Pfeiffersches drüsenfieber: kleinkinder & symptome

Das Pfeiffersche Drüsenfieber, auch bekannt als Mononukleose oder Kissing Disease, ist eine durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) verursachte Infektionskrankheit. Während es bei Jugendlichen und Erwachsenen oft mit starken Symptomen einhergeht, verläuft das Pfeiffersche Drüsenfieber bei Kleinkindern meist milder und wird oft gar nicht erkannt.

Inhaltsverzeichnis

Pfeiffersches Drüsenfieber bei Kleinkindern: Ein harmloser Verlauf

Im Gegensatz zu älteren Kindern und Erwachsenen, bei denen das Pfeiffersche Drüsenfieber oft mit starken Symptomen wie Mandelentzündung, Fieber und Lymphknotenschwellung einhergeht, ist der Verlauf bei Kleinkindern meist deutlich milder. Typische Anzeichen wie die Mandelentzündung (Tonsillopharyngitis) treten bei ihnen so gut wie nicht auf. Stattdessen leiden sie meist nur unter:

  • Leichte Abgeschlagenheit
  • Geringes Fieber
  • Leichte Lymphknotenschwellung

Diese Symptome sind oft so geringfügig, dass die Krankheit bei Kleinkindern häufig nicht diagnostiziert wird.

pfeiffersches drüsenfieber kleinkind - Ist Pfeiffersches Drüsenfieber für Kleinkinder gefährlich

Besonders bei Kleinkindern, die sich häufig durch Küsse von ihren Eltern anstecken, verläuft die Infektion oft sogar ohne jegliche Symptome (abortiv). Trotz fehlender Symptome entwickeln die Kleinkinder, wie alle Infizierten, einen lebenslangen Immunschutz gegen das EBV und können das Virus weiterverbreiten.

Diagnose des Pfeifferschen Drüsenfiebers bei Kleinkindern

Die Diagnose des Pfeifferschen Drüsenfiebers bei Kleinkindern kann schwierig sein, da die typischen Symptome oft fehlen. Der HNO-Arzt wird bei Verdacht auf das Pfeiffersche Drüsenfieber zunächst die Lymphknoten abtasten, um eine Schwellung festzustellen. Außerdem untersucht er den Rachen und die Mandeln mit einem Spiegel. Bei einem klassischen Krankheitsbild mit hochroten, geschwollenen Mandeln und grauen Belägen ist die Diagnose relativ einfach.

In vielen Fällen werden die typischen Symptome jedoch nicht beobachtet. Daher sollte bei extremer Müdigkeit und Schwächegefühl immer auch an eine vorausgegangene Epstein-Barr-Infektion gedacht werden.

Um die Diagnose abzusichern, wird der Arzt eine Blutuntersuchung durchführen. Zu Beginn der Infektion ist die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) stark verringert (Leukopenie). Nach einigen Tagen zeigt sich jedoch das für das Pfeiffersche Drüsenfieber charakteristische „bunte Blutbild mit einer auffälligen erhöhung der zahl der weißen blutkörperchen (leukozytose) auf 000 bis 30.000 pro mm³ und einem 60-80%igen anteil an veränderten mononukleären zellen, den „drüsenfieberzellen.

Zusätzliche Untersuchungen bei Verdacht auf Pfeiffersches Drüsenfieber

In seltenen Fällen sind weitere Untersuchungen notwendig, um die Diagnose zu bestätigen.

  • Serologische Tests: Hierbei werden Antikörper und direkte EBV-Antigene im Blut nachgewiesen. Schnelltests sind zwar verfügbar, liefern aber oft keine eindeutigen Ergebnisse.
  • ELISA-Methode: Diese Methode ist die sicherste Methode zur Diagnose der Mononukleose. Sie bestimmt die genaue Menge der verschiedenen EBV-Antigene.
  • Leberfunktionswerte: Besteht der Verdacht, dass Leber und Milz angegriffen sind, wird der HNO-Arzt an einen internistischen Kollegen überweisen. Dieser wird die Leberenzyme im Blutserum bestimmen, um eine Infektion der Leber und Milz zu bestätigen.

Abgrenzung des Pfeifferschen Drüsenfiebers von anderen Erkrankungen

Es ist wichtig, das Pfeiffersche Drüsenfieber von anderen Erkrankungen abzugrenzen, die ähnliche Symptome aufweisen können.

Differentialdiagnose

Das Pfeiffersche Drüsenfieber muss von folgenden Erkrankungen abgegrenzt werden:

  • Streptokokken-Angina (Tonsillitis) oder Rachenentzündung (Pharyngitis)
  • Diphtherie und Angina Plaut-Vincent
  • Toxoplasmose
  • Tumorerkrankungen wie Leukämie oder Hodgkin-Krankheit
  • Virus-Hepatitis
  • Zytomegalie

Lymphknotenschwellungen sind ein häufiges Symptom bei vielen verschiedenen bakteriellen oder viralen Infektionen. Erhöhte Leberwerte treten bei allen Formen der Virus-Hepatitis auf. Bei Zytomegalie zeigt sich ein ähnliches Blutbild wie bei der Mononukleose.

