Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die das zentrale Nervensystem betrifft. Das bedeutet, dass das Immunsystem des Körpers fälschlicherweise die Myelinscheide angreift, die die Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark umhüllt. Diese Beschädigung führt zu Entzündungen und Schäden an den Nerven, was zu einer Vielzahl von Symptomen führen kann.
Ist MS angeboren?
Nein, MS ist nicht angeboren. Es ist eine Erkrankung, die sich im Laufe des Lebens entwickelt. Die genaue Ursache von MS ist unbekannt, aber es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischen und Umweltfaktoren eine Rolle spielt.
Was ist Multiple Sklerose?
Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem des Körpers fälschlicherweise die Myelinscheide angreift, die die Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark umhüllt. Diese Beschädigung führt zu Entzündungen und Schäden an den Nerven, was zu einer Vielzahl von Symptomen führen kann.
Der Krankheitsprozess ist zumindest teilweise durch eine Entzündung bedingt. Dabei greift das fehlgeleitete Immunsystem eigene Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark an. Man spricht auch von einer Autoimmunerkrankung. Meist tritt die MS mit einem innerhalb von Stunden bis Tagen sich entwickelnden Symptom auf, wie zum Beispiel einer Lähmung, einer Sehstörung oder einem Sensibilitätsverlust eines Körperteils. Dieses rasche Auftreten nennt man „Schub“. Die Ausfälle nach einem Schub können sich vollständig oder nur teilweise zurückbilden.
Typisch bei MS ist, dass die Entzündung in unterschiedlichen Zeitabständen erneut an anderen Stellen des Nervensystems auftreten kann. Der Name „Multiple Sklerose“ leitet sich davon ab, dass sich an vielen (multiplen) Stellen in Gehirn und Rückenmark verhärtete Vernarbungen (Sklerosen) bilden. 85 Prozent aller Betroffenen haben einen schubartigen Verlauf mit unterschiedlicher Symptom-Rückbildung und zwischenzeitlicher Ruhe. Bei der Hälfte dieser Patienten kommt es nach mehreren Jahren jedoch zu einer schleichenden Verschlechterung, der sogenannten „sekundären Progression“. 15 Prozent haben von Beginn an einen schleichend fortschreitenden Verlauf ohne erkennbare Schübe.
In welchem Alter bricht MS aus?
Die Multiple Sklerose kann in jedem Alter ausbrechen, tritt aber am häufigsten zwischen dem 20. Und 40. Lebensjahr auf. Selten tritt die MS schon im Kindesalter auf. Frauen erkranken doppelt so häufig an Multipler Sklerose als Männer.
Wann bricht die Krankheit aus?
Die Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung. Das körpereigene Abwehrsystem richtet sich dabei gegen die Schutzhüllen der Nerven im Gehirn und in Rückenmark, was zu einer chronischen Entzündung der Nerven führt. Warum es zu dieser Autoimmunreaktion kommt, ist nicht bekannt.
Verlaufsformen der Multiplen Sklerose
Es gibt drei verschiedene Verlaufsformen der Multiplen Sklerose:
- Die primär chronisch progrediente MS verläuft von Anfang an chronisch mit zunehmender Verschlechterung. Diese nicht-schubförmige MS beginnt oftmals erst nach dem 40. Lebensjahr.
- Die schubförmig remittierende MS verläuft in Schüben mit Rückbildung der Beschwerden zwischen den Schüben.
- Die sekundär chronisch progrediente MS wechselt ab einem gewissen Zeitpunkt, nach schubartigem Verlauf, in eine chronische Form mit zunehmender Verschlechterung der Beschwerden.
Symptome von MS
Die Beschwerden, Symptome und Beeinträchtigungen bei einer MS können individuell sehr unterschiedlich verlaufen.
Zu frühen Symptomen im Anfangsstadium der MS gehören:
- Krampfartige Lähmungserscheinungen
- Störung der Sensibilität an Armen und Beinen (Taubheitsgefühle)
- Motorische Störungen (verringerte Bewegungsfähigkeit)
- Energielosigkeit und Müdigkeit
Die MS-Krankheit tritt meist schubweise auf. Gute und schlechte Phasen wechseln sich im Krankheitsverlauf schubweise ab.
Zu den häufigsten Beschwerden der MS gehören:
- Sehstörungen,
- Sprech- und Schluckstörungen,
- Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen,
- Muskelschwäche,
- Muskelzittern,
- Stimmungsveränderungen,
- Schmerzen und Gefühlsstörungen.
Diagnose von Multipler Sklerose
Die Diagnose einer Multiplen Sklerose ist nicht einfach und erfordert verschiedene Abklärungen. Dazu gehören neurologische Untersuchungen und Tests von Augen, Muskeln, Koordination und Berührungsempfindung.
Die Diagnose stellt der Facharzt der Neurologie, ebenso ist dieser meist späterer Ansprechpartner für MS-Patienten. Bei der Therapie der Krankheit wird der Neurologe von anderen Fachrichtungen gestützt, u.a. Den Fachbereichen Allgemeinmedizin, Augenmedizin, Psychotherapie. Nebst dessen können die Fachbereiche Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie in der symptomatischen Behandlung unterstützen.
Untersuchungen zur Abklärung von MS
Bei Verdacht auf eine MS werden beim Patient zudem MRT-Untersuchungen des Gehirns und eine Rückenmarkspunktion zur Untersuchung der Gehirnflüssigkeit (Liquor) durchgeführt.
