Hörsturz nach geburt: ursachen, symptome & behandlung

Ein Hörsturz nach der Geburt ist ein plötzlich auftretender Hörverlust, der sich meist einseitig bemerkbar macht. Er kann verschiedene Ursachen haben und die Betroffenen mit einem dumpfen Gefühl im Ohr, Ohrgeräuschen und sogar einem vollständigen Hörverlust konfrontieren. In den meisten Fällen ist ein Hörsturz vorübergehend und das Hörvermögen stellt sich innerhalb weniger Tage wieder ein. Doch es gibt auch Fälle, in denen der Hörverlust dauerhaft bestehen bleibt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Hörsturz?

Ein Hörsturz, auch bekannt als akute sensorineurale Schwerhörigkeit, ist ein plötzlicher, meist einseitiger Hörverlust, der ohne erkennbare Ursache auftritt. Er wird häufig als ohrinfarkt bezeichnet, da man vermutet, dass eine Durchblutungsstörung im Innenohr die Ursache ist.

Die Symptome eines Hörsturzes können je nach Schweregrad des Hörverlustes variieren. In den meisten Fällen verspüren Betroffene ein dumpfes Gefühl im Ohr, als ob sie watte im ohr hätten. Häufig kommt es gleichzeitig zu Ohrgeräuschen ( Tinnitus ) und einem Druckgefühl im Ohr.

Symptome eines Hörsturzes:

  • Plötzlicher Hörverlust auf einem Ohr
  • Dumpfes Gefühl im Ohr, als ob watte im ohr wäre
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Druckgefühl im Ohr
  • Schwindelgefühle (seltener)
  • Geräuschüberempfindlichkeit (seltener)
  • Benommenheit (seltener)
  • Verzerrtes Hören (seltener)

Sollten Sie diese Symptome verspüren, sollten Sie umgehend einen Hals-Nasen-Ohrenarzt (HNO-Arzt) aufsuchen.

Ursachen für einen Hörsturz nach der Geburt

Die Ursachen für einen Hörsturz nach der Geburt sind vielfältig. In den meisten Fällen ist die Ursache unbekannt ( idiopathischer Hörsturz ). Man vermutet, dass eine Durchblutungsstörung im Innenohr die Ursache ist.

Es gibt aber auch einige Faktoren, die einen Hörsturz begünstigen können:

Mögliche Ursachen für einen Hörsturz:

  • Stress : Stress kann zu einer Verengung der Blutgefäße führen, was die Durchblutung des Innenohrs beeinträchtigen kann.
  • Verschleißerscheinungen an der Halswirbelsäule : Eine Verspannung der Nackenmuskulatur kann die Blutversorgung des Innenohrs beeinträchtigen.
  • Blutdruckschwankungen : Sowohl zu niedriger als auch zu hoher Blutdruck kann die Durchblutung des Innenohrs beeinträchtigen.
  • Lärmeinwirkung : Ein lauter Knall (Knalltrauma) kann das Innenohr schädigen und einen Hörsturz hervorrufen.
  • Heben schwerer Lasten : Das Heben schwerer Lasten kann zu einer Verletzung des runden fensters im Innenohr führen, was einen Druckanstieg im Innenohr und einen Hörverlust zur Folge haben kann.
  • Infektionen : Virusinfektionen wie eine Grippe (Influenza), Masern, Mumps, eine HIV- oder Herpes-Erkrankung sowie bakterielle Infektionen können das Innenohr schädigen und einen Hörsturz verursachen.
  • Medikamente : Einige Medikamente können als Nebenwirkung einen Hörsturz verursachen.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt über alle Medikamente informieren, die Sie einnehmen, um mögliche Wechselwirkungen auszuschließen.

Wie wird ein Hörsturz diagnostiziert?

Ein HNO-Arzt kann einen Hörsturz anhand einer Reihe von Untersuchungen diagnostizieren.

Untersuchungen zur Diagnose eines Hörsturzes:

  • Anamnese : Der HNO-Arzt erfragt Ihre Krankengeschichte und Ihre aktuellen Beschwerden.
  • Otoskopie oder Ohrmikroskopie : Der HNO-Arzt untersucht Ihren Gehörgang und Ihr Trommelfell mit einem Otoskop oder Ohrmikroskop.
  • Hörprüfung : Ein Hörtest ( Audiometrie ) wird durchgeführt, um das Ausmaß des Hörverlustes zu bestimmen.
  • Tympanometrie : Diese Untersuchung misst die Beweglichkeit des Trommelfells.
  • Blutdruckmessung : Der HNO-Arzt misst Ihren Blutdruck, um zu überprüfen, ob dieser mit dem Hörsturz in Verbindung stehen könnte.
  • Weitere Untersuchungen : Je nach Verdacht können weitere Untersuchungen durchgeführt werden, wie z. B. Eine Hirnstammaudiometrie (BERA) oder eine Messung otoakustischer Emissionen (OAE).

Behandlung eines Hörsturzes nach der Geburt

Die Behandlung eines Hörsturzes hängt von der Ursache und dem Schweregrad des Hörverlustes ab. In den meisten Fällen ist ein Hörsturz vorübergehend und das Hörvermögen stellt sich innerhalb weniger Tage wieder ein.

