Bläschen im hals: herpangina - ursachen & behandlung

Bläschen im Hals, auch bekannt als Herpangina, sind ein häufiges Symptom einer viralen Infektion des Mundes. Die Erkrankung wird in den meisten Fällen durch das Coxsackievirus, Stamm A, ausgelöst, kann aber auch durch andere Viren wie das Coxsackievirus Stamm B, das Echovirus oder Enterovirus 71 verursacht werden. Herpangina betrifft vor allem Kinder, kann aber auch bei Erwachsenen auftreten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Herpangina?

Herpangina ist eine virale Infektion, die durch verschiedene Viren ausgelöst werden kann. Die häufigsten Erreger sind die Enteroviren, zu denen auch das Coxsackievirus gehört. Diese Viren sind sehr ansteckend und verbreiten sich durch direkten Kontakt mit infizierten Personen, durch Tröpfcheninfektion oder durch den Kontakt mit kontaminierten Oberflächen.

Die Krankheit ist in der Regel harmlos und die Symptome verschwinden innerhalb von 7 bis 10 Tagen von selbst. In seltenen Fällen können jedoch Komplikationen auftreten, wie z. B. Dehydration.

Symptome von Herpangina

Symptome bei Kindern

Die ersten Symptome einer Herpangina ähneln denen anderer viraler Infektionen der oberen Atemwege. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Halsschmerzen
  • Schmerzen beim Schlucken
  • Kopfschmerzen
  • Plötzliches Fieber
  • Nackenschmerzen
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Appetitlosigkeit
  • Erhöhter Speichelfluss
  • Erbrechen

Ein charakteristisches Merkmal der Herpangina sind die kleinen, hellen Bläschen und roten Flecken, die sich am Gaumen und im Rachen bilden. Diese Bläschen können sehr schmerzhaft sein und sich später in kleine Wunden verwandeln.

Symptome bei Erwachsenen

Herpangina tritt zwar häufiger bei Kindern auf, kann aber auch bei Erwachsenen vorkommen. Die Symptome sind bei Erwachsenen in der Regel die gleichen wie bei Kindern, jedoch kann es zu weniger Speichelfluss oder Erbrechen kommen. Die Erkrankung verläuft bei Erwachsenen meist milder als bei Kindern.

Ursachen von Herpangina

Die Hauptursache für Herpangina ist eine Infektion mit dem Coxsackievirus, Stamm A. Es gibt aber auch andere Viren, die die Krankheit auslösen können, wie z. B. Das Coxsackievirus Stamm B, das Echovirus oder Enterovirus 71.

Diese Viren sind sehr ansteckend und verbreiten sich durch:

  • Direkter Kontakt mit infizierten Personen (z. B. Durch Küssen, Teilen von Besteck oder Spielzeug)
  • Tröpfcheninfektion (z. B. Durch Husten oder Niesen)
  • Kontakt mit kontaminierten Oberflächen (z. B. Spielzeug, Türklinken)
  • Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln

Kinder sind besonders anfällig für Herpangina, da sie noch nicht die notwendigen Antikörper gegen diese Viren gebildet haben.

Diagnose von Herpangina

In den meisten Fällen kann Herpangina anhand der typischen Symptome diagnostiziert werden. Eine körperliche Untersuchung durch einen Arzt reicht in der Regel aus, um die Diagnose zu stellen. Es sind in der Regel keine speziellen Tests erforderlich.

Behandlung von Herpangina

Herpangina ist eine virale Erkrankung, daher können Antibiotika nicht helfen. Die Infektion verschwindet in der Regel von selbst innerhalb von 7 bis 10 Tagen. Die Behandlung konzentriert sich auf die Linderung der Symptome. Zu den gängigen Behandlungsmöglichkeiten gehören:

  • Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol zur Linderung von Schmerzen und Fieber
  • Anästhetika wie betäubende Lutschtabletten für den Hals, Mundwasser oder Zahnungsgel zur Linderung von Schmerzen im Mund und Rachen
  • Viel Flüssigkeit trinken, um Dehydration zu vermeiden

Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche kein Aspirin einnehmen, außer es wurde ausdrücklich vom Arzt verordnet.

