Einrichtungen teilnehmen und weiter günstige Elternbeiträge anbieten. Auch einige große Wohlfahrtsverbände haben signalisiert, daran teilnehmen zu wollen. Es gibt auch private Träger, die bereits angekündigt haben, mit einigen Kitas dem neuen Fördermodell beizutreten.
Wie viele Betreuungsplätze gibt es in München?
Insgesamt gibt es in München 1530 Kitas mit 10200 Betreuungsplätzen. Die städtischen Kitas bieten 4800 Plätze, die freien gemeinnützigen Träger 3500 Plätze, die privat-gewerblichen Kitas 1300 Plätze und die Eltern-Kind-Initiativen 5600 Plätze.
Was passiert, wenn ich mich nicht bis zum 1März anmelden kann?
Sie können sich auch nach dem Stichtag im Kita-Finder+ anmelden. Allerdings haben Sie dann weniger Chancen, einen Platz in der gewünschten Einrichtung zu bekommen.
Wie kann ich mich über die verschiedenen Kitas informieren?
Neben dem Kita-Finder+ können Sie sich auch auf den Internetseiten der jeweiligen Einrichtungen informieren. Viele Kitas bieten auch Informationsveranstaltungen an.
Was sollte ich bei der Wahl einer Kita beachten?
Bei der Wahl einer Kita sollten Sie folgende Punkte beachten:

- Pädagogisches Konzept : Wie wird die Bildung und Erziehung der Kinder gestaltet?
- Betreuungszeiten : Wie lang ist die Betreuungszeit und zu welchen Zeiten?
- Kosten : Wie hoch sind die Gebühren?
- Lage : Wie weit ist die Kita von Ihrem Wohnort entfernt?
- Atmosphäre : Wie ist die Atmosphäre in der Kita?
Fazit
Die Suche nach einem Kindergartenplatz in München kann eine Herausforderung sein. Es gibt viele verschiedene Kitas mit unterschiedlichen Trägern, Konzepten und Kosten. Mit den Informationen in diesem Artikel können Sie sich einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten verschaffen und die richtige Kita für Ihr Kind finden.
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