Die Entscheidung, ob man sein Kind gegen Rotaviren impfen lassen soll, ist nicht einfach. Es gibt viele Faktoren, die man berücksichtigen muss, und es gibt keine einfache Antwort, die für alle Familien gilt. In diesem Artikel werden wir die Vorteile und Nachteile der Rotavirus-Impfung diskutieren, um Ihnen zu helfen, eine fundierte Entscheidung für Ihr Kind zu treffen.

- Was sind Rotaviren?
- Symptome einer Rotavirus-Infektion
- Die Rotavirus-Impfung
- Vorteile der Rotavirus-Impfung
- Nachteile der Rotavirus-Impfung
- Häufig gestellte Fragen
- Wer sollte sich gegen Rotaviren impfen lassen?
- Wer sollte sich nicht gegen Rotaviren impfen lassen?
- Wie wirkt die Rotavirus-Impfung?
- Wie sicher ist die Rotavirus-Impfung?
- Wie oft muss mein Kind geimpft werden?
- Was passiert, wenn mein Kind bereits Rotaviren hatte?
- Kann die Rotavirus-Impfung gleichzeitig mit anderen Impfungen verabreicht werden?
- Fazit
Was sind Rotaviren?
Rotaviren sind hoch ansteckende Viren, die Durchfall und Erbrechen (Gastroenteritis) verursachen. Sie sind die häufigste Ursache für schwere Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern weltweit. Die durch Rotaviren verursachten Brechdurchfälle können besonders bei Säuglingen in kurzer Zeit zu einem lebensbedrohlichen Flüssigkeits- und Salzverlust führen, der im Krankenhaus behandelt werden muss.
Rotaviren werden durch fäkal-orale Übertragung verbreitet, d.h. Durch Kontakt mit dem Stuhl von infizierten Personen. Sie können auch durch kontaminierte Gegenstände, Lebensmittel und Wasser übertragen werden. Rotaviren sind sehr widerstandsfähig und können in der Umwelt mehrere Tage überdauern. Selbst gründliches Händewaschen oder Desinfektion schützt nicht zuverlässig vor einer Ansteckung.
Symptome einer Rotavirus-Infektion
Die Symptome einer Rotavirus-Infektion treten in der Regel 1-3 Tage nach der Ansteckung auf. Die häufigsten Symptome sind:
- Wässriger Durchfall
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Fieber
- Husten
- Schnupfen
Die Symptome können bei Säuglingen und Kleinkindern besonders schwerwiegend sein. Sie können zu Dehydration führen, was zu folgenden Komplikationen führen kann:
- Elektrolytstörungen
- Nierenschäden
- Krampfanfälle
- Kollaps
- Tod
Die Rotavirus-Impfung
Die Rotavirus-Impfung ist eine sichere und effektive Möglichkeit, Ihr Kind vor einer schweren Rotavirus-Infektion zu schützen. Die Impfung wird oral verabreicht, d.h. Das Kind schluckt den Impfstoff. Der Impfstoff enthält abgeschwächte Rotaviren, die die Erkrankung nicht auslösen, aber das Immunsystem des Kindes dazu anregen, Antikörper gegen Rotaviren zu bilden.
Die Rotavirus-Impfung wird in Deutschland von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen. Die STIKO empfiehlt, alle Säuglinge mit einem oralen Lebendimpfstoff (Schluckimpfung) gegen Rotaviren impfen zu lassen. Die Impfung sollte möglichst frühzeitig bereits ab dem Alter von 6 Wochen (bis spätestens 12 Wochen) begonnen werden. Je nach verwendetem Impfstoff ist die Gabe von 1 bis 2 weiteren Impfstoffdosen mit einem Mindestabstand von 4 Wochen für eine vollständige Immunisierung notwendig.
Die Impfserie sollte rechtzeitig bis zu einem Lebensalter von vorzugsweise 16 bzw. 22 Wochen – je nach verwendetem Impfstoff – abgeschlossen werden, da das Risiko für sehr seltene Nebenwirkungen mit dem Alter ansteigt.
Vorteile der Rotavirus-Impfung
Die Rotavirus-Impfung bietet zahlreiche Vorteile, darunter:
- Hoher Schutz vor schweren Rotavirus-Infektionen: Die Impfung schützt Ihr Kind vor schweren Komplikationen wie Dehydration, Krankenhausaufenthalten und sogar dem Tod.
- Reduzierung von Krankenhausaufenthalten: Studien haben gezeigt, dass die Rotavirus-Impfung die Anzahl der Krankenhausaufenthalte aufgrund von Rotavirus-Infektionen deutlich reduziert.
- Geringeres Risiko für Komplikationen: Die Impfung reduziert das Risiko für Komplikationen wie Dehydration, Elektrolytstörungen und Nierenschäden.
- Schutz für die gesamte Familie: Die Impfung reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Kind Rotaviren an andere Familienmitglieder weitergibt.
Nachteile der Rotavirus-Impfung
Wie bei jeder Impfung gibt es auch bei der Rotavirus-Impfung einige mögliche Nachteile, die jedoch selten auftreten:
- Mögliche Impfreaktionen: Die häufigsten Nebenwirkungen der Rotavirus-Impfung sind Fieber, Durchfall, Erbrechen, Reizbarkeit und Apathie. Diese Nebenwirkungen sind in der Regel mild und verschwinden innerhalb weniger Tage.
- Geringfügig erhöhtes Risiko für Darmeinstülpungen: Es gibt Hinweise auf ein minimal erhöhtes Risiko für Darmeinstülpungen (sog. Invaginationen) innerhalb der Woche nach der Impfung mit ca. 1 bis 2 Fällen pro 100.000 geimpfter Kinder. Dieses Risiko ist jedoch sehr gering und wird von den Vorteilen der Impfung weit übertroffen.
- Kosten: Die Rotavirus-Impfung ist in Deutschland nicht kostenlos, aber die Kosten werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen.
Häufig gestellte Fragen
Wer sollte sich gegen Rotaviren impfen lassen?
Die STIKO empfiehlt, alle Säuglinge mit einem oralen Lebendimpfstoff (Schluckimpfung) gegen Rotaviren impfen zu lassen. Die Impfung sollte möglichst frühzeitig bereits ab dem Alter von 6 Wochen (bis spätestens 12 Wochen) begonnen werden.

