Röteln sind eine ansteckende Viruserkrankung, die normalerweise harmlos ist. In der Schwangerschaft können sie jedoch schwerwiegende Folgen für das ungeborene Kind haben. Daher ist es wichtig, sich über die Risiken und Vorsichtsmaßnahmen zu informieren.

Was sind Röteln?
Röteln werden durch das Rubella-Virus verursacht. Die Krankheit ist hochansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, zum Beispiel beim Husten oder Niesen. Die meisten Menschen haben Röteln in der Kindheit durchgemacht und sind dadurch lebenslang immun.
Symptome von Röteln
Die Symptome von Röteln sind meist mild und ähneln einer leichten Grippe. Sie können folgende Symptome auftreten:
- Fieber
- Kopfschmerzen
- Geschwollene Lymphknoten im Nacken und hinter den Ohren
- Hautausschlag: Ein typisches Merkmal von Röteln ist ein roter, fleckiger Ausschlag, der sich vom Gesicht ausbreitet.
Bei etwa der Hälfte der Menschen verlaufen Röteln jedoch ohne Symptome. Daher ist es wichtig, einen Arzt zu konsultieren, wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie Röteln haben.
Die Gefahr von Röteln in der Schwangerschaft
Eine Rötelninfektion während der Schwangerschaft kann schwerwiegende Folgen für das ungeborene Kind haben. Dies liegt daran, dass das Virus die Plazenta passieren und das Baby infizieren kann. Die Folgen können je nach Schwangerschaftswoche unterschiedlich sein:
Röteln in den ersten 12 Schwangerschaftswochen
Eine Rötelninfektion in den ersten 12 Schwangerschaftswochen kann zu folgenden Komplikationen führen:
- Fehlgeburt
- Herzfehler
- Gehirnschäden
- Hörverlust
- Sehschäden
Röteln nach der 1Schwangerschaftswoche
Nach der 1Schwangerschaftswoche ist das Risiko für schwere Fehlbildungen geringer. Allerdings können immer noch folgende Komplikationen auftreten:
- Gehörlosigkeit
- Augenprobleme
- Entwicklungsverzögerungen
Es ist wichtig zu beachten, dass die Risiken für das ungeborene Kind je nach Schwangerschaftswoche unterschiedlich sind. Eine Rötelninfektion kann auch zu einer Frühgeburt oder einem niedrigen Geburtsgewicht führen.
Wie schütze ich mich vor Röteln in der Schwangerschaft?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich vor Röteln in der Schwangerschaft zu schützen:
Impfung
Die beste Möglichkeit, sich vor Röteln zu schützen, ist die Impfung. Die Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) ist eine sichere und effektive Impfung, die vor allen drei Krankheiten schützt. Die Impfung sollte idealerweise vor einer Schwangerschaft erfolgen.
Wenn Sie nicht geimpft sind, sollten Sie sich von Ihrem Arzt beraten lassen. Es ist möglich, sich auch während der Schwangerschaft impfen zu lassen, allerdings sollten bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.
Vorsichtsmaßnahmen
Neben der Impfung können Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen treffen, um das Risiko einer Rötelninfektion zu reduzieren:
- Händewaschen: Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig mit Wasser und Seife, insbesondere nach dem Kontakt mit anderen Menschen.
- Kontakt mit Kranken vermeiden: Vermeiden Sie den Kontakt mit Menschen, die an Röteln erkrankt sind.
- Schulen und Kindergärten meiden: Vermeiden Sie den Kontakt mit Schulen und Kindergärten, wenn dort Röteln ausgebrochen sind.
Was passiert, wenn ich während der Schwangerschaft Röteln bekomme?
Wenn Sie während der Schwangerschaft Röteln bekommen, sollten Sie sich umgehend an Ihren Arzt wenden. Er wird Sie untersuchen und entscheiden, welche Maßnahmen notwendig sind.
Die Behandlung von Röteln in der Schwangerschaft ist in der Regel symptomatisch. Das bedeutet, dass die Symptome behandelt werden, um die Beschwerden zu lindern. In einigen Fällen können Medikamente verabreicht werden, um das Risiko von Komplikationen zu reduzieren.

Ultraschalluntersuchungen
Um das ungeborene Kind zu überwachen, werden während der Schwangerschaft regelmäßige Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. Diese dienen dazu, mögliche Schäden am Herzen, Gehirn oder anderen Organen frühzeitig zu erkennen.
Bluttransfusionen
In einigen Fällen kann eine Bluttransfusion notwendig sein, um das ungeborene Kind vor den Folgen der Rötelninfektion zu schützen. Die Bluttransfusion wird über die Nabelschnur durchgeführt.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich Röteln in der Schwangerschaft bekommen, wenn ich schon einmal Röteln hatte?
Ja, es ist möglich, Röteln in der Schwangerschaft zu bekommen, auch wenn Sie schon einmal Röteln hatten. Die Immunität gegen Röteln kann mit der Zeit nachlassen.
Wie hoch ist das Risiko für eine Rötelninfektion in der Schwangerschaft?
Das Risiko für eine Rötelninfektion in der Schwangerschaft hängt von verschiedenen Faktoren ab, z. B. Von Ihrem Impfstatus und dem Vorhandensein von Röteln in Ihrer Umgebung. In Deutschland ist die Anzahl der Rötelfälle in den letzten Jahren deutlich gesunken, da die meisten Kinder gegen Röteln geimpft sind.
Wie kann ich feststellen, ob ich gegen Röteln immun bin?
Sie können einen Bluttest machen, um Ihren Immunstatus gegen Röteln zu überprüfen. Der Test wird von Ihrem Arzt durchgeführt.
Was passiert, wenn mein Partner Röteln hat?
Wenn Ihr Partner Röteln hat, sollten Sie sich umgehend an Ihren Arzt wenden. Es ist wichtig, dass Sie sich über die Risiken und Vorsichtsmaßnahmen informieren.
Fazit
Röteln können in der Schwangerschaft schwerwiegende Folgen für das ungeborene Kind haben. Daher ist es wichtig, sich über die Risiken und Vorsichtsmaßnahmen zu informieren. Die beste Möglichkeit, sich vor Röteln zu schützen, ist die Impfung.
Wenn Sie schwanger sind oder planen, schwanger zu werden, sollten Sie sich von Ihrem Arzt über die Risiken von Röteln in der Schwangerschaft informieren und sich beraten lassen, ob eine Impfung für Sie sinnvoll ist.
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