Die gepflegte Krätze, auch bekannt als Scabies, ist eine weit verbreitete, hoch ansteckende Hauterkrankung, die durch winzige Milben verursacht wird, die sich in die oberste Hautschicht graben und dort leben. Diese Milben, die Krätzmilben genannt werden, sind mit bloßem Auge kaum sichtbar. Sie verursachen einen starken Juckreiz, der besonders nachts verstärkt ist. Die Krätze ist eine meldepflichtige Erkrankung, was bedeutet, dass Ärzte und Gemeinschaftseinrichtungen (z. B. Kindergärten) die Erkrankung den Gesundheitsbehörden melden müssen.
Ursachen und Symptome der Krätze
Die Krätze wird durch die Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei) verursacht. Die Milbe ist nur etwa 0,4 mm groß und durchsichtig, daher ist sie mit bloßem Auge kaum zu sehen. Die weiblichen Milben graben sich in die oberste Hautschicht und legen dort ihre Eier ab. Die Larven schlüpfen aus den Eiern und entwickeln sich zu erwachsenen Milben, die sich wiederum vermehren. Der gesamte Lebenszyklus der Milbe dauert etwa 18 bis 21 Tage.
Symptome der Krätze
Die typischen Symptome der Krätze sind:
- Starker Juckreiz , der besonders nachts verstärkt ist
- Rote, erhabene Flecken auf der Haut, die oft in einer Linie angeordnet sind (Milbengänge)
- Kleine, rote Beulen (Papeln) auf der Haut, die oft mit Eiter gefüllt sind
- Kratzspuren , die zu Infektionen führen können
Die Symptome der Krätze können bis zu sechs Wochen nach der Ansteckung auftreten. Bei einer Erstansteckung kann es sogar bis zu acht Wochen dauern, bis die Symptome sichtbar werden.
Wie wird die Krätze übertragen?
Die Krätze wird durch engen Hautkontakt übertragen. Die Milben können sich von einer Person auf eine andere übertragen, wenn sie sich berühren, kuscheln oder miteinander schlafen. Die Krätze kann auch durch befallene Gegenstände wie Kleidung, Handtücher und Bettwäsche übertragen werden.
Die Krätze ist besonders häufig bei Kindern, da sie sich im Spiel und in der Schule oft eng aneinanderkuscheln. Auch in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen ist die Gefahr einer Ansteckung erhöht.
Risikofaktoren für Krätze
Einige Faktoren erhöhen das Risiko, an Krätze zu erkranken:
- Enger Hautkontakt mit einer infizierten Person
- Leben in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Pflegeheimen
- Schlechte hygienische Bedingungen
- Schwäche des Immunsystems
Diagnose der Krätze
Die Diagnose der Krätze erfolgt in der Regel durch die klinischen Symptome, d. H. Die typischen Hautausschläge und der starke Juckreiz. Der Arzt kann die Diagnose durch eine mikroskopische Untersuchung von Hautgeschabseln bestätigen. Die Milben oder ihre Eier können unter dem Mikroskop erkannt werden.
Behandlung der Krätze
Die Krätze wird mit Medikamenten behandelt, die die Milben töten. Die gängigsten Medikamente sind:
- Permethrin-Creme : Dies ist das am häufigsten verwendete Medikament zur Behandlung der Krätze. Es wird auf den gesamten Körper aufgetragen und nach 8-14 Stunden wieder abgewaschen.
- Ivermectin : Ivermectin ist ein Tablettenpräparat, das oral eingenommen wird. Es ist besonders effektiv bei Kindern und Säuglingen.
- Lindan : Lindan ist ein starkes Medikament, das nur in bestimmten Fällen eingesetzt wird. Es kann bei Kleinkindern, Schwangeren und Stillenden nicht verwendet werden.
Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung sollten alle Kleidungsstücke, Handtücher und Bettwäsche bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen oder für mindestens 24 Stunden eingefroren werden. Dies dient dazu, alle Milben und Eier abzutöten, die sich auf diesen Gegenständen befinden könnten.
Komplikationen der Krätze
Die Krätze kann zu folgenden Komplikationen führen:
- Hautinfektionen : Durch das ständige Kratzen kann die Haut verletzt werden und Bakterien können eindringen. Dies kann zu eitrigen Ausschlägen und anderen Infektionen führen.
- Ekzeme : Bei einigen Menschen kann die Krätze zu Ekzemen führen, die auch nach der Behandlung der Krätze bestehen bleiben können.
- Psychische Belastung : Die Krätze kann für die Betroffenen eine große psychische Belastung darstellen, da sie sehr unangenehm und ansteckend ist.
Vorbeugung der Krätze
Um einer Ansteckung mit Krätze vorzubeugen, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:
- Engen Hautkontakt mit infizierten Personen vermeiden
- Regelmäßig Hände waschen , insbesondere nach dem Kontakt mit infizierten Personen oder Gegenständen.
- Behandelte Kleidung und Bettwäsche bei mindestens 60 Grad Celsius waschen oder für mindestens 24 Stunden einfrieren.
- Regelmäßig Duschen oder Baden , um die Milben abzutöten.
Wie lange ist die Inkubationszeit bei Krätze?
Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt in der Regel 4 bis 6 Wochen. Bei einer Erstansteckung kann es jedoch bis zu 8 Wochen dauern, bis die Symptome sichtbar werden.
Ist Krätze ansteckend?
Ja, die Krätze ist sehr ansteckend. Die Milben können sich durch engen Hautkontakt von einer Person auf eine andere übertragen.
Wie kann ich die Krätze behandeln?
Die Krätze wird mit Medikamenten behandelt, die die Milben töten. Die gängigsten Medikamente sind Permethrin-Creme, Ivermectin und Lindan. Zusätzlich sollten alle Kleidungsstücke, Handtücher und Bettwäsche bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen oder für mindestens 24 Stunden eingefroren werden.
Wie kann ich einer Ansteckung mit Krätze vorbeugen?
Um einer Ansteckung mit Krätze vorzubeugen, sollten Sie engen Hautkontakt mit infizierten Personen vermeiden, regelmäßig Hände waschen und behandelte Kleidung und Bettwäsche bei mindestens 60 Grad Celsius waschen oder für mindestens 24 Stunden einfrieren.

Wie lange dauert es, bis die Symptome der Krätze verschwinden?
Die Symptome der Krätze können noch einige Wochen nach der Behandlung bestehen bleiben, da der Körper auf die toten Milben allergisch reagieren kann. Es kann bis zu 2-4 Wochen dauern, bis der Juckreiz vollständig abgeklungen ist.

Kann ich die Krätze selbst behandeln?
Nein, die Krätze sollte von einem Arzt behandelt werden. Eine selbstständige Behandlung kann zu Komplikationen führen. Der Arzt kann die richtige Diagnose stellen und die passende Behandlung auswählen.
Fazit
Die Krätze ist eine unangenehme, aber in der Regel gut behandelbare Erkrankung. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um Komplikationen zu vermeiden. Wenn Sie Symptome der Krätze haben, sollten Sie sich an einen Arzt wenden. Eine gute Hygiene und das Vermeiden von engem Hautkontakt mit infizierten Personen können dazu beitragen, einer Ansteckung mit Krätze vorzubeugen.
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