Die Schwangerschaft ist eine Zeit voller Veränderungen und neuer Erfahrungen. Neben den körperlichen Veränderungen und den Vorbereitungen auf die Geburt, tauchen auch viele Fragen rund um die Ernährung auf. Eine davon ist: Ist Lakritz in der Schwangerschaft erlaubt? Und wenn ja, wie viel darf man davon essen? Diese Fragen wollen wir in diesem Artikel genauer beleuchten.
Lakritz und seine Inhaltsstoffe
Lakritz, auch bekannt als Süßholz, ist ein beliebtes Süßwarenprodukt, das aus der Wurzel der Süßhol Pflanze gewonnen wird. Es enthält verschiedene Inhaltsstoffe, die sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf den Körper haben können. Zu den wichtigen Inhaltsstoffen gehören:
- Glycyrrhizinsäure: Dieser Stoff verleiht Lakritz seinen charakteristischen süßen Geschmack. Er kann jedoch in hohen Dosen zu gesundheitlichen Problemen führen.
- Flavonoide: Diese Pflanzenstoffe haben antioxidative Eigenschaften und können den Körper vor freien Radikalen schützen.
- Mineralstoffe: Lakritz enthält verschiedene Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Kalzium.
Lakritz in der Schwangerschaft: Risiken und Empfehlungen
Während Lakritz in Maßen genossen werden kann, ist es in der Schwangerschaft wichtig, den Konsum zu begrenzen. Die Glycyrrhizinsäure in Lakritz kann zu folgenden Problemen führen:

- Bluthochdruck: Glycyrrhizinsäure kann den Blutdruck erhöhen, was in der Schwangerschaft gefährlich sein kann.
- Ödeme: Die Säure kann Wassereinlagerungen im Körper fördern, die zu Schwellungen in den Beinen und Füßen führen können.
- Frühgeburt: In seltenen Fällen kann ein hoher Lakritz-Konsum zu einer vorzeitigen Geburt führen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, den Konsum von Lakritz in der Schwangerschaft auf maximal 50 Gramm pro Woche zu begrenzen. Diese Menge entspricht etwa 5-6 Lakritzschnecken. Es ist jedoch wichtig, dass du dich mit deinem Arzt oder deiner Hebamme absprichst, um die für dich optimale Menge zu besprechen.
Lakritz und die Entwicklung des Babys
Ob Lakritz die Entwicklung des Babys beeinflusst, ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen Lakritz-Konsum in der Schwangerschaft und einem erhöhten Risiko für bestimmte Entwicklungsstörungen beim Kind festgestellt haben. Allerdings sind diese Studien nicht eindeutig und weitere Forschung ist notwendig, um definitive Aussagen zu treffen.
Aus Vorsichtsgründen ist es empfehlenswert, Lakritz in der Schwangerschaft nur in geringen Mengen zu konsumieren. Wenn du Bedenken hast, sprich mit deinem Arzt oder deiner Hebamme.

Lakritzarten: Welche sind erlaubt?
Es gibt verschiedene Arten von Lakritz, die in der Schwangerschaft unterschiedlich bewertet werden:
Süßholz-Lakritz
Süßholz-Lakritz enthält eine hohe Konzentration an Glycyrrhizinsäure. Es ist daher ratsam, diese Art von Lakritz in der Schwangerschaft zu meiden oder nur in sehr kleinen Mengen zu konsumieren.
Salmiak-Lakritz
Salmiak-Lakritz enthält weniger Glycyrrhizinsäure als Süßholz-Lakritz. Es ist daher in der Schwangerschaft in kleinen Mengen besser verträglich. Allerdings sollte auch hier der Konsum begrenzt werden.
Lakritz ohne Süßholz
Es gibt auch Lakritzprodukte, die kein Süßholz enthalten, sondern mit anderen Süßungsmitteln aromatisiert sind. Diese Produkte sind in der Schwangerschaft in der Regel unbedenklich. Allerdings solltest du die Zutatenliste sorgfältig prüfen, um sicherzustellen, dass keine anderen problematischen Inhaltsstoffe enthalten sind.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Lakritz darf man in der Schwangerschaft essen?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, den Konsum von Lakritz in der Schwangerschaft auf maximal 50 Gramm pro Woche zu begrenzen. Diese Menge entspricht etwa 5-6 Lakritzschnecken.
Welche Lakritzarten sind in der Schwangerschaft erlaubt?
Lakritz ohne Süßholz ist in der Schwangerschaft in der Regel unbedenklich. Salmiak-Lakritz ist in kleinen Mengen besser verträglich als Süßholz-Lakritz. Süßholz-Lakritz sollte in der Schwangerschaft möglichst gemieden werden.

Kann Lakritz zu Frühgeburt führen?
In seltenen Fällen kann ein hoher Lakritz-Konsum zu einer vorzeitigen Geburt führen. Es ist daher wichtig, den Konsum zu begrenzen.
Kann Lakritz die Entwicklung des Babys beeinflussen?
Ob Lakritz die Entwicklung des Babys beeinflusst, ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen Lakritz-Konsum in der Schwangerschaft und einem erhöhten Risiko für bestimmte Entwicklungsstörungen beim Kind festgestellt haben. Allerdings sind diese Studien nicht eindeutig und weitere Forschung ist notwendig, um definitive Aussagen zu treffen.
Was passiert, wenn ich zu viel Lakritz esse?
Ein hoher Lakritz-Konsum kann zu Bluthochdruck, Ödemen und in seltenen Fällen zu Frühgeburt führen.
Fazit
Lakritz in der Schwangerschaft ist ein Thema, das mit Vorsicht zu genießen ist. Während Lakritz in kleinen Mengen in der Regel unbedenklich ist, sollten Schwangere den Konsum von Süßholz-Lakritz begrenzen und sich mit ihrem Arzt oder ihrer Hebamme über die für sie optimale Menge informieren. Die Gesundheit der Mutter und des Kindes steht im Vordergrund.
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