Zeckenbiss & fsme: symptome, risiken & schutz

Ein Zeckenbiss kann mehr als nur einen unangenehmen Juckreiz verursachen. Durch den Stich einer Zecke können gefährliche Krankheitserreger wie FSME-Viren oder Borrelien (Bakterien) übertragen werden. FSME, die Frühsommer-Meningoenzephalitis, ist eine schwere Erkrankung, die das zentrale Nervensystem befällt und bleibende Schäden verursachen kann. In diesem Artikel erfahren Sie alles über FSME, die Symptome, das Risiko und wie Sie sich schützen können.

Inhaltsverzeichnis

FSME: Symptome und Verlauf

FSME verläuft in zwei Phasen:

Erste Phase: Grippeähnliche Symptome

Die erste Phase der FSME-Infektion ähnelt einer (Sommer-)Grippe und zeigt unspezifische Symptome:

  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Fieber bis 39 °C
  • Katarrhalische Erscheinungen der oberen Luftwege
  • Gelegentlich gastrointestinale Beschwerden

Diese Symptome treten etwa 7-14 Tage (in Einzelfällen bis zu 28 Tage) nach einem Zeckenstich auf. Die erste Phase dauert in der Regel nur wenige Tage.

Zweite Phase: Neurologische Symptome

Nach einem beschwerdefreien Intervall, das bis zu einer Woche dauern kann, kann es zur zweiten Phase der Erkrankung kommen. Hier zeigen sich die spezifischen FSME-Symptome aufgrund der Ausbreitung der Entzündung im zentralen Nervensystem:

SymptomBeschreibung
Hirnhautentzündung (Meningitis)Entzündung der Hirnhäute
Gehirnentzündung (Enzephalitis)Entzündung des Gehirns
Rückenmarksentzündung (Myelitis)Entzündung des Rückenmarks, meist in Kombination mit Meningitis und Enzephalitis (Meningoenzephalomyelitis)

Diese Krankheitsbilder können einhergehen mit:

  • Hohem Fieber bis 41 °C
  • Starken Kopfschmerzen
  • Nackenstarre
  • Lichtscheue
  • Massivem Schwindel, begleitet von Übelkeit und Erbrechen
  • Bewusstseinsstörungen
  • Lähmungen der Beine oder Arme
  • Lähmungen der Hirnnerven
  • Krampfanfälle
  • Schluck- und Sprechstörungen
  • Lähmungen der Gesichts- und Halsmuskulatur
  • Atemlähmung

In etwa 1% der Fälle ist FSME tödlich. Die zweite Phase kann zu bleibenden Schäden führen, wie Lähmungen, Sprachstörungen oder Gedächtnisverlust.

FSME und Lyme-Borreliose: Unterschiede

Sowohl FSME als auch Lyme-Borreliose werden durch Zecken übertragen, aber die Symptome und der Verlauf der Krankheiten unterscheiden sich deutlich. Eine kleine Rötung, die in der Regel nach einigen Tagen verschwindet, ist kein Anzeichen für FSME oder Lyme-Borreliose!

Lyme-Borreliose

Lyme-Borreliose wird durch Bakterien ausgelöst. Ein typisches Symptom ist das Erythema migrans, eine ringförmige Rötung um die Einstichstelle, die sich im Laufe der Zeit ausbreitet. Weitere Symptome können sein:

  • Grippeähnliche Symptome
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Neurologische Störungen
  • Herzrhythmusstörungen

Lyme-Borreliose ist mit Antibiotika behandelbar.

FSME

FSME wird durch Viren ausgelöst. Die Krankheit befällt das zentrale Nervensystem und zeigt sich in der zweiten Phase durch neurologische Symptome wie Lähmungen, Krampfanfälle oder Bewusstseinsstörungen. FSME-Symptome zeigen sich nicht auf der Haut. Es gibt keine ursächliche Behandlung für FSME, die Impfung bietet den besten Schutz.

FSME: Risiko und Schutz

Das Risiko, an FSME zu erkranken, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Region: In bestimmten Regionen Deutschlands, wie z.B. Im Süden, ist das Risiko einer FSME-Infektion höher.
  • Jahreszeit: Zecken sind vor allem im Frühjahr und Sommer aktiv.
  • Aktivitäten im Freien: Wer sich viel in der Natur aufhält, z.B. Beim Wandern oder Spazierengehen, erhöht das Risiko eines Zeckenbisses.
  • Alter: Ältere Menschen (>75 Jahre) haben ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.
  • Geschlecht: Männer sind häufiger von FSME betroffen als Frauen.

Schutz vor FSME

Der beste Schutz vor FSME ist die Impfung. Die Impfung ist besonders wichtig für:

  • Personen, die sich häufig im Freien aufhalten
  • Personen, die in FSME-Risikogebieten leben oder arbeiten
  • Kinder, die sich im Freien aufhalten

Neben der Impfung gibt es weitere Schutzmaßnahmen:

  • Zeckenabwehrmittel: Verwenden Sie Zeckenabwehrmittel mit DEET oder Icaridin.
  • Lange Kleidung: Tragen Sie lange Hosen und langärmelige Hemden, um die Haut zu bedecken.
  • Regelmäßige Kontrolle: Kontrollieren Sie sich nach jedem Aufenthalt im Freien auf Zecken.
  • Zecken entfernen: Entfernen Sie Zecken so schnell wie möglich mit einer Zeckenzange.

Was tun, wenn ich von einer Zecke gebissen wurde?

Entfernen Sie die Zecke so schnell wie möglich mit einer Zeckenzange. Ziehen Sie die Zecke nicht am Körper, sondern fassen Sie sie möglichst nah an der Haut. Reinigen Sie die Einstichstelle mit Wasser und Seife. Beobachten Sie die Einstichstelle in den nächsten Wochen auf Veränderungen. Wenn Sie grippeähnliche Symptome entwickeln, suchen Sie einen Arzt auf.

Wie lange dauert die Inkubationszeit von FSME?

Die Inkubationszeit von FSME beträgt etwa 7-14 Tage. In Einzelfällen kann sie aber auch bis zu 28 Tage dauern.

Ist FSME bei Hunden gefährlich?

Ja, FSME kann auch bei Hunden gefährlich sein. Die Symptome ähneln denen beim Menschen, wie z.B. Fieber, Krämpfe oder neurologische Störungen. Es gibt keine Impfung gegen FSME für Hunde.

Wie kann ich mich vor Zeckenbissen schützen?

Verwenden Sie Zeckenabwehrmittel, tragen Sie lange Kleidung, kontrollieren Sie sich regelmäßig auf Zecken und entfernen Sie Zecken so schnell wie möglich.

Wo kann ich mich gegen FSME impfen lassen?

Sie können sich gegen FSME beim Hausarzt oder bei einem Reisemediziner impfen lassen.

Zusammenfassung

FSME ist eine gefährliche Krankheit, die durch Zecken übertragen wird. Die Krankheit kann zu schweren neurologischen Schäden führen. Der beste Schutz vor FSME ist die Impfung. Weitere Schutzmaßnahmen sind Zeckenabwehrmittel, lange Kleidung und regelmäßige Kontrolle auf Zecken. Bei einem Zeckenbiss sollten Sie die Zecke so schnell wie möglich entfernen und die Einstichstelle beobachten. Wenn Sie grippeähnliche Symptome entwickeln, suchen Sie einen Arzt auf.

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