Behandlung des Pfeifferschen Drüsenfiebers bei Kleinkindern

Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist in der Regel eine selbstlimitierende Erkrankung, d.h. Es heilt von selbst aus. Die Behandlung zielt daher in erster Linie darauf ab, die Symptome zu lindern.

Symptomatische Behandlung

  • Ruhe: Ausreichend Ruhe ist wichtig, um dem Körper die Möglichkeit zur Genesung zu geben.
  • Fiebersenkende Mittel: Bei Fieber können fiebersenkende Mittel wie Paracetamol oder Ibuprofen eingesetzt werden.
  • Schmerzmittel: Bei Halsschmerzen können Lutschtabletten mit lokalen Anästhetika helfen.
  • Viel Flüssigkeit: Es ist wichtig, dass Kleinkinder ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, um einer Dehydration vorzubeugen.

Antibiotika sind bei der Behandlung des Pfeifferschen Drüsenfiebers nicht wirksam, da es sich um eine virale Erkrankung handelt. Antibiotika können jedoch bei bakteriellen Sekundärinfektionen eingesetzt werden, die durch die geschwächte Immunabwehr auftreten können.

Komplikationen des Pfeifferschen Drüsenfiebers bei Kleinkindern

In den meisten Fällen verläuft das Pfeiffersche Drüsenfieber bei Kleinkindern ohne Komplikationen. In seltenen Fällen können jedoch folgende Komplikationen auftreten:

  • Milzruptur: Die Milz kann durch die Infektion vergrößert sein und im schlimmsten Fall reißen.
  • Hepatitis: Die Leber kann durch die Infektion entzündet werden.
  • Meningitis: Eine Entzündung der Hirnhäute ist möglich, aber selten.
  • Enzephalitis: Eine Entzündung des Gehirns ist ebenfalls möglich, aber sehr selten.

Bei Auftreten von starken Bauchschmerzen, Erbrechen, Übelkeit, steifem Nacken oder Bewusstseinsstörungen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Prävention des Pfeifferschen Drüsenfiebers bei Kleinkindern

Es gibt keine Impfung gegen das Epstein-Barr-Virus. Die beste Möglichkeit, das Pfeiffersche Drüsenfieber zu verhindern, ist eine gute Hygiene.

Hygienemaßnahmen

  • Händewaschen: Regelmäßiges Händewaschen mit Seife und Wasser, insbesondere nach dem Kontakt mit anderen Personen, hilft, die Verbreitung des Virus zu reduzieren.
  • Husten- und Niesetikette: Beim Husten oder Niesen sollte man sich die Nase und den Mund mit einem Taschentuch abdecken.
  • Kontakt vermeiden: Bei Krankheit sollten Kleinkinder den Kontakt zu anderen Menschen so weit wie möglich vermeiden.
  • Desinfektion von Oberflächen: Oberflächen, die mit Speichel in Kontakt kommen, sollten regelmäßig desinfiziert werden.

Es ist wichtig, dass Eltern ihre Kleinkinder über die Bedeutung von guter Hygiene aufklären und ihnen beibringen, wie sie sich vor dem Virus schützen können.

Häufig gestellte Fragen

Ist das Pfeiffersche Drüsenfieber bei Kleinkindern gefährlich?

In den meisten Fällen verläuft das Pfeiffersche Drüsenfieber bei Kleinkindern harmlos. Die Krankheit wird oft nicht erkannt, da die Symptome sehr mild sind. In seltenen Fällen können jedoch Komplikationen auftreten, die aber in der Regel gut behandelbar sind.

Wie kann man das Pfeiffersche Drüsenfieber bei Kleinkindern erkennen?

Bei Kleinkindern sind die Symptome oft so mild, dass die Krankheit nicht erkannt wird. Typische Anzeichen wie eine Mandelentzündung treten bei ihnen so gut wie nicht auf. Stattdessen leiden sie meist nur unter leichter Abgeschlagenheit, geringem Fieber und leichter Lymphknotenschwellung.

pfeiffersches drüsenfieber kleinkind - Wie testet man Pfeiffersches Drüsenfieber bei Kindern

Wie wird das Pfeiffersche Drüsenfieber bei Kleinkindern behandelt?

Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist in der Regel eine selbstlimitierende Erkrankung. Die Behandlung zielt daher in erster Linie darauf ab, die Symptome zu lindern. Dazu gehören Ruhe, fiebersenkende Mittel, Schmerzmittel und viel Flüssigkeit.

Kann man das Pfeiffersche Drüsenfieber bei Kleinkindern vorbeugen?

Es gibt keine Impfung gegen das Epstein-Barr-Virus. Die beste Möglichkeit, das Pfeiffersche Drüsenfieber zu verhindern, ist eine gute Hygiene. Dazu gehört regelmäßiges Händewaschen, das Abdecken von Nase und Mund beim Husten oder Niesen und das Vermeiden von Kontakt mit anderen Menschen bei Krankheit.

Fazit

Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine häufige Infektionskrankheit, die bei Kleinkindern meist mild verläuft und oft nicht erkannt wird. In den meisten Fällen heilt die Krankheit von selbst aus. Eine gute Hygiene ist die beste Möglichkeit, das Pfeiffersche Drüsenfieber zu verhindern. Bei Auftreten von starken Symptomen oder Komplikationen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

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