Behandlungsmöglichkeiten für einen Hörsturz:

  • Kortisontherapie : Kortisonpräparate werden in Form von Tabletten oder als Injektionen verabreicht, um die Entzündung im Innenohr zu reduzieren und die Durchblutung zu verbessern.
  • Medikamentöse Behandlung der Grunderkrankung : Liegt ein Hörsturz aufgrund einer anderen Erkrankung vor, muss diese behandelt werden, z. B. Mit Antibiotika oder antiviralen Medikamenten.
  • Blutdrucksenkung : Bei Bluthochdruck kann eine medikamentöse Blutdrucksenkung den Hörsturz lindern.
  • Physiotherapie : Eine Physiotherapie kann helfen, Verspannungen in der Nackenmuskulatur zu lösen und die Durchblutung des Innenohrs zu verbessern.
  • Hörgeräte : Bei anhaltendem Hörverlust kann ein Hörgerät die Hörfähigkeit verbessern.
  • Cochlea-Implantat : In seltenen Fällen, bei schwerem Hörverlust, kann ein Cochlea-Implantat eingesetzt werden.

Es ist wichtig, dass Sie die Behandlung Ihres HNO-Arztes sorgfältig befolgen, um die Heilungschancen zu erhöhen.

Kann ein Hörsturz wieder weggehen?

In den meisten Fällen verschwindet ein Hörsturz innerhalb weniger Tage von selbst. Die Heilungschancen sind besonders hoch, wenn der Hörverlust gering ist, eher tiefe oder mittlere Tonhöhen betrifft und kein Schwindel als Begleitsymptom hinzukommt.

In einigen Fällen kann der Hörverlust jedoch dauerhaft bestehen bleiben. Wenn Sie einen Hörsturz haben, sollten Sie unbedingt einen HNO-Arzt aufsuchen, um die Ursache zu klären und eine geeignete Behandlung zu erhalten.

Hörsturz und Tinnitus

Ein Hörsturz kann mit Tinnitus, einem Ohrgeräusch, das nur von der betroffenen Person wahrgenommen wird, einhergehen. Tinnitus ist nicht als eigenständige Erkrankung anzusehen, sondern meist ein Symptom eines Hörsturzes.

In den meisten Fällen verschwindet der Tinnitus, wenn sich der Hörsturz bessert. In manchen Fällen kann der Tinnitus jedoch dauerhaft bestehen bleiben.

Prävention eines Hörsturzes

Es gibt einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um einem Hörsturz vorzubeugen:

Präventionsmaßnahmen gegen Hörsturz:

  • Stressmanagement : Stressabbau durch Entspannungstechniken, Sport oder Hobbys kann helfen, einem Hörsturz vorzubeugen.
  • Gesunde Ernährung : Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse kann die Durchblutung des Innenohrs verbessern.
  • Regelmäßige Bewegung : Regelmäßige Bewegung verbessert die Durchblutung und kann so einen Hörsturz vorbeugen.
  • Lärmschutz : Tragen Sie Gehörschutz bei lauten Geräuschen, um Ihr Innenohr zu schützen.
  • Kontrolle von chronischen Erkrankungen : Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen sollten ihre Erkrankungen gut kontrollieren, um einem Hörsturz vorzubeugen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Hörsturz und einer Mittelohrentzündung?

Ein Hörsturz ist ein plötzlicher Hörverlust, der durch eine Störung im Innenohr verursacht wird. Eine Mittelohrentzündung hingegen ist eine Entzündung des Mittelohrs, die zu einer Verstopfung des Gehörgangs führen kann.

Kann ein Hörsturz durch eine Schwangerschaft verursacht werden?

Ja, ein Hörsturz kann durch eine Schwangerschaft verursacht werden. Die hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft können die Durchblutung des Innenohrs beeinflussen und so einen Hörsturz auslösen.

Wie lange dauert es, bis ein Hörsturz wieder weggeht?

Die Dauer eines Hörsturzes ist unterschiedlich. In den meisten Fällen verschwindet der Hörverlust innerhalb weniger Tage von selbst. In einigen Fällen kann der Hörverlust jedoch dauerhaft bestehen bleiben.

Was kann ich tun, wenn ich einen Hörsturz habe?

Wenn Sie einen Hörsturz haben, sollten Sie sofort einen HNO-Arzt aufsuchen. Der Arzt wird die Ursache des Hörsturzes klären und eine geeignete Behandlung einleiten.

Gibt es Hausmittel gegen einen Hörsturz?

Es gibt keine Hausmittel, die einen Hörsturz heilen können. Wenn Sie einen Hörsturz haben, sollten Sie unbedingt einen HNO-Arzt aufsuchen.

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Zusammenfassung

Ein Hörsturz ist ein plötzlicher Hörverlust, der verschiedene Ursachen haben kann. In den meisten Fällen ist ein Hörsturz vorübergehend und das Hörvermögen stellt sich innerhalb weniger Tage wieder ein. Es gibt aber auch Fälle, in denen der Hörverlust dauerhaft bestehen bleibt. Wenn Sie einen Hörsturz haben, sollten Sie unbedingt einen HNO-Arzt aufsuchen, um die Ursache zu klären und eine geeignete Behandlung zu erhalten.

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