Die Schwangerschaft ist eine Zeit voller Freude und Vorfreude, aber auch eine Phase, in der die Gesundheit besonders wichtig ist. Eine Infektion mit Listerien, einem Bakterium, das weit verbreitet ist, kann für Schwangere und ihre ungeborenen Kinder schwerwiegende Folgen haben. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über Listeriose in der Schwangerschaft, einschließlich der Symptome, der Übertragungswege, der Risikofaktoren und der Schutzmaßnahmen.
- Was ist Listeriose?
- Symptome einer Listeriose
- Listeriose in der Schwangerschaft: Eine besondere Gefahr
- Risikofaktoren für eine Listeriose
- Wie werden Listerien übertragen?
- Welche Lebensmittel sind besonders gefährdet?
- Wie kann die Vermehrung von Listerien verhindert werden?
- Wie kann ich mich vor einer Listeriose schützen?
- Wie wird eine Listeriose behandelt?
- Zu Listeriose in der Schwangerschaft
- Zusammenfassung
Was ist Listeriose?
Listerien sind stäbchenförmige Bakterien, die in der Umwelt weit verbreitet sind. Listeria monocytogenes ist der einzige Krankheitserreger, der bei Mensch und Tier eine Listeriose auslösen kann. Diese Bakterien zeichnen sich durch ihren geringen Nährstoffbedarf aus und können sich selbst bei niedrigen Temperaturen, wie z.B. Im Kühlschrank, vermehren.
Symptome einer Listeriose
Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt in der Regel 3 bis 70 Tage. Meistens zeigen sich die ersten Anzeichen nach drei Wochen. Eine Listeriose kann bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem lebensbedrohlich sein. Gesunde Erwachsene hingegen entwickeln oft keine Symptome oder nur leichte, grippeähnliche Beschwerden.
Häufige Symptome einer Listeriose:
- Fieber
- Muskelschmerzen
- Durchfall
- Erbrechen
In schweren Fällen können Komplikationen wie Blutvergiftung, Hirnhautentzündung oder Meningitis auftreten.
Listeriose in der Schwangerschaft: Eine besondere Gefahr
Für Schwangere und ihre ungeborenen Kinder stellt eine Listeriose eine große Gefahr dar. Die Bakterien können die Plazenta passieren und das ungeborene Kind infizieren. Dies kann zu schweren Komplikationen führen, darunter:
- Frühgeburt
- Fehlgeburt
- Totgeburt
- Infektionen des Neugeborenen
Die Symptome einer Listeriose in der Schwangerschaft können denen einer normalen Grippe ähneln und daher leicht übersehen werden. Daher ist es wichtig, dass Schwangere bei Auftreten von Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall oder Erbrechen sofort einen Arzt aufsuchen.
Risikofaktoren für eine Listeriose
Neben Schwangeren gehören auch folgende Personengruppen zu den Risikogruppen für eine Listeriose:
- Ältere Menschen
- Menschen mit einem geschwächten Immunsystem
- Menschen mit bestimmten Erkrankungen wie HIV, Krebs oder Diabetes
- Menschen, die Medikamente einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken
Wie werden Listerien übertragen?
Listerien werden in der Regel durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln übertragen. Eine Übertragung kann auch durch infizierte Haustiere oder belasteten Erdboden erfolgen. In der Schwangerschaft besteht die Gefahr, dass die Bakterien von der Mutter auf das ungeborene Kind übertragen werden.
Welche Lebensmittel sind besonders gefährdet?
Listerien sind in Lebensmitteln nicht erkennbar, da sie weder den Geruch, den Geschmack noch das Aussehen verändern. Besonders gefährdete Lebensmittel sind:
Lebensmittel, die unbedingt gemieden werden sollten:
- Rohes Fleisch und daraus hergestellte Produkte (z.B. Hackfleisch)
- Schnell gereifte Rohwurstsorten (z.B. Zwiebelmettwurst)
- Rohmilch und Rohmilchprodukte, insbesondere Rohmilchkäse
- Weichkäse, insbesondere Produkte mit Rotschmierbildung (z.B. Romadur)
- Sauermilchkäse
- Roher Fisch
- Bestimmte Fischerzeugnisse (vor allem Räucherlachs und Graved Lachs)
- Spezielle pflanzliche Lebensmittel (z.B. Tiefkühl-Gemüse, abgepackte Mischsalate)
Es ist bekannt, dass sich Listerien in vakuumverpackten Lebensmitteln vermehren können. In Speisen, die wenig Feuchtigkeit, viel Salz und Konservierungsstoffe enthalten oder einen niedrigen pH-Wert haben („sauer sind“), ist eine Vermehrung nur verlangsamt oder kaum möglich.