Prävention von Herpangina

Um die Ausbreitung von Herpangina zu verhindern, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Häufiges Händewaschen , insbesondere nach dem Kontakt mit anderen Personen oder Oberflächen
  • Decken Sie Nase und Mund beim Husten oder Niesen ab
  • Vermeiden Sie engen Kontakt mit infizierten Personen
  • Desinfizieren Sie Oberflächen , die mit infizierten Personen in Kontakt gekommen sind

Herpangina bei Schwangeren

Herpangina kann sich bei Schwangeren negativ auf die Schwangerschaft auswirken. Das Virus kann das ungeborene Kind infizieren und zu Komplikationen wie einem zu geringen Geburtsgewicht oder einer Frühgeburt führen. Schwangere sollten bei Verdacht auf Herpangina sofort einen Arzt aufsuchen.

Häufige Fragen zu Herpangina

Können sich Erwachsene mit Herpangina anstecken?

Ja, Herpangina kann Menschen jeden Alters betreffen. Allerdings kommt die Erkrankung am häufigsten bei Kindern unter 7 Jahren vor.

Gibt es Hausmittel gegen Herpangina?

Es gibt einige Hausmittel, die die Symptome von Herpangina lindern können. Dazu gehören:

  • Eis : Kühlen Sie die betroffenen Stellen im Mund und Rachen mehrmals täglich für mindestens 10 Minuten mit Eiswürfeln, um die Schwellung und Schmerzen zu reduzieren.
  • Gurgeln mit Salzwasser : Gurgeln mit Salzwasser kann beim Heilen der Schleimhaut im Rachen helfen.

Wie kann ich es vermeiden, andere mit Herpangina anzustecken?

Um die Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern, sollten Betroffene von Herpangina den Kontakt mit anderen möglichst meiden und zuhause bleiben, solange sie sich unwohl fühlen. Beim Husten und Niesen sollten sie Nase und Mund abdecken und sich regelmäßig gründlich die Hände waschen.

Stellt Herpangina bei Schwangerschaft ein besonderes Risiko dar?

Ja, Herpangina kann sich negativ auf eine Schwangerschaft auswirken. Schwangere und Personen mit Kinderwunsch, die sich Gedanken über Herpangina machen, sollten ärztlichen Rat aufsuchen. So können frühzeitige Maßnahmen ergriffen werden, um eine Ansteckung von vornherein zu vermeiden.

Kann eine Herpangina einen Hautausschlag auslösen?

Manche enterovirale Infektionen können Hautausschlag auslösen. Diesen nennt man Exanthem. Das Coxsackievirus, das auch Herpangina auslöst, kann ebenfalls zu Hautausschlag führen. Das passiert allerdings eher selten und sollte ärztlich untersucht werden.

Besteht ein Zusammenhang zwischen Herpangina und Herpes?

Herpangina und Herpes sind nicht miteinander verwandt, auch wenn die Namen ähnlich klingen. Beide Erkrankungen verursachen Bläschen und Wunden, allerdings an verschiedenen Stellen. Außerdem werden sie von unterschiedlichen Viren ausgelöst: Herpangina wird von Coxsackievirus (Coxsackie A und B), Enterovirus 71 und Echovirus verursacht. Bei Herpes sind es Herpes-Simplex-Virus-1 (HSV1) und -2 (HSV2).

Können Enteroviren andere Erkrankungen auslösen?

Enteroviren können eine große Bandbreite an viralen Erkrankungen auslösen. Die beiden häufigste Enteroviren sind das Coxsackievirus und das Echovirus. Abseits von Herpangina können Enteroviren auch unter anderem die Hand-Fuß-Mund-Erkrankung, epidemische Pleurodynie und Kinderlähmung (Poliomyelitis) verursachen.

Zusammenfassung

Herpangina ist eine häufige, aber in der Regel harmlose virale Infektion, die vor allem Kinder betrifft. Die Krankheit wird durch verschiedene Viren ausgelöst, vor allem durch das Coxsackievirus. Die Symptome sind meist mild und verschwinden innerhalb von 7 bis 10 Tagen von selbst. Eine Behandlung ist in der Regel nicht notwendig, aber es gibt Möglichkeiten, die Symptome zu lindern. Es ist wichtig, die Ausbreitung der Krankheit durch häufige Händewaschen und das Vermeiden von engen Kontakt mit infizierten Personen zu verhindern.

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