Anchovis in der schwangerschaft: risiko & tipps

Die Schwangerschaft ist eine Zeit voller Veränderungen und neuer Erfahrungen. Dabei tauchen oft Fragen zur Ernährung auf. Eine davon betrifft den Verzehr von Anchovis. Sind diese kleinen, salzigen Fische während der Schwangerschaft erlaubt? Diese Frage wollen wir im Folgenden genauer beleuchten.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Anchovis?

Der Begriff anchovis bezieht sich eigentlich auf die Europäische Sardelle (Engraulis encrasicolus). Diese kleinen Fische sind in den Meeren um Europa und Nordafrika beheimatet. In der Küche werden jedoch zwei unterschiedliche Produkte als Anchovis bezeichnet:

Echte Anchovis

Echte Anchovis werden aus Sardellen hergestellt. Sie werden filetiert, eingesalzen und fermentiert. Dieser Prozess verleiht ihnen einen intensiven, salzigen Geschmack. Echte Anchovis werden häufig in der süd- und mitteleuropäischen Küche verwendet und sind ein wichtiger Bestandteil vieler Gerichte, wie zum Beispiel:

  • Königsberger Klopse
  • Salate
  • Saucen
  • Pastagerichte

Unechte Anchovis

Unechte Anchovis werden aus Sprotten hergestellt. Sie werden ebenfalls gesalzen und fermentiert, allerdings mit einem niedrigeren Salzgehalt. Der Geschmack von unechten Anchovis ist milder und erinnert eher an Matjes. Sie sind vor allem in der nordeuropäischen Küche beliebt, zum Beispiel in:

  • Janssons frestelse (ein schwedisches Kartoffelgericht)
  • Appetitsild (ein dänisches Gericht aus eingelegten Sprotten)

Anchovis in der Schwangerschaft: Risiken und Empfehlungen

Die Frage, ob Anchovis in der Schwangerschaft erlaubt sind, ist nicht einfach zu beantworten. Es gibt verschiedene Faktoren, die man berücksichtigen muss:

Quecksilbergehalt

Fisch ist eine gute Quelle für Omega-3-Fettsäuren, die für die Entwicklung des Babys wichtig sind. Allerdings können einige Fischarten, darunter auch Anchovis, Quecksilber enthalten. Quecksilber ist ein Schwermetall, das in hohen Dosen schädlich für das ungeborene Kind sein kann. Daher ist es wichtig, während der Schwangerschaft auf den Verzehr von Fisch mit hohem Quecksilbergehalt zu verzichten.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt Schwangeren, maximal zweimal pro Woche fettreichen Fisch zu essen, wobei Sardinen und Anchovis zu den empfohlenen Fischarten gehören. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht mehr als 150 Gramm pro Woche von diesen Fischarten essen.

Salzgehalt

Anchovis sind sehr salzig. Ein hoher Salzkonsum während der Schwangerschaft kann zu verschiedenen Problemen führen, wie zum Beispiel:

  • Bluthochdruck
  • Wassereinlagerungen
  • Frühgeburt

Daher sollten Sie den Verzehr von Anchovis während der Schwangerschaft beschränken. Wenn Sie Anchovis essen möchten, wählen Sie Produkte mit einem niedrigeren Salzgehalt oder verwenden Sie sie sparsam.

Allergien

Einige Menschen sind allergisch gegen Fisch, darunter auch Anchovis. Wenn Sie eine Fischallergie haben, sollten Sie Anchovis während der Schwangerschaft auf keinen Fall essen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie eine Fischallergie haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Tipps für den Verzehr von Anchovis in der Schwangerschaft

Wenn Sie Anchovis während der Schwangerschaft genießen möchten, beachten Sie folgende Tipps:

  • Wählen Sie Anchovis aus nachhaltigem Fang.
  • Bevorzugen Sie Anchovis mit einem niedrigeren Salzgehalt.
  • Verwenden Sie Anchovis sparsam.
  • Achten Sie auf die Herkunft des Produkts. Anchovis aus der Ostsee können einen höheren Quecksilbergehalt haben als Anchovis aus dem Mittelmeer.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme, wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie Anchovis während der Schwangerschaft essen dürfen.

Kann ich während der Schwangerschaft Anchovis essen?

Ja, Sie können während der Schwangerschaft Anchovis essen, aber in Maßen. Achten Sie darauf, dass Sie nicht mehr als 150 Gramm pro Woche von Sardinen und Anchovis essen und wählen Sie Produkte mit einem niedrigeren Salzgehalt.

Sind Anchovis gefährlich für das Baby?

Anchovis sind nicht per se gefährlich für das Baby. Allerdings können sie Quecksilber enthalten, das in hohen Dosen schädlich für das ungeborene Kind sein kann. Daher ist es wichtig, den Verzehr von Anchovis während der Schwangerschaft zu begrenzen.

Welche Fischarten sollte ich während der Schwangerschaft vermeiden?

Während der Schwangerschaft sollten Sie Fischarten mit einem hohen Quecksilbergehalt vermeiden, wie zum Beispiel:

  • Hai
  • Schwertfisch
  • Königmakrele
  • Thunfisch (besonders Thunfisch aus der Dose)

Fazit

Anchovis können eine leckere und würzige Zutat sein. Während der Schwangerschaft sollten Sie jedoch den Verzehr von Anchovis beschränken. Achten Sie auf den Salzgehalt, den Quecksilbergehalt und Ihre individuellen Allergien. Wenn Sie sich unsicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.

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