Wer sollte sich nicht gegen Rotaviren impfen lassen?
Kinder mit einer Neigung für eine Darmeinstülpung sollten die Impfung nicht bekommen. Auch eine angeborene oder vermutete Immunschwäche kann gegen die Impfung sprechen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Kind die Impfung erhalten sollte, sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt.
Wie wirkt die Rotavirus-Impfung?
Die Rotavirus-Impfung enthält abgeschwächte Rotaviren, die die Erkrankung nicht auslösen, aber das Immunsystem des Kindes dazu anregen, Antikörper gegen Rotaviren zu bilden. Diese Antikörper schützen das Kind dann vor einer schweren Rotavirus-Infektion.
Wie sicher ist die Rotavirus-Impfung?
Die Rotavirus-Impfung ist sehr sicher. Die häufigsten Nebenwirkungen sind mild und verschwinden innerhalb weniger Tage. Es gibt Hinweise auf ein minimal erhöhtes Risiko für Darmeinstülpungen, aber dieses Risiko ist sehr gering und wird von den Vorteilen der Impfung weit übertroffen.
Wie oft muss mein Kind geimpft werden?
Die Rotavirus-Impfung wird in der Regel in zwei oder drei Dosen verabreicht. Die erste Dosis sollte im Alter von 6 bis 12 Wochen gegeben werden. Die weiteren Dosen werden dann im Abstand von 4 Wochen verabreicht. Die Impfserie sollte rechtzeitig bis zu einem Lebensalter von vorzugsweise 16 bzw. 22 Wochen – je nach verwendetem Impfstoff – abgeschlossen werden.
Was passiert, wenn mein Kind bereits Rotaviren hatte?
Auch wenn Ihr Kind bereits Rotaviren hatte, sollte es trotzdem gegen Rotaviren geimpft werden. Die Impfung schützt Ihr Kind vor einer erneuten Infektion und vor schweren Komplikationen.

Kann die Rotavirus-Impfung gleichzeitig mit anderen Impfungen verabreicht werden?
Ja, die Rotavirus-Impfung kann gleichzeitig mit anderen Impfungen verabreicht werden. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt über die besten Impftermine für Ihr Kind.
Fazit
Die Rotavirus-Impfung ist eine sichere und effektive Möglichkeit, Ihr Kind vor einer schweren Rotavirus-Infektion zu schützen. Die Vorteile der Impfung überwiegen die möglichen Nachteile bei weitem. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt über die Rotavirus-Impfung und entscheiden Sie gemeinsam, ob die Impfung für Ihr Kind geeignet ist.
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