Wie kann die Vermehrung von Listerien verhindert werden?
Listerien vermehren sich bei Temperaturen zwischen -0,4 und 45°C. Das bedeutet, dass eine Vermehrung auch im Kühlschrank stattfinden kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, Lebensmittel vor dem Verzehr ausreichend zu erhitzen (70°C für mindestens 2 Minuten).

Wie kann ich mich vor einer Listeriose schützen?
Der beste Schutz vor einer Listeriose ist der Verzicht auf bestimmte rohe Lebensmittel, wie z.B. Rohmilchkäse, Hackfleisch oder kurz gereifte Rohwurst. Tierische Lebensmittel sollten ausreichend lange erhitzt werden (mindestens 2 Minuten bei 70°C). Vakuumverpackte und im Kühlschrank gelagerte Lebensmittel (insbesondere Räucherlachs) sollten so früh wie möglich verzehrt werden, niemals jedoch nach Ablauf des angegebenen Verbrauchsdatums. Zusätzlich sollten die allgemeinen Hygieneregeln im Haushalt eingehalten werden.
Wichtige Schutzmaßnahmen für Schwangere:
- Verzicht auf den Verzehr von Rohfleischerzeugnissen (wie Hackfleisch) und Rohwurst
- Verzicht auf rohen Fisch sowie geräucherte und marinierte Fischerzeugnisse
- Verzicht auf vorgeschnittene verpackte Blattsalate
- Verzicht auf Rohmilchkäse
- Gründliches Waschen von Obst und Gemüse vor dem Verzehr
- Regelmäßiges Händewaschen, insbesondere nach dem Umgang mit rohem Fleisch und Geflügel
- Trennung von rohem und gegartem Fleisch im Kühlschrank
- Verwenden von verschiedenen Schneidebrettern für rohes und gegartes Fleisch
Wie wird eine Listeriose behandelt?
Die Behandlung einer Listeriose hängt von den Symptomen ab. Bei Auftreten von Fieber und Muskelschmerzen sollte unbedingt ein Arzt hinzugezogen werden. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Antibiotika.
Zu Listeriose in der Schwangerschaft
Kann ich Listeriose bekommen, wenn ich kein rohes Fleisch esse?
Ja, Listerien können auch in anderen Lebensmitteln vorkommen, wie z.B. In Rohmilchkäse, Rohmilchprodukten, Räucherlachs, bestimmten Salaten oder Tiefkühlgemüse. Es ist wichtig, alle Lebensmittel sorgfältig zu behandeln und zu lagern, um das Risiko einer Listeriose zu minimieren.
Wie lange sind Listerien im Kühlschrank überlebensfähig?
Listerien können im Kühlschrank mehrere Wochen überleben. Daher ist es wichtig, Lebensmittel, die im Kühlschrank gelagert werden, so früh wie möglich zu verzehren und das Verbrauchsdatum zu beachten.
Kann ich Listeriose von meinem Haustier bekommen?
Ja, es ist möglich, Listerien von infizierten Haustieren zu bekommen. Es ist daher wichtig, dass Sie Ihre Hände gründlich waschen, nachdem Sie mit Ihrem Haustier in Kontakt gekommen sind.
Was passiert, wenn ich während der Schwangerschaft Listeriose bekomme?
Eine Listeriose während der Schwangerschaft kann zu schweren Komplikationen führen, darunter Frühgeburt, Fehlgeburt, Totgeburt oder Infektionen des Neugeborenen. Es ist daher wichtig, bei Auftreten von Symptomen sofort einen Arzt aufzusuchen.
Gibt es eine Impfung gegen Listeriose?
Nein, es gibt derzeit keine Impfung gegen Listeriose. Der beste Schutz ist die Einhaltung der oben genannten Vorsichtsmaßnahmen.
Zusammenfassung
Listeriose ist eine ernstzunehmende Krankheit, die besonders für Schwangere und ihre ungeborenen Kinder gefährlich sein kann. Durch die Einhaltung der richtigen Hygieneregeln und die Vermeidung von Risikolebensmitteln können Sie das Risiko einer Listeriose-Infektion deutlich reduzieren. Bei Auftreten von Symptomen sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.
Wenn Sie andere Artikel kennenlernen möchten, die Listeriose in der schwangerschaft: schutz & risiken ähneln, können Sie die Kategorie Schwangerschaft & gesundheit besuchen.