Lebenserwartung bei MS
Die Lebenserwartung wird durch MS wenig bis kaum beeinflusst. Sie ist unwesentlich geringer als die von gesunden Menschen. Nur eine sehr seltene, bösartige Form der Multiplen Sklerose kann schon nach wenigen Monaten zum Tode führen.
Therapie von Multipler Sklerose
Multiple Sklerose ist nicht heilbar, der Krankheitsverlauf lässt sich durch eine Therapie lediglich verlangsamen. Die Therapie ist abhängig von der Form der Erkrankung, dem Schweregrad und der individuellen Beeinträchtigung.
In der Regel erfolgt die Behandlung von MS-Patienten in einer Stufentherapie, abgestimmt auf die individuelle Patientensituation. Normalerweise handelt es sich dabei um eine Kombination von medikamentöser Behandlung mit physiotherapeutischer, ergotherapeutischer und psychotherapeutischer Begleitung.
Ziel der MS-Therapie ist, die Entzündungsreaktion zu reduzieren sowie die Krankheitserscheinungen zu minimieren um somit die Lebensqualität der MS-Patienten zu verbessern.
Es gibt drei Therapie-Formen der MS:
- Medikamentöse Therapie: Medikamente können helfen, die Entzündungsreaktion zu reduzieren und die Symptome zu lindern. Es gibt verschiedene Arten von Medikamenten, die für die Behandlung von MS verwendet werden, einschließlich Immunmodulatoren, Immunsuppressiva und Kortikosteroide.
- Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, die Kraft, Flexibilität und Koordination zu verbessern, die durch MS beeinträchtigt werden können. Physiotherapeuten können auch Übungen und Techniken lehren, um Schmerzen und Spastik zu lindern.
- Ergotherapie: Ergotherapie kann helfen, die täglichen Aktivitäten zu erleichtern, die durch MS beeinträchtigt werden können. Ergotherapeuten können Anpassungen am Zuhause oder am Arbeitsplatz vornehmen und Strategien für die Bewältigung von Aufgaben entwickeln.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Risikofaktoren für MS?
Die genauen Ursachen für MS sind nicht bekannt, aber es gibt einige Risikofaktoren, die das Risiko für die Erkrankung erhöhen können. Dazu gehören:
- Genetik: MS ist eine Erkrankung mit einer genetischen Komponente. Wenn ein Familienmitglied MS hat, ist das Risiko, selbst an der Krankheit zu erkranken, erhöht.
- Umweltfaktoren: Verschiedene Umweltfaktoren können das Risiko für MS erhöhen, z. B. Das Leben in nördlichen Breitengraden, eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) oder das Rauchen.
- Vitamin D-Mangel: Studien haben gezeigt, dass ein Mangel an Vitamin D das Risiko für MS erhöhen kann.
Ist MS ansteckend?
Nein, MS ist nicht ansteckend. Man kann sich nicht mit MS anstecken, indem man mit einem MS-Patienten in Kontakt kommt.

Kann MS geheilt werden?
Leider gibt es derzeit keine Heilung für MS. Die Behandlung zielt darauf ab, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
Wie kann ich mein Risiko für MS verringern?
Es gibt einige Dinge, die Sie tun können, um Ihr Risiko für MS zu verringern, z. B.:
- Einen gesunden Lebensstil führen: Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und die Vermeidung von Rauchen können das Risiko für MS verringern.
- Genügend Vitamin D zu sich nehmen: Vitamin D ist wichtig für die Gesundheit des Immunsystems. Achten Sie darauf, dass Sie genügend Vitamin D über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.
- Frühzeitig eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) vermeiden: Es wird vermutet, dass eine Infektion mit EBV das Risiko für MS erhöhen kann. Achten Sie darauf, dass Sie sich gegen EBV impfen lassen, wenn dies möglich ist.
Wie kann ich mit MS leben?
Es gibt viele Möglichkeiten, mit MS zu leben und ein erfülltes Leben zu führen. Es ist wichtig, sich über die Erkrankung zu informieren, eine gesunde Lebensweise zu führen, eine Behandlung zu erhalten und sich mit anderen MS-Patienten zu vernetzen. Es gibt viele Selbsthilfegruppen und Online-Ressourcen, die Unterstützung und Informationen anbieten können.
Zusammenfassung
Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die das zentrale Nervensystem betrifft. Die Krankheit ist nicht angeboren, sondern entwickelt sich im Laufe des Lebens. Die genauen Ursachen für MS sind nicht bekannt, aber es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischen und Umweltfaktoren eine Rolle spielt.
Es gibt drei verschiedene Verlaufsformen der MS: die primär chronisch progrediente MS, die schubförmig remittierende MS und die sekundär chronisch progrediente MS. Die Symptome von MS können sehr unterschiedlich sein und umfassen Sehstörungen, Muskelschwäche, Gefühlsstörungen und viele andere.
Es gibt derzeit keine Heilung für MS, aber es gibt verschiedene Behandlungsoptionen, die den Krankheitsverlauf verlangsamen, die Symptome lindern und die Lebensqualität verbessern können. Die Behandlung von MS umfasst in der Regel eine Kombination aus medikamentöser Therapie, Physiotherapie, Ergotherapie und psychotherapeutischer Begleitung.
Wenn Sie befürchten, dass Sie MS haben könnten, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf. MS ist eine komplexe Erkrankung, aber mit der richtigen Behandlung können MS-Patienten ein erfülltes Leben führen.
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